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Tierversuche gehören endlich
abge-schafft - das fordern Tierschützer weltweit seit 1962, als
dieser Tag für Versuchstiere zum ersten Mal be-gangen wurde, nur
die Politik reagiert nicht. So steigt die Zahl der "ver-brauchten"
Versuchstiere jedes Jahr kontinuierlich an, in der EU sterben
jährlich 12 Millionen Tiere, allein in Österreich 170.000; das
sind - Tag und Nacht - alle 3 Minuten ein leidensfähiges Tier,
dem bei lebendigem Leib giftige Substanzen oder schmerzhafte
Eingriffe zugeführt wurden: |
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Ratten, Mäuse,
Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster, Hunde, Katzen, Affen, Schafe,
Rinder, Pferde, Schweine, Fische, Hühner und Tauben – kaum ein Tier,
welches von den grausamen Versuchen verschont bleibt.
Die Schweineversuche letzten Januar in Tirol, bei
denen Schweine lebendig im Schnee vergraben worden waren, um damit
angeblich das Sterben in einer Lawine besser untersuchen zu können
(was auch renommierte Wissenschaftler für absurd erklärt
hatten), haben einen Aufschrei der Empörung in der Bevölkerung
ausgelöst, sind aber nur eine bekannte Spitze des Eisbergs. Die
grausamen Versuche waren nur durch Zufall bekannt geworden; der
Großteil der Tierversuche findet im Verborgenen, hinter dicken
Mauern (auch des Schweigens) der Hochsicherheitstrakte der Pharma-
und Kosmetikindustrie statt, damit die Schreie der "modernen
Sklaven" nicht nach außen dringen können.
Damit muß endlich Schluß sein. Denn Tierversuche
werden nicht zum Wohle des Menschen gemacht, sondern weil
einflußreiche Interessensgruppen aus Pharma-, Kosmetik- und
Tierversuchsindustrie damit enorme Profite lukrieren. Und weil
ein Großteil der Forschungsgelder aus unseren Steuern - verteilt von
"unseren" Politikern - noch immer in Tierversuche fließt anstatt in
geeignete Alternativmethoden, die durchaus vorhanden wären.
Mit der Verabschiedung von REACH im Dezenber 2006,
einer EU-Verordnung zur Evaluierung von chemischen Substanzen,
werden in den nächsten 10 Jahren noch weitere zig Millionen
Tierversuche hinzukommen. Dabei lassen sich die Ergebnisse aus
Tierversuchen keinesfalls direkt auf den Menschen übertragen, wie
bereits der Contergan-Skandal in den 50er-Jahren gezeigt hat.
Dazu die Tierärztin Dr. Corina Gericke von "Ärzte gegen
Tierversuche": "Da Tiere die meisten menschlichen Krankheiten
nicht bekommen, werden sie künstlich krank gemacht. Diese
sogenannten Tiermodelle haben jedoch außer einigen Symptomen nichts
mit den komplexen Krankheiten des Menschen gemein. Die Ursachen
hierfür sind vielfach in der Lebensweise und umweltbedingten
Auslösern zu suchen. Diese Faktoren werden bei der
tierexperimentellen Forschung jedoch nicht berücksichtigt".
Alternativen zu Tierversuchen gäbe es jedenfalls
genug: Die deutsche Ärztevereinigung fordert einen sofortigen
Umstieg auf tierversuchsfreie Forschungsmethoden z.B. mit
Zellkulturen, Mikrochips sowie klinische und epidemiologische
Forschung. Diese seien nicht nur ethisch unbedenklich, sondern
auch die einzige Möglichkeit in Medizin und Forschung zu
relevanten Ergebnissen zu gelangen. Unterstützen Sie daher auch
Sie zum morgigen "Tag zur Abschaffung von Tierversuchen" die
Aktionen der deutschen
"Ärzte gegen Tierversuche" oder der österreichischen
"Tierversuchsgegner".
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