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Kürzlich wurde ANIMAL
SPIRIT vom Tierschutzverein Ybbstal angerufen, ob wir nicht bei
einem Fall von schrecklicher Tier-Vernachlässigung in NÖ helfen
könnten. Obwohl unsere beiden Gnadenhöfe praktisch voll sind,
haben wir spontan zugesagt, zumindest 3 der Ziegen zu
über-nehmen. Weitere Plätze (für Ponys, Ziegen, Katzen, Hunde
und ein Hängebauchschwein) werden noch gesucht. Bitte direkt an
Frau Maria Kuttner wenden: +43-660-8186180. |

Dieser Boxer war mit 2 Katzen ohne Licht
eingesperrt |
Hier dazu der heutige Bericht vom ORF
(Auszug):
Großes Leid mußten Tiere auf einem alten Hof in der
Gemeinde Waidhofen/Ybbs ertragen: Eine Frau soll Ponys, Ziegen,
Hunde und Katzen jahrelang in abgedunkelten Boxen gehalten haben.
Jetzt wurden sie von Tierschützern gerettet.
Frau beherbergte Tiere ohne Licht und Strom
Jahrelang sollen sie kein Tageslicht gesehen haben - die
drei Ponys, acht Ziegen, drei Hunde, neun Katzen, zwei Hasen und das
Hängebauchschwein, die die Frau in einem alten Hof beherbergte -
einem komplett verwahrlosten Haus ohne elektrischen Strom.
„Die Tiere waren völlig im Dunklen eingesperrt. Wir
mußten mit Taschenlampen hineingehen. Dort waren Pferde, Hunde in
Boxen im Finsteren, Hasen, Ziegen. Ein Boxer war in einer Art
Speisekammer eingesperrt ohne Fenster mit zwei Katzen", schildert
Maria Kuttner vom Tierschutzverein Ybbstal ...
Neuigkeiten vom Wüsten-Gnadenhof "Bluemoon" in
Hurghada/Ägypten
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Heute erreichte
uns folgender Bericht von unserer Projekt-partnerin Monique
Carrera und ihren Eseln in Hurghada:
Lieber Franz, wir haben
hier wie immer alle Hände voll zu tun. Leider haben wir 2 Esel
verloren, und da wir wissen wollten warum, haben wir sie
obduziert. Das Resultat: Lungen-bakterien und Leberprobleme ...
Nun haben wir bei allen Eseln Blutproben abgenommen um genau zu
wissen, was das Problem ist. Ich nehme an, daß einer unserer
Neuzugänge uns dieses Problem eingeschleppt hat. Mit ein wenig
Geduld werden wir das aber in den Griff bekommen. |

Monique Carrera behandelt einen Neuankömmling |
Jetzt haben wir nochmal 4 neue Esel bekommen. Einige
Bilder und Berichte schicke ich mit. Wir bemühen uns, auch hier in
der Wüste etwas Frühling reinzubringen und mit Hilfe Eurer Spenden
das Gelände zu begrünen und langsam wird es was.
Lucca, der Geschlagene
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Seit Jahren schon kam
ein Mann mit Eselkarren täglich an unserem Haus vorbei. Er
sammelte wieder verkauf-baren Abfall ein - Recycling auf
ägyptische Art - und verdiente sich so seinen Lebensunterhalt.
Inzwischen kennen mich ja fast alle Eseltreiber in Hurghada, so
auch er. Somit wartete er vor unserem Haus auf mich und meinte,
sein Esel wäre verletzt, ob wir ihn uns mal anschauen könnten.
Der Esel hatte tatsächlich eine böse Verletzung und ganz
verkrüppelte Hufe.
Ich versuchte dem Mann
zu erklären, daß, wenn er mit diesem Tier weiterarbeitete, hätte
er bald keinen Esel mehr, denn dieser würde das nicht mehr lange
mitmachen. Doch der erwiderte, er hätte nur diesen Esel und ohne
ihn hätte er kein Einkommen. |

So sah Lucca bei seiner Ankunft aus ... |
So schlug ich ihm vor, ein Fahrrad mit Transportbox
zu kaufen, so könne er weiter sein Geld verdienen und der Drahtesel
würde erst noch keinen Unterhalt kosten. Wie viel er denn für den
Esel bezahlt hätte, fragte ich ihn. EGP 450, meinte er, er hätte den
Esel nachts gekauft und nicht gesehen, daß er so geschunden wäre.
Ich sagte ihm, er solle am nächsten Morgen noch mal zu uns kommen
und mit meinem Mann sprechen. Er war dann auch pünktlich da und
Salah kaufte ihm den Esel kurzerhand ab, mit der Bitte, er solle den
Esel aufs Land bringen.
Und tatsächlich, am Nachmittag traf Lucca bei uns
auf der Farm ein. Er kam ins Gras bewachsene Rondell, wo er sich
erst mal satt fressen und sich ausruhen konnte.
Später behandelten wir dann auch noch seine Wunden.
Beim Gedanken, daß Lucca mit diesen Wunden und verkrüppelten Hufen
noch bis vor kurzem gearbeitet hatte, lief es uns kalt den Rücken
runter.
Er hat sich in den ersten vier Tagen auf dem Land
sehr gut erholt und die Wunden heilen ab. Er ist ein gemütliches und
geduldiges Langohr, der die ganzen Behandlungen und Spritzen ohne
Probleme über sich ergehen ließ. Wir hoffen, daß er überlebt und
hier bei uns seinen verdienten Lebensabend in Ruhe genießen kann.
Endlich von der qualvollen Arbeit befreit
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Einen Tag nicht auf der
Farm und schon steht der nächste Esel da. Mein Mann hat ihn
angenommen. Er wurde von einer Frau aufs Land gebracht, die
sagte, sie hätte den Esel vermietet und er wäre in diesem
Zustand zurückgekommen. Sie sei eine ganz arme Frau und ihr Mann
habe keine Arbeit. Leider eine schamlose Lüge, denn ihr Mann war
kurz vorher bei uns und hatte einen anderen Esel gebracht!
Schmerzlich müssen wir
feststellen, daß unsere Gutmütigkeit und Groß-zügigkeit auf dem
Rücken der Tiere ausgenutzt wird. |

Auch Lucca muß wenigstens nie mehr schuften |
Als ich den Esel sah, überkam mich eine derartige
Wut und Hilflosigkeit, die ich kaum beschreiben kann! Wie kann ein
Mensch nur so eine arme Kreatur vor den Karren spannen und mit ihr
arbeiten gehen - ich werd es im Leben nicht verstehen, wie Menschen
einem so geduldigen Lebewesen so etwas antun können!
Es wird lange dauern bis diese Wunden wieder heilen,
aber so Gott will muß Bartolini für den Rest seines Lebens nicht
mehr arbeiten müssen ... |