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Ab 6. April plant der
TV-Sender ARTE eine Kochsendung, worin von der "Star-Köchin"
Sarah Wiener das Schlachten von Kaninchen vor laufender Kamera
gezeigt werden soll. Uns haben schon etliche emails besorgter
Tierfreunde erreicht, wieso so etwas im Fernsehen überhaupt
erlaubt ist. Die Tiere sollen bei vollem Bewußtsein mit
Elektroschocks betäubt, entblutet, enthäutet und ausgenommen
werden.
Wir leiten daher die
heutige APA-OTS-Presseaussendung der "Kaninchen-Helpline", mit
der ANIMAL SPIRIT in Sachen Aufnahme und Vermittlung von armen
Kaninchen des öfteren zusammen arbeitet, gerne weiter, zumal wir
uns mit dem Inhalt voll identifizieren können. |
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Wir leiten daher die heutige
APA-OTS-Presseaussendung der "Kaninchen-Helpline", mit der ANIMAL
SPIRIT in Sachen Aufnahme und Vermittlung von armen Kaninchen des
öfteren zusammen arbeitet, gerne weiter, zumal wir uns mit dem
Inhalt voll identifizieren können.
Entsprechende Proteste können direkt bei ARTE-TV
unter
multimedia@arte.tv artikuliert werden.
APA-OTS, 2.4.2009: Kaninchen - Helpline,
Statement zu Sarah Wieners Vorankündigung der ARTE Doku "Sarah und
die Küchenkinder" vom
6. - 17.04.2009, 20.15 Uhr in 10 Teilen
Unter einer Kochsendung kann man sich allerhand
vorstellen: Köstliche Rezepte, wertvolle Küchentipps, eine Prise
Witz und vor allem gutes Essen. Daß dabei in der durchschnittlichen
österreichischen Küche Fleisch eine wichtige Rolle einnimmt, ist
ebenso selbstverständlich wie der Umstand, daß Fleisch nicht auf
Bäumen wächst. Freilich ist der Gedanke an knusprig frittierte
Schnitzerl wenig verträglich mit dem Bild eines Schweines das in
Todesangst regelrecht schreit. Gut, damit hat man sich ganz gut
arrangiert.
Aber was hat nun das Töten eines Kaninchens vor
laufender Kamera in einer Kochsendung zu suchen? Wieso zeigt man dem
Fernsehpublikum, wie sich "schnell", "einfach", "schmerzlos" (??)
ein wehrloses Tier schlachten läßt? Warum richtet man gerade vor dem
Hintergrund all der breit lachenden Schoko-Osterhasen und
Schmusehäschen in der Vorosterzeit die Kamera auf ein so
sanftmütiges Geschöpf wie ein Kaninchen und schneidet ihm die Kehle
durch? Was denkt man sich da dabei? Will man informieren? Anleiten
für die Hobbyköchin? Reicht es nicht, daß man auf einem Markt,
schlachtfrische Jungkaninchen kaufen kann?
Die kürzlich aus aktuellem Anlaß wieder einmal
aufgeflammte Diskussion, ob Gewaltszenen im TV oder Computerspiele
schädlichen Einfluß auf die Konsumenten (und hier in erster Linie
Kinder) nehmen können, ist bereits wieder weitgehend aus den Medien
verschwunden. Gewalt und grausame Szenen gehören scheinbar immer
mehr zu unserer virtuellen Welt. Eines bleibt aber festzustellen:
Die Bilder von Gewalt, Rohheit und Grausamkeit gegen Mensch und Tier
die uns tagtäglich in zunehmender Maße über die Bildschirme
erreichen, erreichen nicht nur unsere Augen, sondern auch unser
Unterbewußtsein. Vergegenwärtigen wir uns doch einmal wie viele Tote
und kleine und größere Brutalitäten alleine an einem Fernsehabend an
unseren Augen vorbeiflimmern!
Nimmt man all das eigentlich noch bewußt war? Und
wenn die Antwort "Nein" ist, ist es eigentlich hoch an der Zeit
nachzudenken! Das Fernsehprogramm ist längst mehr als "Unterhaltung"
- es spiegelt uns als Gesellschaft wider und trägt maßgeblich zu den
Bildern und Einstellungen bei, die wir in uns tragen. Es mag hier
vordergründig betrachtet "nur" um ein Schlachtkaninchen gehen,
dessen Schicksal es eben ist, für den Teller zu sterben - aber seine
Tötung im Rahmen einer Kochsendung (!) im Abendprogramm zu senden
ist definitiv das falsche Signal für gelebten Tierschutz und mit
Sicherheit kein Ausdruck für Menschlichkeit.
Viel wichtiger wäre es in den Medien aufzuzeigen,
wie Kaninchenhaltung aussehen soll, wie die sozialen Tiere leben und
wie man ihnen das Leben in unseren Haushalten so einrichtet, daß es
für sie lebenswert ist.
Rückfragehinweis: Kaninchen-Helpline Obfrau:
Birgit Schandl
Tel.: (+43) 0676-50 30 300,
www.kaninchen-helpline.at,
help@kaninchen-helpline.at
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