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Unser
letzter Newsletter über das Einsammeln von frisch gelegten
Eiern der Meeresschildkröten in Costa Rica hat offenbar zu
vielen Protestmails an die Wiener und Berliner Botschaft
geführt. Die Berliner Botschaft hat nun eine Klarstellung
versandt, die wir hier der Objektivität halber aus-zugsweise
(und grammatikalisch korrigiert) wiedergeben. Darin wird betont,
daß das Entfernen und der Verkauf der Eier vom "Institut für
Fischerei" (sic!) überwacht wird und angeblich zum Erhalt der
Art, aber auch zur wirtschaftlichen Existenz der Gemeinde
beiträgt. |
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Jede/r möge sich
aus dieser offiziellen Erklärung selbst einen Reim machen:
"... Die Bilder sind echt; sie wurden aber ohne
Kontext oder Erklärungen ins Internet gestellt. Diese Bilder zeigen
ein Projekt, das die costa-ricanische Regierung leitet. Diese
Initiative ist auf der Grundlage der Harmonisierung des
Umweltschutzes mit der lokalen ökonomischen Entwicklung aufgebaut
und ist die einzige im Lande, welcher der Gemeinde erlaubt,
Schildkröteneier von den Legeplätzen zu entfernen. Es ist
vorgekommen, daß vom Ausland Kritik an diesem Projekt geübt worden
ist, da Fotographien von der Einsammlung der Schildkröteneier
veröffentlicht wurden, ohne daß diesen Bildern eine Erklärung des
Projektes beigefügt wurde. Nichtdestrotz handelt es sich, im Falle
Ostional, um eine erlaubte und nötige Tätigkeit, die im Gesetz zur
Erhaltung des Wildlebens (Gesetz Nummer 7317) festgehalten wird.
Das Projekt Ostional erlaubt nur die
Entfernung jener Schildkröteneier, die in der ersten Legewelle
gelegt werden. Auf diese Weise können die nächsten Schildkröten, die
in weiteren, zahlreichen, Legewellen am Strand von Ostional
ankommen, ihre Legeplätze im Sand bauen, ohne die vorher gelegten
Nester und Eier zu zerstören. Es ist notwendig sich vor Augen zu
halten, daß in der Legezeit tausende von Schildkröten an den Strand
von Ostional kommen, und daß sie, sollte es keinen Platz mehr geben,
die bereits angelegten Neste einfach zerstören, um ihre eigenen Eier
legen zu können.
Der Vorgang des Entfernens und Verkaufs der
Schildkröteneier wird streng überwacht. Die Beamten des SINAC (Sistema
Nacional de Áreas de Conservación – „Nationale Abteilung für
Schutzgebiete“) müssen einen Beschluß erteilen, um die Entfernung
der Eier zu bewilligen und INCOPESCA (das costaricanische Institut
für Fischerei) beaufsichtigt den Verkauf. Nur die Mitglieder des
hierzu bevollmächtigten Vereins dürfen Schildkröteneier aufsammeln
und sind außerdem verpflichtet, die Strände während der Lege- und
Brutzeit zu überwachen. Wenn es dieses Projekt nicht gäbe, würde
dies zu einem Ungleichgewicht führen, das nicht nur die Schildkröten
in Gefahr bringen würde, sondern auch andere einheimische Tier- und
Pflanzen-Arten, und es würde für die Einwohner eine kreative und
vorteilhafte Möglichkeit, im Einklang mit der Natur die lokale
Wirtschaft zu unterstützen, verlorengehen.
Mit diesem link finden Sie eine Presseaussendung
des Umwelt-Ministeriums von Costa Rica über diese Angelegenheit:
http://www.minae.go.cr/somos_noticia/Comunicados%20de%20
Noviembre%202009/Boletin%20Ostional.html
..."
MfG, Botschaft von Costa Rica, Berlin
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