
17.
04. 2008 -
Tod des Bären JJ3 - Menschliche Feigheit und Vernichtungslust
Menschliche Feigheit und Bequemlichkeit wurden dem Bären
zum Verhängnis
Der Bär ist tot. Eine einzigartige Chance ist vertan: die Chance, mit
diesem grossartigen Wildtier, das einst zur einheimischen Fauna gehörte,
wieder leben zu lernen. Dem unschuldigen Einwanderer, der nie einen
Menschen bedroht hat, eine Heimat in unserem Alpenraum zu bieten.
Rücksicht auf seine Bedürfnisse und Besonderheiten zu nehmen im
Austausch für das Privileg, seine Wege verfolgen zu können, die
Geheimnisse seines Daseins und seiner Gesetze zu entdecken. Statt die
Risiken zu eliminieren, die den Bären zu unliebsamem Verhalten verlocken
konnten, fiel dem Amtsschimmel nichts Besseres ein als die altbewährte
feige Gewalt. Ein empörendes, schändliches Beispiel gerade auch für die
Jugend: Dass Risiken am besten durch Dreinschlagen, Probleme am besten
durch Vernichten und Töten aus der Welt geschafft werden.
JJ3 war ein Sohn der Bärin Jurka, die aus ihrer slovenischen Freiheit zu
Wiedereinführungszwecken nach Italien geholt wurde. Schon ihr Sohn JJ1
("Bruno") wurde letztes Jahr in Deutschland getötet. Ist es dies, was
man im westlichen Europa unter "Wiederbelebung" unserer Berggebiete
versteht ?
FONDATION FRANZ WEBER, Schweiz
Montreux, 15. April 2008
Animal Spirit - Zentrum für Tiere in Not
Am Hendlberg 112, A-3053 Laaben
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