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12.
06. 2006
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"Bruno" - Bayern planten Abschuß lange vorher/
Interessensgemeinschaft für Bruno gegründet
Bayern verfrühte laut Tiroler Landesrat heimlich Bruno-Abschußbefehl
Utl.: Schon drei Tage vor Ablauf der Fangaktion sollten die
finnischen Bärenjäger Bruno "aktiv erlegen"
Innsbruck (APA) - Einen angeblichen "Geheimplan" der Bayern zum
Abschuß des Braunbären JJ1 alias "Bruno" hat der Tiroler Landesrat
Anton Steixner (V) in der Sonntagsausgabe der Tiroler Tageszeitung
"Die Neue" verraten. Schon drei Tage vor dem Ablauf der Fangaktion
rund um den Bären sei der Fangbescheid heimlich geändert worden.
"Die finnischen Bärenjäger, die JJ1 nur zum Selbstschutz in einer
Gefahrensituation auch erschießen hätten dürfen, bekamen den
Auftrag, den Bären aktiv zu erlegen", sagte Steixner.
"Wir in Tirol haben bei dieser Aktion aber nicht mitgemacht", sagte
der Landesrat. In Tirol habe weiterhin nur die Notwehrklausel
gegolten. "Die Bayern haben von Beginn an einen großen Reisgang vor
dem Bären gehabt", fuhr Steixner fort. Sie hätten ihn gleich
erschießen lassen wollen. Auf Grund der Tiroler, die JJ1 14 Tage
lang eine Chance gaben, daß er gefangen werden könnte, hätten auch
die Bayern mitgezogen, hieß es.
Die Münchner Staatsanwaltschaft hat mittlerweile bekannt gegeben,
dass sie wegen des Bärenabschusses kein Ermittlungsverfahren gegen
Politiker oder Jäger einleiten wird. In ihrer Begründung bestätige
die Staatsanwaltschaft indirekt "den von Steixner aufgedeckten
Geheimplan". Sie nenne in ihren Ausführungen als Datum des
bayrischen Abschußbescheides den 23. Juni. Dies sei exakt drei Tage
vor dem offiziellen Ende der Fangaktion, hieß es in "Die Neue".
(Schluss) vt/er/sm
PRESSEMITTEILUNG
Interessengemeinschaft für Bruno, den Bären gegründet
Widerspruch gegen die Entscheidung der
Einstellung der Strafanzeigen bei der Staatsanwaltschaft München II
und der Generalstaatsanwaltschaft Bayerns
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Sehr geehrte Damen und Herren,
der Tierschutz-Notruf e. V., sowie weitere
Tier- und Artenschutzorganisationen und Einzelpersonen haben sich zu
einer "Interessengemeinschaft für BRUNO" zusammengefunden. Ziel ist
es, den Vorgang um den Abschuß des Bären BRUNO weiterhin zu verfolgen
und aufzuklären.
Gleichzeitig erheben alle Anzeigenden
ihren schriftlichen Widerspruch gegen die Einstellung der Strafanträge
und Strafanzeigen wider die Verantwortlichen. "Es ist unglaublich, mit
welcher Oberflächlichkeit der zuständige Oberstaatsanwalt die nahezu
500 Anzeigen "en bloque" einstellt, ohne daß ein einziger Anzeigender
überhaupt ein Aktenzeichen, geschweige denn die Einstellungsbegründung
erhalten hat", so Ursula Bauhoff, Vorsitzende des Tierschutz-Notrufes
e.V.
Nach Auffassung aller Beteiligten, besteht
aus öffentlichem Interesse seitens der Behörden eine
Informationspflicht und Aufklärungsbedarf. Um nicht in den Verdacht
der Vertuschung, der Verdunkelung oder des Amtsmißbrauches zu geraten,
hat die Staatsanwaltschaft München nach Meinung der anzeigenden Bürger
die Pflicht, u. a. aufzuklären, ob der Bär Bruno mit drei Schüssen
zutode geschossen wurde, und ob Zusammenhänge zwischen der Jägerschaft
in Miesbach und dem aus Miesbach stammendem Umweltminister Bayerns,
Herrn Schnappauf, bestehen.
Weiter gilt es aufzuklären, warum Herr
Schnappauf nicht die Angebote des italienischen Umweltministers, der
Bärenparkbetreiber und verschiedener Fachleute angenommen hat, die
beinhalteten, daß der Bär BRUNO betäubt und in den entsprechenden von
EU-Mitteln geförderten Park zurückverbracht werden sollte.
"Wir werden keine Ruhe geben und in der
Sache weitermachen", so Ursula Bauhoff. "Es geht nicht an, daß hier
seitens der Verantwortlichen so getan wird, als sei nichts gewesen,
auch wenn von dortaus vielleicht die Hoffnung besteht, daß mit einem
möglichen nachlassenden Medieninteresse das Bürgerinteresse schwinden
könnte".
"Herr Schnappauf", so Bauhoff, " hat sein
Amt verfehlt und wider sein Amt gehandelt". Die Interessengemeinschaft
verlangt seinen sofortigen Rücktritt vom Umweltministerium in Bayern.
Ansprechpartner:
Ursula Bauhoff
Tierschutz-Notruf e. V.
D-24119 Kronshagen
(+49) 0431-5458411
Animal Spirit - Zentrum für Tiere in Not
Am Hendlberg 112, A-3053 Laaben
Tel: +43 (0) 2774/29 330
Spendenkonto: PSK 75.694.953
Email:
office@animal-spirit.at
Web: www.animal-spirit.at
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