
05. 04. 2003 - "Animal Spirit" demonstriert am Stephansplatz
für Verbot der Käfighaltung von Hennen und Hasen
Ein Verbot der Käfighaltung von Legehennen und Kaninchen
sowie endlich ein fortschrittliches Bundestierschutzgesetz fordert heute
mehr denn je der Verein "Animal Spirit" mit seinem Obmann, Tierarzt
Dr. Franz-Joseph Plank, anläßlich des kommenden Osterfestes. Dr. Plank:
"Eine Voraussetzung für ein österreichweites Verbot der Käfighaltung
ist ein modernes Bundestierschutzgesetz, welches seit Jahren ausständig
ist. Es wurde 4 Tage vor der letzten Nationalratswahl sogar von der
ÖVP - nach jahrzehntelangem hartnäckigen Widerstand - versprochen."
Zusätzliche dringliche Anliegen in diesem Zusammenhang stellen die Einrichtung
einer unabhängigen Tieranwaltschaft mit dem Recht auf Verbandsklage,
ein effizientes Kontrollsystem sowie die Verankerung des Tierschutzes
in der Verfassung (am Beispiel des Nachbarlandes Deutschland) dar.
Zum Hintergrund: In Österreich werden insgesamt ca. 6
Mio. Legehennen gehalten, davon immer noch rund 3,5 Mio. in Käfighaltung.
Die gequälten Legehennen in den Käfigen haben weder Bewegung noch Sonnenlicht
noch Nester für die Eiablage oder Stroh zum Scharren. Die Hühner haben
lebenslänglich weniger als ein DIN A4 Blatt auf geneigtem, dünnen Drahtgitter
zur Verfügung. Nach der EU-Richtlinie zum Schutz von Legehennen mußte
die Käfigbodenfläche ab heuer pro Tier zwar von 450 qcm auf 550 qcm
erhöht werden (was in einigen Bundesländern noch nicht einmal umgesetzt
wurde) und erst ab 2012 müssen Käfige über eine "nutzbare Fläche" von
600 qcm verfügen und mit Sitzstange und Scharrmöglichkeit ausgestattet
sein. Aber in dieser "modifizierten" Form ist die Käfighaltung EU-weit,
also auch in Österreich, weiterhin möglich. Zu erwarten sind zudem hohe
Investitionen für derartige "ausgestaltete Käfige", die aber nur zu
minimalen Verbesserungen für die Hühner führen und mit artgerechter
Tierhaltung nicht das geringste zu tun haben.
Die Umsetzung der EU-Richtlinie fällt - wie der gesamte
Tierschutz - in den Bereich der Bundesländer. Wien, Vorarlberg, Tirol,
Salzburg und Kärnten haben zwar Verbotsfristen für konventionelle Käfiganlagen
gesetzt. Es gibt aber immer wieder Ausnahmebestimmungen wegen "wirtschaftlicher
Unzumutbarkeit" wie z.B. in Salzburg. In den Ländern mit der meisten
Massentierhaltung wie Steiermark, NÖ, Burgenland oder OÖ ist die Käfighaltung
weiterhin erlaubt.
90% der österreichischen Bevölkerung lehnen diese tierquälerische
Haltung von Hennen in Legebatterien ab. Der Tierschutzverein "Animal
Spirit" fordert daher:
a.. Verbot der Legebatterien in Österreich
b.. Verbot der Käfighaltung von Hasen und Kaninchen
c.. Ein einheitliches Bundestierschutzgesetzes, welches sich an den
fortschrittlichsten Landesgesetzen orientieren muß. Animal Spirit wird
daher am Samstag, dem 5.4.2003 ab 10.30 Uhr am Stock-im-Eisen-Platz
in Wien eine Kundgebung abhalten: In einem kleinen Auslauf lassen wir
glückliche Kaninchen auf Stroh herumhoppeln und sie dürfen auch gestreichelt
werden.
Rückfragehinweis: Dr. Franz-Joseph
Plank, Obmann Animal Spirit, 0676/7082434
Animal Spirit
Zentrum für Tiere in Not
Am Hendlberg 112
3053 Laaben
Tel: +43 (0) 2774/29 330
Fax: +43 (0) 2774/29 331
email: office@animal-spirit.at
Spendenkonto: PSK, BLZ 60.000, Kto. 75.694.953
A: PSK, BLZ 60000, Kto: 75.694.953
D: Volksbank Freilassing BLZ 71090000, Kto: 285943