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Ein Verbot der Käfighaltung von Legehennen und Kaninchen sowie endlich ein fortschrittliches Bundestierschutzgesetz fordert heute mehr denn je der Verein "Animal Spirit" mit seinem Obmann, Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank, anläßlich des kommenden Osterfestes. Dr. Plank: "Eine Voraussetzung für ein österreichweites Verbot der Käfighaltung ist ein modernes Bundestierschutzgesetz, welches seit Jahren ausständig ist. Es wurde 4 Tage vor der letzten Nationalratswahl sogar von der ÖVP - nach jahrzehntelangem hartnäckigen Widerstand - versprochen." Zusätzliche dringliche Anliegen in diesem Zusammenhang stellen die Einrichtung einer unabhängigen Tieranwaltschaft mit dem Recht auf Verbandsklage, ein effizientes Kontrollsystem sowie die Verankerung des Tierschutzes in der Verfassung (am Beispiel des Nachbarlandes Deutschland) dar.

Zum Hintergrund: In Österreich werden insgesamt ca. 6 Mio. Legehennen gehalten, davon immer noch rund 3,5 Mio. in Käfighaltung. Die gequälten Legehennen in den Käfigen haben weder Bewegung noch Sonnenlicht noch Nester für die Eiablage oder Stroh zum Scharren. Die Hühner haben lebenslänglich weniger als ein DIN A4 Blatt auf geneigtem, dünnen Drahtgitter zur Verfügung. Nach der EU-Richtlinie zum Schutz von Legehennen mußte die Käfigbodenfläche ab heuer pro Tier zwar von 450 qcm auf 550 qcm erhöht werden (was in einigen Bundesländern noch nicht einmal umgesetzt wurde) und erst ab 2012 müssen Käfige über eine "nutzbare Fläche" von 600 qcm verfügen und mit Sitzstange und Scharrmöglichkeit ausgestattet sein. Aber in dieser "modifizierten" Form ist die Käfighaltung EU-weit, also auch in Österreich, weiterhin möglich. Zu erwarten sind zudem hohe Investitionen für derartige "ausgestaltete Käfige", die aber nur zu minimalen Verbesserungen für die Hühner führen und mit artgerechter Tierhaltung nicht das geringste zu tun haben.

Die Umsetzung der EU-Richtlinie fällt - wie der gesamte Tierschutz - in den Bereich der Bundesländer. Wien, Vorarlberg, Tirol, Salzburg und Kärnten haben zwar Verbotsfristen für konventionelle Käfiganlagen gesetzt. Es gibt aber immer wieder Ausnahmebestimmungen wegen "wirtschaftlicher Unzumutbarkeit" wie z.B. in Salzburg. In den Ländern mit der meisten Massentierhaltung wie Steiermark, NÖ, Burgenland oder OÖ ist die Käfighaltung weiterhin erlaubt.

90% der österreichischen Bevölkerung lehnen diese tierquälerische Haltung von Hennen in Legebatterien ab. Der Tierschutzverein "Animal Spirit" fordert daher:

a.. Verbot der Legebatterien in Österreich
b.. Verbot der Käfighaltung von Hasen und Kaninchen
c.. Ein einheitliches Bundestierschutzgesetzes, welches sich an den fortschrittlichsten Landesgesetzen orientieren muß. Animal Spirit wird daher am Samstag, dem 5.4.2003 ab 10.30 Uhr am Stock-im-Eisen-Platz in Wien eine Kundgebung abhalten: In einem kleinen Auslauf lassen wir glückliche Kaninchen auf Stroh herumhoppeln und sie dürfen auch gestreichelt werden.

Rückfragehinweis: Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann Animal Spirit, 0676/7082434

Animal Spirit
Zentrum für Tiere in Not
Am Hendlberg 112
3053 Laaben
Tel: +43 (0) 2774/29 330
Fax: +43 (0) 2774/29 331
email: office@animal-spirit.at
Spendenkonto: PSK, BLZ 60.000, Kto. 75.694.953
A: PSK, BLZ 60000, Kto: 75.694.953
D: Volksbank Freilassing BLZ 71090000, Kto: 285943

 

 

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