
"Animal Spirit" und "animal peace" demonstrieren gegen
Pferdetransporte
Am Dienstag, den 29.10.02 haben die beiden Tierrechtsorganisationen
"Animal Spirit" aus Laaben (NÖ) und "animal peace" aus Deutschland mit
einer spektakulären Aktion gegen die alljährliche Versteigerung von
Fohlen in Maishofen (Sbg.) demonstriert.
Hintergrund der Aktion war, daß jedes Jahr auf mehreren
Auktionen in Salzburg, Kärnten, Tirol und der Steiermark etliche hundert
Haflinger- und Noriker-Fohlen sowie auch etliche erwachsene Tiere an
Pferdehändler, vorwiegend aus Italien, versteigert bzw. verkauft werden.
Vor kurzem waren diese Fohlen noch die Lieblinge und Streicheltiere
von zahlreichen ahnungslosen Touristen, jetzt im Herbst sind sie nur
noch "Ausschußware". Hunderte von Fohlen werden bei diesen Auktionen
erstmals brutal von ihren Müttern getrennt, mit Hilfe von Schlägen auf
die Transporter getrieben und die meisten dann über viele Stunden in
Richtung Italien transportiert.
Den Sommer über wurden sie als Touristenattraktion gehalten
und sogar extra dafür gezüchtet, wohl wissend, daß sie im Herbst nur
noch "Überschußware" sein würden. Zuchtverbände empfehlen nämlich nach
wie vor, niemals eine Stute "leer stehen" zu lassen. Nach Saisonende
werden die erst wenige Monate alten Tiere dann auf den Versteigerungen
an die Händler verhökert, stundenlang transportiert, noch einige Monate
in qualvoller Enge "aufgemästet" und in weiterer Folge geschlachtet;
denn v.a. für die in Massen "produzierten" Hengstfohlen besteht hierzulande
kein Bedarf. In Italien jedoch gilt Pferdefleisch, v.a. das junger Tiere,
noch immer als "Delikatesse". Laut Insiderberichten landen so gut 70%
der heimischen Haflinger- bzw. Norikerfohlen in italienischen Salamis
oder auf Tellern von sog. Feinschmeckern.
Aus diesem Grund haben "Animal Spirit" und "animal peace"
am 29.10.02 vor dem Sammelgelände der Pferde bzw. vor dem Auktionsgelände
in Maishofen (Salzburg) symbolisch "den Spieß umgedreht": in mehreren
kleinen Theaterstücken haben als Pferde verkleidete Aktivisten drei
zusammengekettete Menschen angetrieben und mit Stöcken geschlagen. So,
wie dies üblicherweise mit den Fohlen geschieht und wir leider auch
wieder bei dieser Auktion und den darauffolgenden Verladungen beobachten
mußten.
Daher auch unsere Botschaft am Transparent: "Stopp der
Fohlenzucht für Salami!"
Digital-Videomaterial über den brutalen Umgang der Händler
mit den Pferden kann bereits kostenlos bestellt werden unter Tel./Fax
(+49) 089-501413.
Bilder, copyright Animal Spirit, (bitte anklicken):