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Die Dauer-Aktionen der Tierschützer (ANIMAL SPIRIT, RespekTiere
und Tier-WeGe) zeigten unerwartet schnellen Erfolg: REWE (Billa,
Merkur und Penny) hat soeben per APA-OTS-Aussendung bekannt gegeben,
daß sie das Fleisch der Entenfellner-Betriebe ab sofort nicht mehr
in ihren Regalen verkaufen wird. Grund dafür waren die
offen-sichtlichen Tierquälereien in der Schweinefabrik des Tierarztes
Ferdinand Entenfellner (Bruder der "Krone-Tierschutz-Lady" Maggie
E., die bisher zu dem Skandal eisern schwieg), die bereits auf
mehreren Seiten einsehbar sind: |
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http://de.youtube.com/watch?v=8XN_zXu34nM
www.oe24.at/zeitung/oesterreich/chronik/niederoesterreich/article298355.ece
www.p3tv.at oder
www.animal-spirit.at
Hier Original-Zitate aus der REWE-Presseaussendung von
heute 12:23 Uhr:
"Im Betrieb des Landwirten Entenfellner gab es Missstände,
die mit den Grundsätzen der REWE Group Austria nicht vereinbar sind.
Daher bezieht REWE Group Austria ab sofort kein Fleisch von diesem
Betrieb mehr.
Nachdem an REWE Group Austria Hinweise über Missstände beim
Schweinefleisch-Lieferanten Entenfellner herangetragen wurden,
leitete das Unternehmen unverzüglich Untersuchungen ein und nahm mit
den zuständigen Behörden sowie dem Betrieb Kontakt auf. ... Zwar
wurde laut einer Niederschrift der Bezirkshauptmannschaft St. Pölten
nach der Begehung des Amtstierarztes am 24. April vom Betrieb
Entenfellner zugesagt, dass die Überbelegung der Ställe behoben
wird. "Jedoch sind wir nach gründlicher Untersuchung zu dem Schluss
gekommen, dass es im Betrieb Entenfellner Missstände im Bereich des
Tierschutzes gab, die mit der Philosophie von REWE Group Austria
nicht vereinbar sind. Daher übernehmen wir ab sofort kein Fleisch
mehr von diesem Betrieb, auch wenn jetzt ein gesetzesmäßiger Zustand
hergestellt sein mag. Denn die Einhaltung der tierschutzrechtlichen
Bestimmungen ist bei REWE Group Austria Mindest-voraussetzung für
eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Lieferanten", so Mag.
Corinna Tinkler, Pressesprecherin und Leiterin
Unternehmenskommunikation REWE Group Austria.
Durch ein System der Transparenz ist das bei REWE Group Austria für
alle nachvollziehbar: Auf allen Packungen Schweine- und
Rindfrischfleisch ist Name, Adresse und Bauernbetriebsnummer der
liefernden österreichischen Landwirte aufgedruckt. Die
Rückverfolgbarkeit bis zum Landwirten, die die gesetzlichen
Bestimmungen einzuhalten haben, ist damit für alle Konsumenten,
Behörden und Kontrollorgane gegeben. Dadurch ist auch
sichergestellt, dass nachweislich kein Frischfleisch dieses Betriebs
mehr in den Filialen der REWE Group Austria Handelsfirmen vermarktet
wird."
Kurz vor Bekanntwerden dieser Entscheidung der REWE Group Austria
hat ANIMAL SPIRIT eine Aussendung mit folgendem Aufruf gemacht:
Am Samstag findet ein erster Aktionstag gegen den Rewe-Konzern in
Österreich statt.
Ziel ist die
Auslistung des Tierarztes Entenfellner als Rewe-Lieferant - Rewe
bietet Herrn Entenfellner eine Plattform, um seine
Tierqualprodukte unter dem Gütesiegel ‚Bauernhof-Garantie' zu
verkaufen - ein Skandal! Jüngsten Informationen zufolge war der
Herr Mag. Stumpf, seines Zeichen zuständig für die
Qualitätskontrolle bei Rewe, ein Studienkollege und Langzeitfreund
Entenfellners - ist das mit ein Grund, warum Rewe nicht an eine
Auslistung Entenfellners denkt? Schafft es dieser erneut, sich
hinter seinen guten Beziehungen zu verstecken?
Hier ist unser Antwortschreiben an Dr. Ulrike Vorberg, ebenfalls
für die Qualitätssicherung bei Rewe zuständig; Frau Vorberg hatte
Folgendes verlautet:
Sehr
geehrter Herr Putzgruber!
Der Betrieb ist gemäß der uns gegebenen Erklärungen gesetzmäßig.
Nach unseren Wissenstand hat auch die behördliche Prüfung keine
Beanstandungen ergeben. Allein aufgrund unserer Verantwortung als
Handelsbetrieb können wir ohne objektiv vorliegende unabhängige
Fakten keinen Betrieb grundlos sperren. Sollte sich entgegen den
derzeitigen Wissenstand eine Verletzung von Tierschutzbestimmungen
herausstellen, würden wir aufgrund dessen, die Fortsetzung der
Vermarktung neuerlich überprüfen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Ulrike Vorberg
Sehr geehrte Frau Dr.!
Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, aber Ihre Ausführungen sind
für uns nicht nachvollziehbar!
Lassen Sie mich bitte erklären:
Genügen Ihnen tatsächlich derartige Bekundungen, um diese als
beweiskräftig anzusehen? Stellen Sie die Beweismittel der
TierschützerInnen in Frage, die selbstlos Ihre Gesundheit riskiert
haben, um an solche Bilder zu kommen? Was ja eigentlich die
Aufgabe Ihrer Qualitätssicherung sein müsste?
'Nach unserem Wissenstand' - diese Formulierung können wir beim
besten Willen nicht gelten lassen; Herr Mag. Stumpf schrieb uns,
Ihr Konzern verfügt über 5 MitarbeiterInnen, welche wöchentlich
unangemeldete Kontrollen machen; waren diese jemals bei Herrn
Entenfellner? Warum haben sich diese Personen, im Zuge ihrer
Aufgabe, nicht sofort nach bekannt werden des Skandals an Herrn
Entenfellner gewandt, unangemeldet? Warum geben Sie sich mit der
Aussage eines Amtstierarztes, welcher den Arbeitern Herrn
Entenfellners durch sein spätes Erscheinen am Tage der
Hofbesetzung durch TierschützerInnen drei volle Stunden Zeit
gegeben hatte Mißstände zu beseitigen, zufrieden? Weil dieser viel
glaubwürdiger ist als wir TierschützerInnen? Bitte seien Sie sich
bewußt: zweifelsohne kommen mehr TierschützerInnen zu Ihnen
einkaufen als Amtstierärzte - glauben Sie, durch Ihre
Vorgehensweise geben Sie diesen KundInnen das Gefühl, ihre
Anliegen werden nicht ernst genommen!
Ist Ihnen die Glaubwürdigkeit Ihrer 'Bauernhof-Garantie' so wenige
Mühen wert?
Schon einmal, vor einigen Jahren, konnten die Tierschutzvereine
einen Landwirten ausfindig machen, Adolf Beckerle, welcher unter
schlimmsten Umständen tausende Schweine in Tierfabriken sperrte,
wohlgemerkt im Schutze Ihres Gütesiegels; damals haben Sie den
Betrieb Gott sei Dank sofort gesperrt, sind mit einem blauem Auge
davon gekommen - riskieren Sie nun für den Herrn Entenfellner
einen Imageschaden, welcher Sie vielleicht auf Jahre hinaus
begleiten wird?
'Grundlos sperren'? Sehen Sie in den Bildern auf unsrer Homepage
und im Film auf youtube keinen Grund für eine Sperre, nicht einmal
für eine vorübergehende?
Frau Dr. Vorberg, es liegt nicht in unserem Interesse, Rewe in
Schwierigkeiten zu verwickeln - es liegt aber sehr wohl in unserem
Interesse, den Schweinen auf Herrn Entenfellners Hof zu helfen,
alles andere wäre ein purer Verrat an unseren Aufgaben - und
deshalb werden wir diese Hilfe bestmöglich leisten, und sollte es
das Informieren sämtlicher Medien beinhalten; wir werden uns
gezwungen sehen, Dauerdemos vor Ihren Geschäften abzuhalten und
einen Aufruf an alle Tierschutzvereine des Landes weiterzugeben,
alle deren MitgliederInnen zu informieren, Billa-und
Merkur-Filialen so lange zu meiden, bis diese Angelegenheit (auch
in ihrem Interesse, denn eine Auslistung des Herrn Entenfellner
könnte das Bauernhof-Garantie-Siegel wieder glaubwürdiger machen
und demnach stärken) ausgestanden ist!
mit freundlichen Grüßen
Thomas Putzgruber, RespekTiere
Lasst uns dies Ankündigung untermauern! Bitte beteiligt Euch
möglichst zahlreich, druckt die angehängten Flugblätter aus oder
kreiert selber welche, auch ein kleines Plakat zum Ausdrucken wäre
im Anhang! Sucht Euch eine Rewe-Filiale Eurer Wahl (in erster
Linie Billa, aber auch Penny oder Merkur) und verteilt dort
Flugblätter, entrollt ein Transparent oder konfrontiert den
Filialleiter.
Die Aktion, so lange Ihr nicht mehr als 2 Leute seid und Euch auf
öffentlichem Grund befindet, ist völlig legal, Ihr dürft nur keine
Verkehrswege behindern; Ihr solltet nicht auf Rewe-Parkplätzen
(dann hat der Konzern natürlich das Hausrecht und kann zum
Verlassen auffordern) vordringen; werdet Ihr dort allerdings von
Rewe-Personal angehalten zu gehen, so leistet dem bitte Folge,
damit es keine Schwierigkeiten gibt; niemals wem auch immer die
Personalien weiter geben. Sollte aus irgend einem Grunde die
Polizei erscheinen, so erklärt den Beamten bitte höflich, dass die
Polizei nicht zuständig ist, weil keine strafbare Handlung
vorliegt und es sich um Privatgrund handelt (solltet Ihr auf
Rewe-Grund sein - auf öffentlichen Grund gibt es sowieso keine
rechtliche Einschränkung). Nur Rewe selbst hätte in diesem Falle,
immer unter der Voraussetzung, Ihr befindet Euch aus irgend einem
Grunde auf deren Besitz, die theoretische Möglichkeit nach
Personalien zu fragen; werden diese aber nicht preisgegeben,
besitzt der Konzern keinerlei Möglichkeit, diese zu erhalten. Er
kann dann höchstens eine ‚Anzeige gegen Unbekannt' machen.
Macht ein Foto von Eurer Aktion, am besten mit dem Geschäft im
Hintergrund, und sendet es an uns - wir werden dann die
gesammelten Werke an Rewe weiter leiten!
Schreibt auf Eurer Homepage über die Aktion, unterrichtet
FreundInnen und Bekannte, verbreitet die Nachricht - gemeinsam
werden wir das Ziel erreichen - die Schweine haben keine Stimme,
werden wir zu dieser!! Billa Bauernhofgarantie? Ja, natürlich...
Wir danken der REWE-Geschäftsführung für diese schnelle und
konsequente Entscheidung und werden daher die für morgen angesagten
Kundgebungen vor verschiedenen Billa- und Merkur-Filialen absagen.
Nun bleibt zu hoffen, daß auch die zuständigen Behörden
(Amtstierarzt, BH, Volksanwaltschaft) sowie die Tierärztekammer
gleichermaßen konsequent reagieren und diesem amtsbekannten,
jahrelangen Tierquäler ein für alle Mal das Handwerk legen!
Dr. Franz-Joseph Plank, ANIMAL SPIRIT
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