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03. 10. 2004 - Gänserndorf: Am 3. 10. 04 um 18 Uhr Pressekonferenz im Marchfelderhof, Deutsch-Wagram

Die schweizerische Tier- und Naturschutzorganisation Fondation Franz Weber bietet Lösung für die Affen des Safariparks Gänserndorf !

Im Konkursverfahren gegen den österreichischen Safaripark Gänserndorf bietet sich für die exotischen Wildtiere, die nicht in einer geplanten Wildtierauffangstation verbleiben können, v.a. aber für die gesunden Schimpansen, möglicherweise die bisher am besten geeignete Lösung in ihrer Heimat Afrika an.

Um die westafrikanischen Schimpansen, aber ggf. auch die afrikanischen Löwen, Elen-Antilopen und andere Affen zu retten, hat sich die schweizerische Stiftung Franz Weber vor wenigen Tagen dazu bereit erklärt, diese Tiere in dem von ihr verwalteten, bedeutendsten westafrikanischen Wildreservat, dem Nationalpark von Fazao-Malfakassa in Togo, aufzunehmen. "Für viele von ihnen, namentlich für einen Großteil der 45 Schimpansen, bedeutet dies die Aussicht auf eine spätere Freilassung und Wiederansiedlung in einem artgerechten Lebensraum", teilte Stiftungspräsident Franz Weber aus Togo mit, wo er sich bis gestern aufhielt.

Für die Kosten der Überführung der betreffenden Tiere nach Togo würde ebenfalls die Stiftung aufkommen. Sobald die Vorgespräche abgeschlossen und die nötigen Formalitäten eingeleitet sind, könnte - gemeinsam mit internationalen Experten - der Bau der notwendigen Freigehege in Angriff genommen werden. Für die in Westafrika heimischen Tiere, insbesonders der aus dieser Region ursprünglich stammenden Schimpansen, ist - nach entsprechend langer Resozialisierung - eine Wieder-Auswilderung geplant. Im Nationalpark existiert bereits eine Infrastruktur mit Kranken- und Waisenstation und 60-köpfiger Wildhüter-Brigade, die die in Afrika
verbreiteten Wildereien weitgehend verhindert.

Für die restlichen Gänserndorf-Schimpansen, die in den jahrelangen Tierversuchen mit gefährlichen Viren infiziert wurden und daher nicht zurück in ihre Heimat dürften, blieben durch diese Lösung wesentlich mehr der vom Pharmakonzern Baxter zugesagten Geldmittel übrig, wodurch ihre Pension bis zu ihrem natürlichen Ableben im noch fertigzustellenden Affenhaus des Safariparks Gänserndorf gesichert sein sollte.

Mit der Organisation und Abwicklung dieser Aktion in Österreich wurde die Tierschutzorganisation ANIMAL SPIRIT betraut. Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank: "Für viele Tiere, insbesonders die verbliebenen Schimpansen, aber auch für andere Affen wie z.B. die Paviane, bedeutet dies wahrscheinlich die letzte Chance, ihr restliches Leben - nach jahrzehntelanger Käfighaft in Tierversuchslabors - in artgerechter Umgebung und in ihrem ursprünglichen Lebensraum zu verbringen. Nach fast einem Jahr fruchtloser Verhandlungen zwischen Konkursverwalter, Politik, privater Investoren und Zoo-Organisationen scheint nun die endgültige Rettung dieser - vor kurzem noch von der Tötung bedrohten - Tiere in greifbare Nähe gerückt."

FONDATION FRANZ WEBER, CH-1820 Montreux, C.C.P. 18 - 6117 - 3 Vevey

Rückfragehinweis: Dr. Franz-Joseph Plank, Geschäftsführer ANIMAL SPIRIT

 

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Am Hendlberg 112
3053 Laaben
Tel: +43 (0) 2774/29 330 Email: office@animal-spirit.at
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