
28. 07 2004 - Hilfe
für spanische Jagdhunde (Richtigstellung/Ergänzung zur
gestrigen Aussendung)
Hallo aus Spanien
besten Dank für Ihre Email aber leider haben Sie hier sehr alte Infos erhalten
bzw verbreitet. Das miserable Leben der spanischen Windhunde (bzw
aller Jagdhunde) ist es, was wir hier bekämpfen müssen. Wir verlangen
als Tierschutzorganisationen ein Zuchtverbot für Private, eine rigorose
Chippflicht, verbunden mit der ID Karte des Hundebesitzers, um fiktive
Registrierungen zu verhindern, wir verlangen die Kontrolle über den
Verbleib (inkl. Verkauf und Euthanasie) der jeweiligen Tiere, sowie natürlich
und dringenstens adäquate Unterkünfte, genug Futter und Wasser sowie
die erfoderlichen Imfpungen. Das Aufhängen ist nicht das Haupt-Problem
in Spanien sondern die entsetzliche Haltung der armen Jagdhunde.
Anbei einige (ergänzende) Fakten:
* In Nordspanien werden praktisch kaum
noch Jagd- und schon gar keine Rennhunde aufgehängt. Die meisten
Renngreys werden über diverse Tierschutzorganisationen zur Adoption
gegeben. Katalanien (Barcelona) hat sogar das beste Tierschutzgesetz
Spaniens. Auf der letzten Windhund-Rennbahn laufen ausschliesslich aus
Irland importierte Greys und keine Galgos. Siehe auch http://www.noodles.virtualempire.com/canodromo/index.htm
und deren Webpage www.canodromo.es
* Was die WSPA publiziert, ist bezogen auf
einen Fall vor 2 Jahren in CHUECA (Zentralspanien), ein Massengrab
welches Mitstreiter von mir gefunden und dann WSPA informiert haben. Die
Story ist aber 2 1/2 Jahre alt und solche Exekutionen durch Erhängen
sind sehr viel weniger geworden in Spanien. Siehe www.galgos.at.tf
Ich finde es so oder so persönlich sehr zweifelhaft, dass WSPA
grossartige Spendenkampagnen für die Galgos macht, denn ich kenne
absolut kein Tierheim in Spanien, was jemals auch nur einen Penny von
WSPA erhalten hat.
* Ein weiteres Massengrab war vor 10 Tagen
gefunden worden, aber wie gesagt, 2 Jahre später und sie werden
wesentlich seltener! Siehe http://www.noodles.virtualempire.com/all-galgo/restos.htm
(sie wurden wahrscheinlich erschossen). Dafür aber werden tausende
Galgos und Podencos jährlich ausgesetzt oder in den Tötungsstationen
und Tierheimen abgegeben. Natürlich hat kein Hund jemals eine Impfung
gehabt oder auch nur einen Tierarzt gesehen.
* SCOOBY ist auch nicht der einzige
Hoffnungsschimmer für die Galgos, GOTTSEIDANK! SOSGALGOS, GALGOS-IN-NOT,
PRO-GALGO, PODENCO-IN-NOT, GIN UK, und fast jedes Tierheim in Südspanien
hat mindestens 10 aber auch bis zu 150 Galgos (LAS NIEVES bei Madrid)
oder Podencos und es ist einfach nicht fair all die harte Arbeit dieser
Menschen zu ignorieren.
Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie die
neuesten Infos ebenfalls weiterleiten würden und grüsse Sie mit einem
freundlichen Wuff aus Vic bei Barcelona
Mo Swatek
Animal Spirit - Zentrum für Tiere in Not
Am Hendlberg 112, A-3053 Laaben
Tel: +43 (0) 2774/29 330
Email: office@animal-spirit.at
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