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Der Tierschutzverein "Animal Spirit", der gestern ebenfalls vor Ort in Pommersdorf (NÖ) war, als die letzten 30 dieser armseligen Hunde abgeholt wurden, kann die unten stehende Aussagen mit der Kritik am NÖ Landesveterinärdirektor Franz Karner nur vollinhaltlich bestätigen und auch mit Fotos und Videomaterial belegen. Auch die Kritik der Nachbarin und Augenzeugin, Frau Neubauer, an den Behörden und v.a. am zuständigen Amtstierarzt Dr. Franz Appel in der Sendung "Willkommen Österreich", wonach diese Zustände bereits vor VIER JAHREN erstmals angezeigt wurden und seither so gut wie nichts geschehen ist, können wir bestens nachvollziehen.

Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank von "Animal Spirit": "Derartig katastrophale Zustände und ein solcher Fall von eklatanter und augenscheinlicher Tierquälerei ist mir in den 15 Jahren meiner aktiven Tierschutztätigkeit bisher nur bei extremsten Formen der Massentierhaltung untergekommen, wo ja bekanntlich die Behörden ebenfalls am liebsten wegschauen, wenn es darum ginge, endlich einmal durchzugreifen und zumindest die schlimmsten Formen der Tiermißhandlung abzustellen".

Animal Spirit
Zentrum für Tiere in Not
Am Hendlberg 112
3053 Laaben
Tel: +43 (0) 2774/29 330
Fax: +43 (0) 2774/29 331
email: office@animal-spirit.at
Spendenkonto: PSK, BLZ 60.000, Kto. 75.694.953

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Klosterneuburg (OTS) - Bezugnehmend auf das Interview, das im ORF am 27.02.2003 gegeben hat, nimmt der Klosterneuburger Tierschutzverein dazu Stellung: Zitat Karner: "Tierquälerei ist es erst geworden, als in den letzten Tagen die Dame scheinbar nicht mehr in der Lage war, ihre Hunde ausreichend zu füttern, weil sie eben in ihrer Krankheit so weit fortgeschritten war."

Wir stellen fest: Im NÖ Tierschutzgesetz 1985 §2Tierquälerei (2)Besonders darf niemand 2.2 ein Tier so halten (unterbringen, füttern oder pflegen),dass ihm dadurch Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt werden,......

Wie jeder auf den Bildern der Medien sehen konnte, waren die Tiere mit bis zu 20 cm langen, steinharten Haarkotklumpen am ganzen Körper behangen, die sich laut Tierarztaussage nicht in wenigen Tagen, Wochen oder Monaten bilden konnten, sondern im Laufe von 1-2 Jahren. Diese Kotklumpen ermöglichten weder ein schmerzfreies Gehen - die Tiere zogen sich teilweise über den Boden - noch einen schmerzfreien Kot- und Urinabsatz. Die Tiere waren in ihrer Bewegungsfreiheit so stark eingeschränkt, dass sie einem ihrer Grundbedürfnisse - das Putzen ihrer Geschlechtsorgane bzw. ihres Felles - nicht nachkommen konnten.

Nach Ansicht des Klosterneuburger Tierschutzvereines hat man hier gegen das NÖ Tierschutzgesetz verstoßen und den Tieren sehr wohl bei der Unterbringung und Pflege Schmerzen, Leiden und Folgeschäden zugefügt, und dies nicht erst in den letzten Tagen. Warum konnte hier keine Behörde handeln???

Von den 7 Hunden, die der Klosterneuburger Tierschutzverein übernommen hat, waren 6 stark unterernährt und dehydriert, einem Hund waren beide Augen ausgeronnen, einer Hündin ein Auge und einer Hündin ist unter den Kotklumpen ein Ohr "erstickt", weil es nicht durchblutet wurde. Also rundherum glückliche Tiere!?! Noch ein Detail am Rande: Von 4 Hunden(3 Zwerpudel mit je 3,5kg und einem Pudel-Schnauzermix zu 11,5kg = insgesamt 22,0 kg Körpergewicht) wurde die Menge von 19,2 kg Kotklumpen entfernt, wobei die schwere Hündin den geringsten Anteil an Klumpen am Körper hatte!!!!!

Der Klosterneuburger Tierschutzverein hat heute Anzeige erstattet.

Rückfragehinweis:
Tierschutzverein Klosterneuburg
Obfrau: Johanna Winter
Tel.: 0676 322 10 64
e-mail: johannawinter@gmx.at

 

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