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Bei
der heutigen Übergabe der Petition gegen die Robbenjagd mit ca. 1500
Unterschriften an den kana-dischen Botschafter in Wien durch Dr.
Franz-Joseph Plank und zwei weitere ANIMAL-SPIRIT-Aktivistinnen kam
es zu einem knapp einstündigen Ge-spräch mit dem Botschafter Dr. John Barret. Er hörte sich geduldig unsere bekannten Tierschutz-Argumente
gegen die brutalen Jagdmethoden an und versuchte danach, uns den
Standpunkt der kanadischen Regie-rung näher zu bringen. Auch wenn es
letztlich zu keiner Meinungsgleichheit kommen konnte, so war doch
zu-mindest der gute Wille zu verspüren, den jeweiligen Argumenten des
anderen zuzuhören und sie zu ver-stehen. |
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Die größte Hoffnung für die Robben: Weltweit
drastisch sinkende Verkaufszahlen von Robbenprodukten
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Seit
vielen Jahren ist in den USA und einigen anderen westlichen Ländern
der Verkauf von Robbenprodukten verboten, seit heuer auch in der
gesamten EU (in Österreich erst seit 29. März 2010). Hauptsächlich
das hat zu einem drastischen Rückgang der tatsächlichen Tötungsraten
ge-führt, weil die Felle nun praktisch "nur noch" in Rußland und
China an den Mann zu bringen sind. Die anderen Robbenprodukte, wie
Öl und Fleisch, können de facto nur noch in Kanada selbst verkauft
werden. So sollen statt früher 500 heuer nur noch kanpp 50
Robbenfang-Schiffe ausge-laufen sein. |
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Übrigens: Die weißen Baby-Robben, wie auf
nebenstehendem Bild, dürfen laut Aussage des Botschafters schon seit
1987 offiziell nicht mehr gejagt werden, "erst nach dem Abstillen
von der Mutter."
Kommentar von Dr. Plank gegenüber Botschafter Barret:
"Die Verbündeten der Robben sind somit weniger die Verantwortlichen
in der Regierung, sondern die zunehmend fehlenden
Verkaufsmöglichkeiten für Robbenprodukte."
Kanadische Regierung läßt Umdenken vermissen
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Trotz dieser Fakten und
der wirtschaftlichen Lage scheint die konservative kanadische
Regierung noch nicht umzudenken, so auch die Einschätzung des
Botschafters. So sitzt ihnen wohl "das Hemd" - also die ärmere
Bevölkerung an der Ostküste - näher als "der Rock" - die Meinung
der internationalen Staatengemein-schaft und Kanadas daraus
resul-tierende schlechte Reputation. So ist dzt. auch nicht
geplant, die Fang-quoten längerfristig zu reduzieren, sondern
diese werden weiterhin gemäß der jährlich ermittelten
Robbenpopulation festgelegt. |
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Daran ändert
offenbar auch die zunehmende Klimaerwärmung nichts, welche die bis
vor kurzem durchgehende Eisdecke schwinden läßt - und damit die
Möglichkeiten für die Seehunde, geeignete Gebärplätze zu finden ...
Dennoch bleibt die Hoffnung, daß der inernationale
Druck, die Aktionen vieler westlicher Tierschutz-Organisationen und
eben das drastische Absinken der Verkaufsmöglichkeiten für
Robbenprodukte längerfristig dazu führen werden, daß zumindest
dieses traurige Kapitel der weltweit stattfindenden Tiermorde einmal
Geschichte sein wird.
Dr. Franz-Joseph Plank, ANIMAL SPIRIT |