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Folgendes Schreiben erreichte ANIMAL SPIRIT vor
kurzem: "Der Grund warum ich mich an Sie wende, ist schlicht und
einfach schockierend. Der Enkelsohn meiner Freundin besucht
zurzeit die 1. Klasse der „Land- und Forstwirtschaftlichen
Fachschule“ in Hatzendorf/Stmk. Der Grund warum er diese besucht,
ist eigentlich, weil er ein sehr natur-verbundener junger Bursche
ist und mit seinen Eltern erst kürzlich ein altes Bauernhaus
bezogen hat. Er möchte gerne einmal in der Forstwirtschaft
arbeiten und auch der Ackerbau interessiert den jungen
15-jährigen. Er ist seit Jahren Vegetarier und würde sich auch für
einen zeitgemäßen biologischen Ackerbau interessieren. |

Ackerbau und Forstwirtschaft allein ist nicht
möglich |
Damit er sich nun diese Kenntnisse aneignen kann,
hat er sich entschlossen, eine Land- und Forstwirtschaftliche
Fachschule zu besuchen. In Hatzendorf war für den etwas spät
entschlossenen Burschen noch ein Platz frei.
Pflichtgegenstand "Nutztierhaltung" ...
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Die Unterrichtsgegenstände würden auch alle den
Erwartungen des Jugendlichen entsprechen, wäre da nicht auch der
Gegenstand „Nutztierhaltung“. Ohne dieses Fach kann man aber nicht
diese Schule besuchen, das ist so quasi ein MUSS
wenn man diese Schule oder auch eine andere „Land- und
Forstwirtschaftliche Fachschule“ besuchen will. Da sich der
Enkelsohn meiner Freundin und auch die Eltern des Jugendlichen
anscheinend nicht so wirklich im Klaren waren, was da genau im
Gegenstand „Nutztier-haltung“ unterrichtet wird, begann der
15-jährige mit der Schulaus-bildung und auch weil es für eine
Ausbildung in der Forstwirtschaft keine Alternative gibt. |

Betäubungsloses Kastrieren noch immer erlaubt! |
Doch schon sehr bald stellte sich heraus, daß es
bei der „Nutztierhaltung“ nicht nur um deren Haltung (Fütterung,
Stallhaltung, Ausmisten usw.) ging, sondern auch darum, die Tiere
„zu schlachten“ und mit „grausamen Haltungsmethoden“ zu quälen:
Erst unlängst MUSSTEN die Schüler der 1. Klasse die erst
ein paar Tage alten Ferkel halten, während sie von Schülern der 3.
Klasse OHNE BETÄUBUNG kastriert und ihnen das Schwänzchen
abgebrannt wurde. Die kleinen Ferkel schrieen natürlich
vor Schmerzen ...
Für den tierliebenden Schüler war das eine
furchtbare und traumatisierende Erfahrung, die ihm tagelang noch
seelische Qualen bereitete. Auf die Bitte hin, von dem Gegenstand
„Nutztierhaltung“ befreit zu werden und nur die anderen
Gegenstände zu besuchen, wurde ihm gesagt, daß das nicht möglich
sei und daß das eben auch zu einer „landwirtschaftlichen
Ausbildung“ dazu gehöre. Ich muß sagen, ich bin zu tiefst erschüttert. Da
versucht man schon den kleinen Kindern, auch in den Volksschulen
Tierschutz und Tierliebe beizubringen (Anm.: siehe unser seit
Jahren erfolgreich betriebenes Projekt
"Tierschutz
im Unterricht"), um sie dann als Jugendliche in einer „Land-
und Forstwirtschaftlichen Fachschule“ mit derartigen grausamen Tierquälerein zu traumatisieren.
Schulleitung zwingt Kinder zu Tierquälereien ...
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Aber am Ärgsten empfinde ich das „MUSS“, das es
dabei gibt. Denn wer dabei nicht mitmachen will oder kann, sei laut
Direktor für die Land- und Forstwirtschaft nicht geeignet und müsse
die Schule verlassen! Warum kann der Gegenstand „Nutztier-haltung“
nicht auf einen freiwilligen Zusatz ausgelagert werden, noch dazu
wenn ein Jugendlicher niemals vor hat, „Nutztierhaltung“ zu
be-treiben.
Ich finde es wirklich schade, daß junge
Menschen zu solchen Tierquälereien in einer „Schule“ gezwungen
werden, nur weil sie erlernen wollen, wie man einen Acker
bearbeitet und richtig Forstwirtschaft betreibt. |

Schlimmste Haltungsbedingungen in Ö die Regel! |
Warum wird ein Jugendlicher zu solchen grausamen
Dingen gezwungen, wenn er sowieso niemals eine Viehwirtschaft
betreiben möchte? Da es leider auch keine Alternative zu dieser
„Fachschule“ gibt, bleibt dem jungen Burschen nur mehr übrig, die
Schule zu verlassen oder seine Seele weiterhin mit solchen
Grausamkeiten zu belasten.
Ist unser Bildungssystem wirklich so
krank, daß schon solche Grausamkeiten in der "Schule" gelehrt
werden müssen?
"Fehlender Respekt vor der Schöpfung"
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Es darf nicht sein, daß es nicht auch eine Land-
und Forstwirtschaft ohne „Nutztierhaltung“ geben kann. Warum sind
in der „Land- und Forstwirt-schaft“ die Uhren stehen geblieben?
Auch an den Produkten, die in dieser Schule
hergestellt werden, merkt man, daß hier noch tiefste Steinzeit
herrscht. Es gab erst kürzlich eine Veranstaltung, wobei es auch
ein Buffet mit den eigenen Produkten dieser Schule gab. Für
Vegetarier war nicht ein Bissen dabei, da es sich ausschließlich
nur um Speisen mit Fleisch handelte. Keine Rede von irgendwelchen
gesunden Vollkornpro-dukten oder Obst und Gemüse, was es meiner
Meinung ja auch in solch einer Schule geben sollte. |

Tierfreundliche Haltung - kein Schul-Thema? |
Ich empfinde es als furchtbar, daß man nicht nur
von der anderen Gesellschaft als Vegetarier an den Rand der
Gesellschaft gestellt wird, sondern es ist für mich noch
furchtbarer, wenn man in einer „Schule“ zu Grausamkeiten
Tieren gegenüber und zum Essen des Fleisches gezwungen wird.
Wo bleibt hier noch der freie menschliche Wille,
der Respekt vor der ganzen Schöpfung? Und wenn man das Ganze nicht
nur aus den Blickwinkel der Ethik betrachten will, wo bleibt hier
bitte noch der gesundheitliche Aspekt und die Tierliebe?
Ich finde, es ist einfach nur furchtbar und traurig zugleich, wie
„unterentwickelt“ die „Landwirtschaft“ hier noch ist.
Ich möchte es nicht als Privatperson und auch
nicht als Mitglied einer Tierschutzorganisation zulassen, dass
Jugendliche in einer „Schule“ dazu gezwungen werden Tiere zu
quälen bzw. zu töten und auch nicht die Möglichkeit haben, sich
fleischlos zu ernähren.
Ich bedanke mich für Ihre Unterstützung im Voraus
und verbleibe
mit lieben Grüßen, H. G.
P.S.: Was ich auch noch erfahren habe ist, daß
diese "Nutztierhaltung" nicht nur in dieser einen "Land- und
Forstwirtschaftlichen Fachschule" so betrieben wird, sondern auch
in anderen gleichartigen Schulen, denn ein Bekannter erzählte
auch, daß er selbst auch in einer NÖ-LFWF-Schule ebensolche
schlimmen Erlebnisse machte und deshalb wie so viele andere
Schüler auch schon, die Schule abbrach.
Ist es nicht traurig, daß Jugendliche die ein Gefühl und ein
Herz für Tiere haben, eine landwirtschaftliche Ausbildung somit
versagt bleibt, nur weil sie bei diesem grausamen
Unterrichtsgegenstand Nutztierhaltung" (alleine der Name ist
schon furchtbar und zeigt wie wenig Respekt dahinter steckt) nicht
mitmachen wollen und können. Daher wundert mich jetzt auch nicht
mehr, warum es gerade in der Landwirtschaft soviel
Brutalität den Tieren gegenüber gibt, wenn das ja schon in den
Schulen zur Ausbildung gehört und ein "Muss" ist. -
Wirklich schockierend."
P.P.S.: Wer bei der Landwirtsch.
Fachschule Hatzendorf selber protestieren will, hier die
email-Adresse:
lfshatzen@stmk.gv.at (z.H. Herrn Direktor Dipl. Ing.
Dr. Herbert Oberecker), die vorgesetzte Dienststelle ist an der
Steirischen Landesregierung, die Abteilung 6c:
fa6c@stmk.gv.at.
Es schadet aber sicher auch nicht, direkt
dem Landwirtschaftsministerium, Minister Niki Berlakovich (ÖVP),
seine Meinung kundzutun:
office@lebensministerium.at
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