
26.
09. 2006
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Hochsaison der Fohlenversteigerungen startet wieder
Das Märchen von den "urwüchsigen" und seltenen
Haflinger- und Norikerfohlen
ANIMAL SPIRIT am 27.9. und am 24.10. bei Fohlenversteigerungen in
Maishofen
Wie schon mehrfach berichtet werden jedes Jahr im Herbst auf diversen
Fohlenmärkten hunderte Haflinger- und Norikerfohlen versteigert, von der
Mutter getrennt, brutal in Viehtransporter gestoßen und zum Schlachten
gekarrt, zumeist nach Italien. Denn die große Mehrheit - geschätzt über
90% - der österreichischen Haflinger- und Norikerfohlen ist "Überschußproduktion".
Nach dem Sommer auf der Alm als Touristen-Attraktion haben sie ihre
Schuldigkeit getan und werden zu einer der großen Pferdeversteigerungen
gekarrt. Dort ist es dann nichts weiter als ein "Stück Vieh", das
möglichst viel Geld einbringen soll.
Noriker gelten sogar noch immer als "seltene
Nutztierrasse" und deren Zucht wird daher über das ÖPUL-Programm bzw.
die AMA und EU subventioniert. Voraussetzung: Jede Stute muß jährlich
gedeckt werden! Gäbe es keine EU-Subventionen für die Zucht und würde
die Deckungsprämie endlich drastisch erhöht, damit sich das "Züchten für
den Schlachter" nicht mehr lohnt, würde der ganze Wahnsinn der
Fohlenzucht für Salami und Leberkäse schlagartig aufhören. Aber davon
wollen leider weder Politiker noch Zuchtverbände etwas wissen. Ihr Motto
lautet dagegen: Eßt mehr Fohlenfleisch in Österreich... Der
österreichische Steuerzahler subventioniert also - ungefragt - die
Fohlenfleisch-Produktion in Italien.
ANIMAL SPIRIT hat heuer bereits 5 Fohlen freikaufen
können, in den letzten beiden Jahren waren es insgesamt 115 ! Bei der
morgigen Auktion für Noriker-Hengstfohlen in Maishofen (Sbg.) werden
noch etliche dazu kommen, die wir an gute Plätze in Österreich und
Deutschland per Schutzvertrag (optimale Haltung, keine Zucht und
Schlachtung) vermitteln. Diese Anzahl geht immer wieder an die Grenzen
unserer finanziellen Möglichkeiten, immerhin kostet ein Fohlen zwischen
400,- und 600,- Euro! Wir suchen daher noch Spender und Paten für die
Tiere, aber auch weitere gute Plätze.
Online-Spendenmöglichkeit:
www.oncharity.at/animal/main.asp
Der oft gehörte Vorwurf, wir würden mit unseren Freikäufen lediglich die
Zucht weiter anheizen, stimmt nicht. Die Bauern züchten soundso -
einerseits aus "Tradition", andererseits eben weil es noch immer
EU-Förderungen dafür gibt bzw. keine Stute "leer stehen" darf. Und
letztlich, weil - bedingt durch die viel zu niedrige Deckungsprämie -
immer noch ein paar wenige Euros durch den Schlachtkilopreis
rausspringen. Ein Pferdekind, das Partnertier des Menschen, zählt in
diesem Milieu nicht mehr als ein Kalb oder Ferkel, welches eben auch
jedes Jahr zum Metzger geht. Durch unsere Freikäufe machen wir also
lediglich den österr. Viehhändlern und den italienischen
Großschlächtereien "positive" Konkurrenz.
Mehr zu dem Thema kann unter
http://www.animal-spirit.at/aktuell/mailing_406.html nachgelesen
werden.
Rückfragehinweis: Dr. Franz-Joseph Plank, (+43)
0676/7082434
Animal Spirit - Zentrum für Tiere in Not
Am Hendlberg 112, A-3053 Laaben
Tel: +43 (0) 2774/29 330
Email:
office@animal-spirit.at
Web: www.animal-spirit.at
Spendenkonto: PSK 75.694.953
Online spenden:
www.oncharity.at/animal/main.asp