|
Noch immer sind es zwischen 80 und 90 % der Tierkinder, die so
sinnlos sterben müssen. Und zwar einzig und allein deshalb, weil sie
das ungeheure "Verbrechen" begangen haben, nicht von Geburt an den
abstrusen Mode-Idealen der Zuchtverbände zu entsprechen bzw. einfach
"Überschußware" sind.Nach
den ersten Auktionen in Mauterndorf, Abtenau oder Stadl Paura,
findet morgen, dem 21.9.2010, die erste große Versteigerung am
größten Fohlenmarkt in Maishofen (Sbg.) statt.
Verzweiflung und Panik bei Fohlen und Stuten
Jeden Herbst werden die Pferdekinder und ihre Mütter brutal
auseinandergerissen - ein für beide Seiten entsetzlicher Schmerz
wird verursacht: Die Brutalität der Menschen geht so weit, daß sie
die Stuten dazu mißbrauchen, ihr eigenes Fohlen in den Tod zu
locken. Die Kleinen sträuben sich nämlich vehement, den
Transportanhänger alleine zu besteigen. So wird die Mutterstute
hineingeführt, das Fohlen folgt ihr voll Vertrauen. Dann wird die
Stute weggerissen, die Klappe geht zu und ein wenige Monate junges
Tierbaby steht zitternd und schreiend alleine im Dunkeln, wird über
rumpelnde Straßen fortgekarrt: In einer lauten und brutalen
Bierzeltumgebung werden sie vom Anhänger gezerrt, an einen Balken
angebunden und danach an den meistbietenden Viehhändler versteigert.
Die Angst, die Panik, der Schmerz der Fohlen interessiert die
Züchter nicht, was zählt ist allein der Profit! Und mit
Marketingkreationen wie etwa "Milchsaugfohlen" wird ein hierzulande
vorher praktisch nicht vorhandener Markt für Fohlen- und
Pferdefleisch aufgeblasen. Gourmetkritiker und solche, die sich
dafür halten, schwärmen gerne von Rößl-Schnitzel, Steak oder Braten.
Dazu Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann von ANIMAL SPIRIT: "Zu allem
Überfluß wird dieser Unsinn noch immer mit direkten und indirekten
Prämien gefördert: AMA-Prämie, Zuchtverbandsprämie, EU-Prämie -
Steuergeld für Fohlenmord. Wir fordern seit vielen Jahren nicht nur
einen Stopp für diese sinnlosen Förderungen, sondern generell keine
Fohlenzucht für das Schlachthaus und ein Ende der
Langstrecken-Pferdetransporte. Dazu gibt es seit kurzem auch eine
Online-Petition auf unserer homepage
www.animal-spirit.at ."
ANIMAL SPIRIT konnte heuer bereits - gemeinsam mit diversen
Partner-Organisationen - 26 Fohlen freikaufen und an gute Plätze
vermitteln. Morgen wollen wir auf der Hengstfohlenversteigerung in
Maishofen, wo meistens nur Viehhändler und Schlachter die Preise
unter sich ausmachen, mindestens 10 weiteren Fohlen das Leben
retten.
siehe auch unter
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100920_OTS0119/morgen-dienstag-animal-spirit-bei-erster-grosser-fohlenauktion-in-maishofen |