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400.000 Gänse sterben jedes Jahr für Österreichs
"Gourmets"
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In Österreich werden pro Jahr etwa 400.000 Gänse
verspeist, v.a. zu Martini und Weihnachten. Der jährliche
Pro-Kopf-Verbrauch an Gänsefleisch lag im Vorjahr bei 0,2 kg.
Nicht einmal 20 % davon stammen noch aus österreichischen
Betrieben, v.a. aus dem Bgld, NÖ und OÖ. Der Rest wird von
ausländischen Mastfabriken importiert, zumeist aus Ungarn, aber
auch aus Frankreich, Bulgarien, Polen oder Israel, ja sogar
Südafrika. Während in Österreich im neuen Tierschutzgesetz die
Gänsemast einigermaßen geregelt ist, ist in diesen Ländern
"Tierschutz" praktisch noch ein Fremdwort. |
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Vor allem im Nachbarland Ungarn ist die ganzjährige
Gänsezucht und Mast zu einem lukrativen Geschäft geworden. Die
Haltungsbedingungen der Tiere für die Pfanne, für die Stopfleber und
für die Daunengewinnung sind großteils katastrophal.
Gänseleber-Produktion, die mit der normalen Mast untrennbar
verbunden ist, ist ein besonders grausames Produkt menschlicher
Genußsucht: Sie wird aus der krankhaft vergrößerten Leber (sie wiegt
dann letztlich das 10-fache des Normalgewichts, also ca. 1 kg!)
zwangsgestopfter Tiere hergestellt. Die Vögel werden in derart
winzigen Einzelkäfigen gehalten, daß es ihnen weder möglich ist, zu
stehen noch die Flügel auszubreiten. Während rund 3 Wochen wird den
Tieren mehrmals täglich ein Metallrohr durch den Hals bis in den
Magen eingeführt. Mit einer Druckluftpumpe wird täglich bis zu einem
Kilo Mais und Fett in ihren Magen gepreßt - das entspricht bei einem
Menschen einer Menge von etwa 16 Kilogramm Spaghetti! Bei dieser
Prozedur kommt es häufig zu schweren Verletzungen der Speiseröhre.
Bei falscher Dosierung der Futtermenge platzt der Magen der Tiere,
worauf sie grausam verenden. Die "Ausfalls"-Quote während der
relativ kurzen Stopfperiode beträgt bis zu 5%!
Bitte auf Tierqual-Produkte verzichten!
Die Produktion von Stopflebern ist zwar in Österreich verboten, es
werden aber - wie auch andere Tierqual-Produkte, z.B. Pelze - jede
Menge frei nach Österreich importiert. ANIMAL SPIRIT plädiert daher
erneut für ein Importverbot für Stopflebern sowie von Enten und
Gänsen, deren Haltungsbedingungen nicht dem österreichischen
Tierschutzgesetz (Verbot von Käfigen, Haltung auf Stroh mit Auslauf
ins Freie) entsprechen.
Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank: "Ich habe mit eigenen Augen in
Ungarn mit ansehen müssen, wie diese armen Tiere gestopft und
geschlachtet werden - ein schrecklicher Anblick. Wir ersuchen alle
KonsumentInnen, auf diese sogenannte Delikatesse, sowie zumindest
auf importiertes Geflügel zu verzichten!"
Rückfragehinweis: Dr. Franz-Joseph Plank, 0676/7082434 |