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20. 03. 2007 - Brüssel-Demo für 300 Millionen Legehennen
 

Internationale Kundgebung für die Beibehaltung des EU-weiten Käfighühner-Verbots

Montag nachmittag haben ca. 2 Dutzend Tierschutzorganisationen aus ganz Europa, darunter auch ANIMAL SPIRIT, vor dem EU-Ratsgebäude in Brüssel für die Beibehaltung des EU-weiten Verbots der tierquälerischen Käfighühnerhaltung demonstriert. Dabei wurde dem EU-Kommissar für Gesundheit, Verbraucher- und Tierschutz, Markos Kyprianou, eine Petition sowie ein großes Schokolade-Ei überreicht. Mit dieser Aktion wollten die Tierschützer der "Europäischen Koalition für Nutztiere" (ECFA) die Verantwortlichen in der EU auffordern, das bereits beschlossene Verbot der Batteriekäfighaltung ab 2012 nicht aufzuschieben.

 

EU-Kommissar wurde der Tag versüßt, damit er die Legehennen vor Käfigbatterien schützt.
Die ECFA und ANIMAL SPIRIT fordern, daß das Verbot von Käfigbatterien 2012 wie vorgesehen in Kraft tritt, wie es seinerzeit in der Legehennen-Richtlinie von 1999 festgesetzt worden ist. Etliche Eier-Industrielle sowie EU-Mitgliedsstaaten wollen indes eine Aufschiebung oder sogar die Abschaffung dieses Verbotes bewirken. Die Legehennen-Richtlinie war aber ein Meilenstein, der in ganz Europa die Gesundheit und Lebensqualität von Milliarden Hennen verbessert hätte. Die Botschaft war und ist klar: Industrieller Profit darf nicht vor das Wohlergehen der Tiere gestellt werden.

"Dreiviertel der über 300 Millionen Legehennen in Europa leben noch immer in Käfigbatterien. Diese Käfige verunmöglichen jegliches natürliches Verhalten der Hennen und verursachen extreme, lebenslange Qualen", sagt Dr. Franz-Joseph Plank von ANIMAL SPIRIT. "Aus der im Jahr 2005 durchgeführten Eurobarometer-Umfrage geht hervor, daß die KonsumentInnen die Sorgen der Tierschützer teilen. Die EU - und v.a. die neuen Mitgliedsländer - muß diese Sorgen auch weiterhin ernst nehmen."

Minister Josef Pröll unterstützt unsere Forderungen
Die heutige Demonstration hatte zum Ziel, den zuständigen Kommissar Kyprianou und die 3 aus dem EU-Gebäude zur Aktion herausgeeilten Landwirtschaftsminister (Schweden, Holland und Ungarn) auf unsere Sorgen aufmerksam zu machen und das Verbot definitiv bei 2012 zu belassen. Dr. Plank wies danach den österreichischen Landwirtschaftsminister Josef Pröll auf dem Rückflug nach Wien in einem Vieraugengespräch noch einmal eindrücklich darauf hin, daß im EU-Rat keinesfalls jenen Lobby-Stimmen nachgegeben werden dürfe, die für eine Verschiebung plädieren. Minister Pröll sagte uns daraufhin seine Unterstützung in dieser Angelegenheit zu.

Rückfragehinweis: Dr. Franz-Joseph Plank, (+43) 0676/7082434
 

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