
28. 05. 2010 - Umwelt-Desaster im Golf von Mexiko
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Nachdem jetzt
nach fast 6 Wochen Ölpest mit "Top Kill" auch der
x-te Versuch von BP fehlgeschlagen ist, das Bohrloch in fast 1600 m
Tiefe vor der Küste der USA zu stopfen, häufen sich die
Schlagzeilen über die katastrophalen Folgen für Tier- und
Umwelt, die einem fast nicht mehr schlafen lassen:
Die "Top Kill" genannte Operation, bei
der tonnenweise Schlamm in das Bohrloch gepumpt wurde, hat den Ölfluß
nicht stoppen können, sagte BP- Manager Doug Suttles. Die Arbeiten
mußten abgebrochen werden. Die Natur leidet weiter, der Druck auf
US-Präsident Barack Obama dürfte zunehmen.
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Größte Umweltkatastrophe vor den USA:
Mindestens 270 Kilometer Küste und 13 Hektar Marschland sind
verseucht, wie Mary Landry von der US-Küstenwache sagte. Fast
500 Vögel, mehr als 200 Schildkröten und mindestens 25 Meeressäuger - u.a. Delfine - starben! Insgesamt wird geschätzt, daß bereits über 150
Millionen Liter Öl ins Meer geströmt sind, mehr als 3x so viel wie
1989 beim Exxon Valdez Unfall in
Alaska! "In dem betroffenen Gebiet hat kein Tier und keine
Pflanze überlebt. Dort ist alles tot“, sagt ein Anrainer der
Presse. „Der Öl-Schlick zerstört Stück für Stück unser Marschland“.
Umwelt-Experten warnen: Auf Louisiana könnte
die Öl-Pest jahrzehntelange Auswirkungen haben! "Das
giftige Öl belastet die Fische sowie Fauna und Flora im Golf“,
sagte Steve Murawski von der Nationalpark-Behörde. Eine weitere
Gefahr: Über Plankton, Fische oder Krustentiere könnten die giftigen
Substanzen aus dem Öl auch in die Nahrungskette gelangen – und damit
auch Menschen bedrohen.
Noch giftiger als das Öl: die Chemikalie "Corexit"!
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Auch fast sechs Wochen
nach dem Unglück strömen noch immer täglich mehrere Millionen Liter
Rohöl aus einem Bohrloch der im Meer versunkenen Ölplattform aus. Die
Versuche von BP, den Ölteppich an der Wasseroberfläche chemisch zu
binden, lösen das Problem in keinster Weise - im Gegenteil:
Umweltschützer wissen, daß die eingesetzte Chemikalie "Corexit" das Öl
zwar bindet, diese gefährliche Mischung dann aber auf den Meeresboden
absinkt und dort langfristig ein Leben für die Unterwasserwelt unmöglich
macht! |
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Die größte
Umweltverschmutzung der Welt vor der Süd-Küste der USA wird also nur von
der Oberfläche weg in die Tiefe verlagert. Mehr als 2 Millionen Liter
der gefährlichen Substanz Corexit wurden bisher über dem Ölteppich
versprüht und gelangen so letztendlich auch in unsere Nahrungskette.
Schon jetzt ist der Ölteppich in fast 1.600 Metern Tiefe mit 600
Quadratkilometern so groß wie der Bodensee. Breitet sich der Ölteppich
weiterhin aus, wird er in Kürze auch die "Florida Keys", das drittgrößte
Korallenriff der Welt erreichen, nächste Woche sogar die Millionenstadt
Miami ...
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