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04. 04. 2007 - Osterbraten und Mastkaninchen
 

Verzichten Sie auf Kaninchen auf dem Teller bzw. als lebendes Geschenk!

Gerade jetzt steht das Kaninchen wieder ganz oben auf der Speisekarte. Doch wo kommen die Kaninchen eigentlich her, die bei uns an Ostern auf dem Teller landen? Für "Mast-Kaninchen" ist Hoppeln ein Fremdwort geworden, denn Kaninchen werden heute in Hochleistungs- betrieben gemästet. Über 30 Millionen Tiere werden jedes Jahr in Deutschland verzehrt, in Österreich sind es "nur" ca. 500.000, aber gerade zu Ostern steigt der Verzehr sprunghaft an. Gesetzliche Regelungen zu Haltung existieren praktisch nicht.

Kaninchenfleisch heißt immer Tierquälerei

Die übliche Haltung der Mastkaninchen kann mit den Leiden der Legehennen in den Käfigbatterien verglichen werden: In nur wenigen Monaten werden die Tiere dank Kraftfutter und Antibiotika schlachtreif gemästet. In bis zu zwei Etagen reihen sich die Käfige in den Mastfafriken aneinander, in jedem Käfig vegetieren vier bis fünf Kaninchen auf engstem Raum vor sich hin, ohne Einstreu, ohne Rückzugsmöglichkeiten, ohne Hoffnung. Jedes Tier mit einem Gewicht von bis zu 3,3 Kilogramm hat gerade mal so viel Platz wie ein A4-Blatt. Der Drahtgitterboden schneidet in die empfindlichen Pfoten der Tiere und jeder Versuch zu Hoppeln endet unweigerlich an der Käfigwand. Unter den Käfigen häuft sich der Kot der Tiere und der ätzende Ammoniakgestank ist für die sensiblen Tiere eine Qual. Eine Sterberate von über 30% wird von den Mästern mit einkalkuliert, oft ist sie noch viel höher.

Der Horror für die Tiere: Verletzungen an den Pfoten und Krallen, schmerzhafte Skelettveränderungen, Knochenbrüche, mangelnder Abrieb der Nagezähne, Verhaltensstörungen wie Gitternagen, endloses Kreisen um die eigene Achse, Kannibalismus und Selbstverstümmelungen durch Langeweile. Weibliche Tiere werden zu reinen "Gebärmaschinen" degradiert, bis zu 11 Würfe pro Jahr mit je 8-10 Jungen sind keine Seltenheit. Die Säugezeit wird auf drei bis vier Wochen verkürzt. Oft beißt das Muttertier in ihrer Verzweiflung ihre eigenen Jungen tot. Aber auch abgebissene Ohren und Schwänze, schwer heilende, verkrustete Verletzungen werden immer wieder beobachtet. Überleben die Jungen die Masttortur, erreichen sie bereits nach 10-12 Wochen das vom Züchter angestrebte Schlachtgewicht.

Was können Sie tun?

Die Tierschutzorganisation ANIMAL SPIRIT fordert seit Jahren bessere Lebensbedingungen für Kaninchen. Leider ist auch im neuen Tierschutzgesetz davon nichts zu sehen. Das Deutsche Tierschutzbüro hat sich intensiv mit dem Thema Kaninchenmast beschäftig. Das Ergebnis der Recherche kann in der Videodokumentation "Hinter den Kulissen - so entsteht Billig-Fleisch" sowie in der neuen gleichnamigen Fotodokumentation angesehen werden. Beide Dokumentationen sind über die Website www.tierschutz-videos.de bzw. unter Tel.: (+49) 0228-2999967 für einen Unkostenbeitrag zu beziehen. Und unter www.tierrechtsbewegung.org kann eine online-Petition gegen diese schrecklichen Haltungsbedingungen unterschrieben werden.

Unterschreiben Sie und protestieren Sie mit uns gegen diese schrecklichen Zustände: hier geht's zur Unterschriftenliste zum Ausdrucken
 

Was können Sie als KonsumentIn sonst noch tun?

* Verzichten Sie auf den Kaninchenbraten kaufen Sie keine Angorawollsachen.
* Informieren Sie sich über die Zustände in der Kaninchenzucht und -mast.
* Kaufen Sie keine Kaninchen in Zoohandlungen: Kaninchen werden in vielen Familien nicht artgerecht gehalten, das Interesse des Kindes steht leider meist vor dem des Tieres.

 

Diese glücklichen Kaninchen können Sie auf unserem Gnadenhof am Hendlberg in Laaben ...

... gegen Voranmeldung besuchen. Sie wurden alle von ANIMAL SPIRIT aus Zucht, Mast oder vor Tierversuchen gerettet!

Rückfragehinweis: Dr. Franz-Joseph Plank, (+43) 0676/7082434

 

Animal Spirit - Zentrum für Tiere in Not
Am Hendlberg 112, A-3053 Laaben
Tel: +43 (0) 2774/29 330
Email: office@animal-spirit.at
Web: www.animal-spirit.at
Spendenkonto: PSK 75.694.953
Online spenden: www.oncharity.at/animal

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