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09. 02. 2007 - Animal Spirit deckt Pferdetragödie im Wienerwald auf
 

KURIER, 8.2.2007

40 Pferden droht der Hungertod

Wolfsgraben - Ein schlimmer Fall von Tierquälerei wurde in einem Zuchtbetrieb im Wienerwald aufgedeckt. Die Tiere bekommen kaum zu fressen, ein Pferd soll bereits verdurstet sein.

Die Pferde sind abgemagert und verwahrlost, Auslauf bekommen sie so gut wie keinen Eine Tiertragödie ist in einer kleinen Gemeinde im Wienerwald aufgeflogen. Für 40 Pferde eines Zuchtbetriebes gibt es kaum Futter noch Wasser. Manche Vierbeiner sind nur mehr ein Gerippe, ein Pferd soll bereits verdurstet sein. Tierschützer warnen vor einer Katastrophe, die Behörde hat gegen die Besitzerin Ermittlungen wegen Tierquälerei aufgenommen.

Es war ein Anruf aus der Pferdeszene, die beim renommierten Veterinärmediziner und Tierschützer Franz- Joseph Plank vom Verein "Animal Spirit" die Alarmglocken schrillen ließ. Dem Aktivisten wurden Informationen zugespielt, die er zunächst gar nicht glauben wollte: "Ich bin trotz allem zu den Stallungen nach Wolfsgraben gefahren und traute meinen Augen nicht."

 

   

 

Fürchterliche Zustände
Was Plank dort zu sehen bekam, ist in einer Anzeige an den Amtstierarzt der Bezirkshauptmannschaft Wien Umgebung nachzulesen. Die Tiere seien ärgstens verwahrlost, abgemagert, hätten keinen Auslauf, keine Einstreu in den viel zu kleinen Boxen und sie stünden im eigenen Urin. "Die Situation ist fürchterlich. Weit und breit war kein Futter zu finden und auch kein Mensch zu sehen. Der Hunger der Pferde war bereits so arg, dass sie vom Misthaufen gefressen haben", empört sich Plank über die fürchterlichen Zustände in dem so genannten Zuchtbetrieb.

Pferd verdurstet
Obwohl auf dem Areal mehrere Koppeln aufgestellt wurden, seien kaum Pferde im Freien zu sehen gewesen. Plank: "Fast alle standen in den viel zu engen, dunklen und muffigen Ställen. Mir ist eine derartige Behandlung von Tieren völlig unverständlich, das ist skandalös."Der Aktivist erstattete sofort Anzeige wegen Tierquälerei und alarmierte den behördlichen Amtsveterinär Holger Herbrüggen: "Wir werden den Betrieb sofort unter die Lupe nehmen und, wenn nötig, nicht vor harten Konsequenzen zurückschrecken. Das könnte auch dazu führen, dass wir der Besitzerin die Pferde wegnehmen."

Die Besitzerin des Zuchtbetriebes war trotz mehrerer Versuche für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Die Wienerin und Mutter von zwei minderjährigen Kindern soll sich in ärgsten finanziellen Nöten befinden.

Artikel vom 08.02.2007, 15:20 | KURIER | Franz Resperger

 

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