Animal Spirit - Zentrum für Tiere in Not

Aktuell
Der Verein "Animal Spirit"
Gerettete Tiere
Gerettete Tiere
Aussendungen/Kampagnen
Tiere in Tierfabriken
Vegetarisch leben
Spenden und Patenschaften
Kontakt zu "Animal Spirit"
Links
Tierschutz im Unterricht
Startseite

Onlinespenden

Animal Spirit

Aktuell




10. 04. 2008 - Aufforderung für ein EU-weites Handelsverbot von Robben-Produkten
 

Die EU diskutiert gerade, anläßlich des vor kurzem wieder begonnenen Abschlachtens von mindestens 275.000 Seehunden in Kanada, ob sie den Handel mit Robben-Produkten verbieten soll und wird ihre Entscheidung in den nächsten Monaten bekannt geben. Die internationale Tierschutz-Organisation IFAW ersucht uns daher um unsere Hilfe, damit das Handelsverbot auch wirklich durchgeht.

Mit folgendem link können Sie online ein email an den zuständigen EU-Kommissar Peter Mandelson schicken und ihn aufforden, ein EU-weites Handelsverbot mit Seehund-Produkten jeglichen Alters durchzusetzen:

www.stopthesealhunt.co.uk/c.ltJWJaMOIqE/b.2610423/k.CBEC/Save_the_Seals_Take_
Action_
to_End_the_Seal_Hunt/siteapps/advocacy/ActionItem.aspx?msource=DR080402001

Im folgenden der auf deutsch übersetzte Text:

Sehr geehrter Herr Kommissar Mandelson!

 

Wie Sie wahrscheinlich wissen, hat in Kanada vor kurzem die kommerzielle Robbenjagd begonnen. Dieses Jahr werden 275.000 Robben ihr Leben lassen müssen. Dies ist weltweit die größte Jagd von Meeressäugetieren, und bei fast allen getöteten Robben handelt es sich um Jungtiere, nicht älter als drei Monate. Viele Robben sterben einen langsamen, schmerzhaften Tod, damit ihr Fell für Luxusartikel verwendet werden kann, die in Europa und auf der ganzen Welt verkauft werden. Obwohl die kanadische Regierung versichert, daß die Jagd heuer humaner wurde, haben sich durch die sogenannten "neuen" Vorschriften die Tötungsmethoden nicht wirklich verändert, und die Robbenjagd ist grausam wie eh und je.

 

Es ist Ihnen vielleicht bekannt, daß das Europäische Parlament im September 2006 eine schriftliche Erklärung verabschiedet hat, derzufolge der Handel mit Robbenprodukten verboten werden soll. Als Reaktion forderte die Kommission vom Tierschutzgremium (animal health and welfare panel) der Europäischen Lebensmittelbehörde (European Food Safety Authority) eine Studie über das Töten und Häuten von Robben. Dieser Bericht, veröffentlicht im Dezember 2007, hielt fest, daß während der kommerziellen Robbenjagd in Kanada nicht immer effektiv getötet wird, daß die Tiere Schmerzen und Leid ertragen müssen und daß die Robbenjäger oftmals nicht einmal die aktuellen, unzulänglichen kanadischen Vorschriften erfüllen.

 

Ich verstehe, wenn Sie sich in den kommenden Wochen und Monaten mit den anderen EU-Kommissaren beraten möchten, welche Aktionen die EU im Zusammenhang mit der kommerziellen Robbenjagd setzen wird. Ich bin allerdings der Überzeugung, daß ein Handelsverbot von Seehundprodukten die einzig vernünftige Antwort ist. Alternativen, wie z.B. der Versuch, ein internationales Abkommen über Standards bei der Robbenjagd zu treffen, sind unrealistisch. Robbenjagden finden schnell statt, in schwer zugänglichen Gebieten und unter unsicheren Bedingungen, und dadurch ist es praktisch unmöglich, hohe Tierschutzstandards einzuhalten. Die Tatsache, daß schon die derzeitigen unzulänglichen Meeressäugetier-Bestimmungen Kanadas oftmals nicht befolgt oder durchgesetzt werden, macht die Option noch weiterer Vorschriften hinfällig. Obwohl die kanadische Regierung in diesem Jahr zusätzliche Maßnahmen ergriffen hat, um eine humanere Jagd zu gewährleisten, wurde der Internationale Tierschutzfond (International Fund for Animal Welfare - IFAW) dieses Jahr Zeuge vollkommen inakzeptabler Brutalität und Grausamkeit. Das zeigt, daß keine noch so große Zahl von Vorschriften eine Jagd von dieser Dimension human machen kann.

 

Ich bin ferner der Meinung, daß die kommerzielle Robbenjagd von der Kommission aus dem Blickwinkel des Umweltschutzes gesehen werden muß. Ständige Kontrollen in der Arktis zeigen ein Schwinden der Eisdecke infolge des Klimawandels. Dadurch werden die Gebiete, in denen sich Seehunde fortpflanzen können, deutlich reduziert und die Sterberate der Jungtiere schnellt in die Höhe. Im vergangenen Jahr sind nach Schätzungen der kanadischen Regierung mindestens 200.000 Jungtiere noch vor Beginn der Jagd gestorben, weil die arktische Eisdecke immer mehr schwindet. Darüber hinaus haben die Jagdquoten bei Kanadas kommerzieller Robbenjagd oftmals die von der Regierung als tragbar empfohlene Rate überschritten, und in vielen Jahren hat die tatsächliche Anzahl der getöteten Tiere die Quote überstiegen.

 

Meinungsumfragen in Groß-Britannien haben ergeben, daß die Mehrheit der Bevölkerung ein Handelsverbot mit Seehund-Produkten befürworten würde. Ich ersuche Sie daher eindringlich, meinen Standpunkt - sowie den meiner MitbürgerInnen, die wir gemeinsam diese grausamen und unnötigen Praktiken verabscheuen - zu berücksichtigen, wenn die Kommission sich zusammensetzt, um diesen Fall zu behandeln.

 

Mit freundlichen Grüßen

(Name, Adresse)

 

Animal Spirit - Zentrum für Tiere in Not
Am Hendlberg 112, A-3053 Laaben
Tel: +43 (0) 2774/29 330
Email: office@animal-spirit.at
Web: www.animal-spirit.at
Spendenkonto: PSK 75.694.953, BLZ 60000
Online spenden: www.oncharity.at/animal

| Copyright 2008 Animal Spirit |