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Eine neue wissenschaftliche
Studie über das Leiden der Tiere beim betäubungslosen Schächten,
die kürzlich in "New
Scientist" veröffent-licht
wurde, zeigt neuerlich auf, was für jeden mitfühlenden Menschen
ohnehin selbstverständlich ist:
(Foto c: HUMANITAS)
Gehirnsignale haben
gezeigt, daß Kälber tatsächlich Schmerz em-pfinden, wenn sie
nach dem jüdischen und moslemischen Gesetz, also betäubungslos
geschächtet werden; diese Erkenntnis soll nun mehr Druck
dahingehend ausüben, daß die übliche Schächt-Praxis in Zukunft
humaner durchgeführt wird. "Ich denke, daß unsere Arbeit die
besten Beweise dafür liefert, daß diese Praxis sehr schmerzhaft
ist," sagte Craig Johnson, der die Studie an der Massey
Universität in Neuseeland geleitet hat. Johnson faßte seine
Ergebnisse kürzlich in London zusam-men, wo er einen Preis von
der "Humane Slaughter Association" entgegennahm. |
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Sein Team konnte auch beweisen, daß entsprechende
Schmerzzeichen verschwinden, wenn das Tier vor bzw. kurz nach dem
Schächtschnitt sachgemäß betäubt wird.
Diese Ergebnisse erhöhen den Druck auf die genannten religiösen
Gruppen, ihre Schächt-Praxen zu überdenken. In den meisten
westlichen Ländern müssen Tiere betäubt werden, bevor sie
geschlachtet werden, aber es gibt (so auch in Österreich und
Deutschland, Anm.) Ausnahmebestimmungen für Religionsgemeinschaften,
in erster Linie für das jüdische "Shechita" sowie das moslemische "Dhabiha".
Tierschutz-Organisationen (so auch ANIMAL SPIRIT) fordern bereits
seit Jahren, daß diese Ausnahmeregelungen endlich gestrichen werden
müßten, wie das z.B. in Norwegen bereits der Fall ist.
Die Studie von Craig Johnson basiert einerseits auf Ergebnissen bei
menschlichen Freiwilligen, bei denen spezifische Muster elektrischer
Gehirnaktivitäten gemessen wurden, wenn sie Schmerz empfanden.
Andererseits waren diese Elektroenzephalogramme aber auch bei
mindestens acht weiteren Säugetier-Arten reproduzierbar, bei denen
bekannt ist, daß sie Schmerz empfinden können. Johnson entwickelte
eine Methode, bei der die Tiere nur so leicht anästhesiert wurden,
daß sie zwar keinen Schmerz spüren konnten, jedoch dieselben
elektrischen Schmerz-Signale gemessen wurden, wie wenn sie wach
gewesen wären.
Das Wissenschafts-Team schnitt zudem in die Hälse der Kälber in der
gleichen Weise, wie es die jüdischen und moslemischen
Schächt-Methoden vorsehen. Das folgende Schmerz-Signal dauerte bis
zu 2 Minuten nach der Inzision, das Bewußtsein verloren die Kälber
erst nach 10 bis 30 Sekunden, manchmal sogar noch länger! Die
Forscher zeigten auf, daß der Schmerz durch das Durchtrennen der
Hals-Nerven entsteht, und nicht durch den Blutverlust, was bedeutet,
daß die durchtrennten Nerven Schmerz-Signale bis zum endgültigen
Eintritt des Todes senden! Vergleichend dazu betäubten sie die Tiere
5 Sekunden nach dem Halsschnitt und zeigten auf, daß so das
Schmerz-Signal sofort verschwand.
"Diese Erkenntnisse waren zwar keine Überraschung für mich, aber
die genannten religiösen Gemeinschaften zeigen sich zumeist völlig
uneinsichtig was das Schmerzempfinden der Tiere betrifft, daher
könnten die Ergebnisse eine Überraschung für sie sein", sagte
Johnson abschließend. |