
13. 10. 2004 - Schlachtfohlen brauchen Hilfe!
Im Sommer geliebt, im Herbst
geschlachtet
- wir suchen noch Paten und Gnadenplätze!
Jedes Jahr wieder werden im Herbst auf diversen Fohlenmärkten in
Salzburg,
Kärnten, Tirol etc. hunderte Haflinger- und Norikerfohlen versteigert,
von
der Mutter getrennt, in Viehtransporter gestoßen und zum Schlachten
gebracht, meist irgendwohin nach Italien. In Italien gilt Pferdefleisch,
v.a. das junger Tiere, noch immer als "Delikatesse".
Die Mehrheit der österreichischen Haflinger- und Norikerfohlen ist
"Überschußproduktion". Solange sie im Sommer Urlaubsgäste
erfreuen, dürfen
sie leben. Danach haben sie ihre Schuldigkeit getan und werden zu einer
der
großen Pferdeversteigerungen gekarrt. Hier zählt so ein Tierkind
praktisch
nichts, wenn es nicht dem gefragten Modetyp entspricht. Es wird an Händler
verkauft, deren Transporter schon bereit stehen für den langen
Horror-Trip
nach Italien: Pferde gehören zu jenen Tieren, die sich am schlechtesten
zum
Transport eignen, weil sie nur schwer ihr Gleichgewicht halten können.
Ein
Fohlen wird also alles tun, um nicht in den Transporter steigen zu müssen.
Also wird es oft geprügelt und mit Elektroschocks dazu gezwungen.
Nach einer stundenlangen, manchmal auch tagelangen Fahrt, ohne Wasser
und
Futter, zum erstenmal weg von der Mutterstute und eingesperrt mit viel
zu
vielen anderen Pferden, landet das Fohlen erschöpft und oft verletzt am
Schlachthof. Auf Europas Hochleistungsschlachthöfen geht es um
Effizienz,
jeder Arbeiter soll pro Minute ein Tier töten. In Panik verletzen sie
sich,
brechen sich die Beine, um schließlich doch den Bolzenschußapparat
angesetzt
zu bekommen und aufgeschnitten zu werden.
Zuchtverbände empfehlen, niemals eine Stute "leer stehen" zu
lassen. Es
geht - wie meistens bei wehrlosen Tieren - nur ums Geschäft. Das
Problem muß
daher an der Wurzel angepackt werden: beim Züchten "auf Teufel
komm raus".
Protestbriefe an Politiker finden Sie dazu unter
http://www.animal-spirit.at/aktuell/protestbrief_fohlenauktion.html
Der traditionelle große und letzte Pferdemarkt in Maishofen/Pinzgau
findet
am kommenden Dienstag, den 19.10.04 statt. Hier muß noch der ganze
restliche
"Ausschuß" raus. Wir von "Animal Spirit" halten
dort wieder eine Kundgebung
ab und wollen diesmal möglichst viele Fohlen vor dem Schlachthof
freikaufen.
Die Fohlen werden wir auf verschiedenen Gnadenhöfen oder privat möglichst
artgerecht unterbringen. Ein Fohlen kostet rund 500 Euro, sieben haben
wir
bis heute bereits freikaufen und an gute Plätze vermitteln können.
Wir suchen weitere Unterstützung, damit wir noch mehr Fohlen retten können.
Wir brauchen dafür einerseits Geld und andererseits noch geeignete
Paten
bzw. Einstellplätze: Wer dazu bereit und in der Lage ist, einem solchen
Tierkind das Weiterleben zu ermöglichen, meldet sich bitte bei Animal
Spirit. Die Tiere werden nur gegen einen Überlassungsvertrag
(Verpflichtung
zu artgerechter Haltung, keine Weiterzucht, keine Schlachtung)
abgegeben.
Rückfragehinweis: Dr. Franz-Joseph Plank, Animal Spirit, (+43) 0676 /7082434
Animal Spirit - Zentrum für Tiere in Not
Am Hendlberg 112, A-3053 Laaben
Tel: +43 (0) 2774/29 330
Email: office@animal-spirit.at
Web: www.animal-spirit.at
PSK, BLZ 60000, Kto: 75.694.953 Volksbank Freilassing BLZ 71090000,
Kto: 285943