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Ein wild gewordener
Stier hat die Zuschauertribüne einer Stierkampfarena in Nordspanien
gestürmt und etwa 40 Menschen zumeist leicht verletzt. Das Tier nahm
Anlauf, machte einen gewaltigen Satz und gelangte bis auf die voll
besetzte Tribüne der Arena in der Stadt Tafalla in der Region
Navarra.
Quelle:
ORF
In Panik rannten die Besucher auseinander, wie auf
einem in spanischen Medien verbreiteten Video zu sehen war.
Schließlich konnte der Stier von beherzten Männern gebändigt und mit
Stricken gefesselt werden. Am Ende bezahlte er seinen Ausflug mit
dem Leben. Das Tier sollte gerade aus der Arena weggebracht werden,
als es zu seinem Ausflug startete. Es wird nun untersucht, ob
Sicherheits-vorschriften nicht eingehalten wurden.
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Immer wieder Tote
in Pamplona Erst vorige Woche war bei einem
Stierkampf im nordspanischen Pamplona der bekannte Torero Julian
Lopez „El Juli“ von einem Stier aufgespießt und am Hoden
verletzt worden. Der spanische Stierkämpfer sei nach dem Unfall
an Ort und Stelle operiert worden, berichteten die auf
Stierkämpfe spezialisierten Websites Mundotoro und Burladero.
Lopez galt als der vielversprechendste Torero bei dem
diesjährigen Festival von San Fermin. |

Bildquelle: APA/EPA |
Zuvor waren beim Stiertreiben in Pamplona drei
Spanier verletzt worden. Sie erlitten nach Behördenangaben
Prellungen, als sie bei der sechsten Stierhatz des Festivals
verfolgt von Stieren in den engen Kopfsteinpflastergassen der
Altstadt hinfielen. Seit 1911 starben 15 Menschen bei dem
alljährlichen Ereignis, das im spanischen Fernsehen übertragen wird.
Horn trat aus Mund wieder aus
Für Aufsehen hatte im April das Unglück des
spanischen Toreros Julio Aparicio gesorgt. Ein Stier hatte den
Matador in der Arena Las Ventas regelrecht aufgespießt, nachdem
dieser hingefallen war. Das rechte Horn des Tieres bohrte sich von
unten durch Aparicios Kiefer und trat aus seinem Mund wieder aus.
Der Stier zog seinen Kopf sofort zurück, und Aparicio konnte sich
noch aus eigener Kraft in Sicherheit bringen.
Star-Torero nimmt Auszeit
Nach einer schweren Verletzung bei einem Stierkampf
in Mexiko nimmt sich der spanische Star-Torero Jose Tomas nun eine
Auszeit bis Jahresende. Der 34-Jährige habe entschieden, in diesem
Jahr an keiner Corrida mehr teilzunehmen, berichtete das
Internetmagazin „Mundotoro“. Laut dem ärztlichen Bulletin, das auf
der Website veröffentlicht wurde, hat Tomas immer noch
„neurologische und motorische“ Probleme am linken Bein.
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Ein Stier hatte Tomas,
einen der bekanntesten Stierkämpfer der Welt, bei einer Corrida
im zentral-mexikanischen Aguascalientes aufge-spießt. Dabei
rammte das Tier eines seiner Hörner 17 Zentimeter tief in den
linken Oberschenkel des Toreros und durchstieß die Arterie. |

Bildquelle: APA/EPA |
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Nachruf für einen Helden von
Gunter Bleibohm
Ein
Held wurde gestern geboren, ein einmaliger, beeindruckender
Held, der durch Tapferkeit, dem Willen zur Freiheit ein
bleibendes Monument der Lebenskraft schuf. Er war ein
großartiger Kämpfer gegen Knechtschaft und Sklaverei, ein
Vorbild, das den Kampf um seine Würde, die Verteidigung seines
einmaligen und einzigartigen Lebens mit dem Tod büßte. Aufrecht
kämpfend verlor er sein Leben, erlag der Übermacht, aber seinen
Freiheitsgeist, seinen Willen zur Unabhängigkeit konnte niemand
brechen.
Frei von jeder Schuld wurde er verurteilt und gnadenlos dem
johlenden Pöbel zur Belustigung übergeben, einem Mob, der in
seiner Beschränktheit seine Einmaligkeit, Würde, Kraft und
Schönheit nicht einmal erahnen konnte. Angehörige dieses Pöbels
versteinern vor Schreck, erzittern vor Angst, stehen sie diesem
Giganten Auge in Auge gegenüber, wenn sie nicht durch eine
schützende Gefängnismauer von ihm getrennt sind.
Behalten wir ihn so in Erinnerung, wie er für die Freiheit
starb, gedenken wir seiner in tiefer Trauer und richten uns in
unserer Verzagtheit an seiner Willensgröße auf. Möge er allen
freiheitsliebenden Wesen ein ewiges Vorbild bleiben, wie er in
auswegloser Lage verzweifelt gegen seine Peiniger kämpfte – der
wunderbare Stier, der gestern aus einer Arena auf die
Zuschauerränge des Pöbels sprang und dort als Held ermordet
wurde.
20.8.2010 Gunter Bleibohm
Tafalla bei
Pamplona: Stier flieht aus der Arena
Pressemitteilung
von:
Tier und Mensch e.V. PR Agentur: Tier & Mensch e.V.
Der Stier "Quesero"
war nicht "wild geworden", wie manche Medien vermuten, - er
hatte Todesangst in einer für ihn aussichtslosen Lage: Er war in
Panik! Im Gegensatz zu den meisten anderen Stieren, die sich
verzweifelt wehren, was dann als "Kampf" interpretiert wird, war
er auf der Flucht. Deshalb war geplant, ihn aus der Arena zu
bringen.
Es ist
unglaublich, dass selbst Kinder zu diesem blutrünstigen
Spektakel als Zuschauer zugelassen sind, dessen Reiz darin
besteht, dass ein prächtiges Rind allmählich qualvoll umgebracht
wird. Eine Lehrstunde für Mitgefühl und Gerechtigkeit ist das
wahrhaftig nicht! Möge dieser "Aussteiger" unter den Stieren ein
Signal für den endgültigen Ausstieg aus dem Stierkampf sein, den
Tierschützer und sehr viele Spanier schon lange fordern!
Karin Ulich,
Tierärztin, 1. Vorsitzende von Tier und Mensch e. V. |
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