
14.
03. 2006
- Protest gegen Tierquälerei in St.
Petersburg
Tatjana Goritschewa hat uns gebeten, folgenden Text bzw.
Protestschreiben an russische Behörden zu schicken. Es geht um die
"Säuberung" russischer Städte, speziell St. Petersburg, von
Streunerhunden und Katzen durch grausame Vergiftung, Erschlagen, etc.
Das Ganze im Zuge der Vorbereitungen für den G8-Gipfel vom 13.-17. Juli
2006: Hierzu soll offenbar die Stadt von sämtlichen Streunern
"gesäubert" sein. Bitte folgenden Muster-Protestbrief weiterleiten:
An die
Botschaft der Russischen Föderation
Reisnerstr. 45-47, A-1030 Wien
Tel. (+43) 01-7121229, 7131215
Fax: (+43) 01-7123388
email: rusemb@chello.at
DIE TIERE VON ST. PETERSBURG - OPFER DES G8-GIPFELS
Sehr geehrte Damen und Herren,
Augenzeugen haben berichtet, wie brutal die Behörden von
St. Petersburg zur Zeit gegen Streunerhunde vorgehen: Zwei Hunderudel
lebten in der Nähe der Metrostationen "Dibenko" und "Prospekt
Bol'shevikov". Eine Gruppe von Pensionisten fütterte die Tiere und
kümmerte sich um sie. Die Hunde waren kastriert und gekennzeichnet, alle
hatten Namen.
Am Abend des 18. Januars, als die Temperaturen auf minus
25 °C sanken, riefen fast alle Fernsehstationen dazu auf, Obdachlosen
und streunenden Tieren Zuflucht in den Metro-Stationen zu gewähren.
Einige Menschen nahmen die Hunde mit und brachten sie zum Aufwärmen in
die Station. Der Stationsvorsteher alarmierte die Behörde, und die Hunde
wurden vor den Augen der Metro-Passanten mit Dithylin vergiftet. Trotz
Lebensgefahr (Dithylin ist auch für Menschen tödlich) versuchten einige
Leute vergeblich, mit ihrem eigenen Körper die Tiere zu schützen.
Dithylin ist eine Substanz, die den Tod durch langsames und qualvolles
Ersticken herbeiführt und ist für Veterinärzwecke in allen zivilisierten
Ländern der Welt verboten.
Mit einer brutalen Kampagne sollen in St. Petersburg zur
Zeit Streuner beseitigt werden. Die Kampagne ist Teil der Vorbereitungen
für den G8-Gipfel im Juli dieses Jahres. Das Budget für die "hygienische
Säuberung" der Stadt wurde von 6 Millionen Rubel im Jahr 2005 auf 8,237
Millionen Rubel im Jahr 2006 erhöht. Am 16. Januar wurde ein Konzept
verabschiedet, wonach ab 1. Juli 2006 streunende Tiere auf "humane"
Weise eingefangen werden müssen. (Wir nehmen an, daß vor diesem Datum
alle Mittel erlaubt sind.) Im Moment wird bei ausgewachsenen Hunden
Dithylin verwendet, Welpen werden gegen Mauern geschleudert, Katzen
werden mit Angelhaken gefangen, so daß ihnen die Eingeweide
heraushängen. Das Problem ist, daß die für die Durchführung der
Säuberung verantwortlichen Politiker - wie Youri Andreyev, S.V. Chelekov
und V.S. Antonov - diese Tiere offenbar hassen.
Wir appellieren an die Regierung der russischen
Föderation, dieses brutale Morden unschuldiger Geschöpfe sofort zu
beenden und es der Kontrolle von Tierschutzorganisationen zu
unterstellen, wie die "Säuberung" der Stadt vorgenommen wird.
Rückfragehinweis: Dr.
Franz-Joseph Plank, (+43) 0676/7082434
Animal Spirit - Zentrum für Tiere in Not
Am Hendlberg 112, A-3053 Laaben
Tel: +43 (0) 2774/29 330
Spendenkonto: PSK 75.694.953
Email:
office@animal-spirit.at
Web: www.animal-spirit.at
ANIMAL SPIRT e.V.
Frauenhoferstr. 11, D-83714 Miesbach
Tel. +49 (0)8025 4610 bzw. s.o.
Spendenkonto: VB Freilassing
BLZ: 710 900 00, Kto: 285943