
03. 09. 2003
- TIERARZT MIT PFERDE-ERFAHRUNG FÜR ÄGYPTEN GESUCHT!
Animal Spirit hilft Animal Care in Egypt (ACE) bei der Suche nach
Tierarzt für die Ärmsten der Armen.
In Ägypten, wie
auch in vielen anderen Ländern im nördlichen Afrika, sind
Kutschenfahrten sehr gefragt. Hauptsächlich Touristen haben dadurch die
Gelegenheit, auf diese Art für wenig Geld die Sehenswürdigkeiten einer
Stadt kennen zu lernen. Für die Pferdebesitzer und Kutschenfahrer ist
es oft die einzige Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt zu finanzieren.
So auch in Luxor, wo rund 400 Pferde für Kutschenfahrten eingesetzt
werden. Was oft als nostalgisches Ferienvergnügen bezeichnet wird, ist
aber für manche Tiere eine brutale Quälerei. Pferde leiden stumm und
erdulden lautlos große Schmerzen. Dies lässt die unkundigen Touristen
nicht ahnen, welche Qualen den Tieren bereitet werden. Sehr oft müssen
die Kutschenpferde täglich über 14 Stunden arbeiten, und dies 7 Tage
in der Woche. In den Sommermonaten steigen die Temperaturen auf über 40°
Celsius im Schatten. Aus Angst vor Terroranschlägen reisen immer
weniger Touristen nach Ägypten. Die daraus resultierenden finanziellen
Einbussungen bekommen auch die Pferde zu spüren. Viele Tiere sind
abgemagert, die Hufe sind ungepflegt, Geschirr und Zaumzeug befinden
sich in einem desolaten Zustand. Die Pferdepflege wird vernachlässigt,
durch Schweiss und Schmutz verkrustet das Fell, unter dem Geschirr
bilden sich offene, blutige Druckstellen.
Einen
entscheidenden Schritt zur Verbesserung der Haltungsbedingungen für die
Tiere unternahm vor drei Jahren die Engländerin Julie Wartenberg. Im
Juli 2000 eröffnete sie am Stadtrand von Luxor die erste Waschanlage für
Nutztiere und gründete gleichzeitig die Organisation "Animal Care
in Egypt" (ACE). Der Sinn und Zweck dieser wertvollen Institution
liegt nicht nur darin, dass Kutschenfahrer ihre Pferde waschen und
pflegen können, sondern vor allem darin, dass kostenlos medizinische
Hilfe für die Tiere angeboten wird. Dies deshalb, weil den armen Leuten
die finanziellen Mitteln fehlen, um einen Tierarzt zu bezahlen. Geleitet
wird die Tierklinik von Kim und Mohamed zusammen mit einem Team von rund
15 Leuten. Dazu gehören auch ein Tierarzt und ein Hufschmied. Wie
wichtig und sinnvoll diese Institution ist, wurde mir klar, als ich im
Juli 2003 die Gelegenheit hatte, mich mehrere Tage in der Klinik
aufzuhalten. Nicht nur Kutschenpferde dürfen von der kostenlosen
Behandlung profitieren, auch alle anderen Tiere sind willkommen.
Vorwiegend sind es Esel, die oft durch einen unglaublich harten
Arbeitseinsatz gequält werden und leiden müssen. Bedauerlicherweise
bringen viele Leute ihre kranken oder verletzten Pferde und Esel erst in
die Klinik, wenn es bereits zu spät ist. Dies bedeutet, dass die Tiere
eingeschläfert werden müssen. Immerhin bleibt ihnen dadurch ein langes,
qualvolles Sterben erspart. Früher überließ man die Tiere ihrem
Schicksal, indem man sie in der Wüste aussetzte, wo sie langsam
zugrunde gingen.
Wie
notwendig die medizinische Hilfe für die Tiere ist, zeigt sich daran,
dass jede Woche rund 200 Pferde oder Esel behandelt werden müssen. Dazu
kommen noch weitere Tiere, wie zum Beispiel Kühe, Schafe, Hunde, Katzen
usw.
Wie
erwähnt werden sämtliche Behandlungen kostenlos durchgeführt. Die Bevölkerung
auf dem Land wie auch in der Stadt ist arm und verfügt kaum über genügend
Mittel, um den eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten. Umso mehr ist sie
auf den Einsatz ihrer Tiere angewiesen, die bei der täglichen Arbeit
eine wichtige und unentbehrliche Hilfe sind.
Seit
drei Jahren arbeitet Animal Care in Egypt für verletzte und kranke
Tiere. Damit diese notwendige Tätigkeit weitergeführt werden kann,
sind Spendengelder dringend erforderlich. Helfen Sie bitte mit, unterstützen
Sie diese sinnvolle Institution mit einem finanziellen Beitrag!
Auch
für die Pferde in Soweto bzw. Südafrika werden noch idealistische (Pferde-)Tierärzt/innen
(gegen Entlohnung!) gesucht! Lesen Sie mehr über die Pferdehaltung in
Soweto --> www.pericles-pferdeschutz.ch
(News)
Weitere
Informationen erhalten Sie bei:
PERICLES
PFERDESCHUTZ
Goldackerstrasse 14, CH 8500 Frauenfeld
Spendenkonto: PC-90-1075-0, Pericles zum Schutz des Pferdes.
oder
bei
ANIMAL
CARE IN EGYPT (ACE) - THE VETERINARY HOSPTIAL
Maypole Road, East Grinstead, West Sussex RH19 1HL, England,