Animal Spirit - Zentrum für Tiere in Not

 






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In Ägypten, wie auch in vielen anderen Ländern im nördlichen Afrika, sind Kutschenfahrten sehr gefragt. Hauptsächlich Touristen haben dadurch die Gelegenheit, auf diese Art für wenig Geld die Sehenswürdigkeiten einer Stadt kennen zu lernen. Für die Pferdebesitzer und Kutschenfahrer ist es oft die einzige Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. So auch in Luxor, wo rund 400 Pferde für Kutschenfahrten eingesetzt werden. Was oft als nostalgisches Ferienvergnügen bezeichnet wird, ist aber für manche Tiere eine brutale Quälerei. Pferde leiden stumm und erdulden lautlos große Schmerzen. Dies lässt die unkundigen Touristen nicht ahnen, welche Qualen den Tieren bereitet werden. Sehr oft müssen die Kutschenpferde täglich über 14 Stunden arbeiten, und dies 7 Tage in der Woche. In den Sommermonaten steigen die Temperaturen auf über 40° Celsius im Schatten. Aus Angst vor Terroranschlägen reisen immer weniger Touristen nach Ägypten. Die daraus resultierenden finanziellen Einbussungen bekommen auch die Pferde zu spüren. Viele Tiere sind abgemagert, die Hufe sind ungepflegt, Geschirr und Zaumzeug befinden sich in einem desolaten Zustand. Die Pferdepflege wird vernachlässigt, durch Schweiss und Schmutz verkrustet das Fell, unter dem Geschirr bilden sich offene, blutige Druckstellen.

 

Einen entscheidenden Schritt zur Verbesserung der Haltungsbedingungen für die Tiere unternahm vor drei Jahren die Engländerin Julie Wartenberg. Im Juli 2000 eröffnete sie am Stadtrand von Luxor die erste Waschanlage für Nutztiere und gründete gleichzeitig die Organisation "Animal Care in Egypt" (ACE). Der Sinn und Zweck dieser wertvollen Institution liegt nicht nur darin, dass Kutschenfahrer ihre Pferde waschen und pflegen können, sondern vor allem darin, dass kostenlos medizinische Hilfe für die Tiere angeboten wird. Dies deshalb, weil den armen Leuten die finanziellen Mitteln fehlen, um einen Tierarzt zu bezahlen. Geleitet wird die Tierklinik von Kim und Mohamed zusammen mit einem Team von rund 15 Leuten. Dazu gehören auch ein Tierarzt und ein Hufschmied. Wie wichtig und sinnvoll diese Institution ist, wurde mir klar, als ich im Juli 2003 die Gelegenheit hatte, mich mehrere Tage in der Klinik aufzuhalten. Nicht nur Kutschenpferde dürfen von der kostenlosen Behandlung profitieren, auch alle anderen Tiere sind willkommen. Vorwiegend sind es Esel, die oft durch einen unglaublich harten Arbeitseinsatz gequält werden und leiden müssen. Bedauerlicherweise bringen viele Leute ihre kranken oder verletzten Pferde und Esel erst in die Klinik, wenn es bereits zu spät ist. Dies bedeutet, dass die Tiere eingeschläfert werden müssen. Immerhin bleibt ihnen dadurch ein langes, qualvolles Sterben erspart. Früher überließ man die Tiere ihrem Schicksal, indem man sie in der Wüste aussetzte, wo sie langsam zugrunde gingen.

 

Wie notwendig die medizinische Hilfe für die Tiere ist, zeigt sich daran, dass jede Woche rund 200 Pferde oder Esel behandelt werden müssen. Dazu kommen noch weitere Tiere, wie zum Beispiel Kühe, Schafe, Hunde, Katzen usw.

 

Wie erwähnt werden sämtliche Behandlungen kostenlos durchgeführt. Die Bevölkerung auf dem Land wie auch in der Stadt ist arm und verfügt kaum über genügend Mittel, um den eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten. Umso mehr ist sie auf den Einsatz ihrer Tiere angewiesen, die bei der täglichen Arbeit eine wichtige und unentbehrliche Hilfe sind.

 

Seit drei Jahren arbeitet Animal Care in Egypt für verletzte und kranke Tiere. Damit diese notwendige Tätigkeit weitergeführt werden kann, sind Spendengelder dringend erforderlich. Helfen Sie bitte mit, unterstützen Sie diese sinnvolle Institution mit einem finanziellen Beitrag!

 

Auch für die Pferde in Soweto bzw. Südafrika werden noch idealistische (Pferde-)Tierärzt/innen (gegen Entlohnung!) gesucht! Lesen Sie mehr über die Pferdehaltung in Soweto -->  www.pericles-pferdeschutz.ch (News)

 

 

Weitere Informationen erhalten Sie bei:

 

PERICLES PFERDESCHUTZ
Goldackerstrasse 14, CH 8500 Frauenfeld
Spendenkonto: PC-90-1075-0, Pericles zum Schutz des Pferdes.

oder bei

 

ANIMAL CARE IN EGYPT (ACE) - THE VETERINARY HOSPTIAL
Maypole Road, East Grinstead, West Sussex RH19 1HL, England,

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