
01. 08. 2004 - Ferienzeit ist
Schmuggelzeit
Touristen im Souvenirrausch auf bedrohte Arten
Millionen Touristen reisen gerade wieder in
alle Welt, um ihre Ferien in den oft ärmsten Ländern der Erde zu
verbringen. Gerade in den letzten Jahren konnte man anhand der durch den
Zoll durchgeführten Beschlagnahmungen von lebenden und toten Tieren
feststellen, daß der Souvenierrausch der Touristen sprunghaft wächst.
Ob Muscheln, Korallen, Schildkrötenpanzer, Elfenbein, Felle, Zähne und
Krallen von Raubkatzen, Wildpflanzen oder sogar lebende Exoten, wie
Reptilien usw.- es ist wieder "Sitte", solche Souvenirs aus
fernen Ländern mitzubringen. Außer den begangenen Gesetzesverstößen
trägt jeder Tourist, der solche "Waren" erwirbt, dazu bei, daß
die oft ärmsten Länder der Erde ausgebeutet werden. Die Schäden an
Mensch und Natur in den Ferienländern sind oft so groß, daß sie kaum
wieder gutzumachen sind. Ganze Korallen-Riffketten werden z.B. für die
Souveniergewinnung zerstört, was zu gewaltigen Strand-Erosionen führt
und die Brutplätze der Fische vernichtet. Die Natur wird wieder überall
geplündert. "Es vergeht fast kein Tag", so Günther Peter von
der Aktionsgemeinschaft Artenschutz (AGA-International), "daß wir
nicht neue schreckliche Meldungen aus aller Welt bekommen!"

Die Wilderei auf Elfenbein ist, seit der
Lockerung des Elfenbeinbannes, wieder in die ostafrikanischen
Nationalparks eingezogen. Getötet wird alles, ob Elefanten, Nashörner
oder andere Wildtiere; auch die Wildhüter sind nicht selten Zielscheibe
der Naturplünderer, die auch für den professionell organisierten
Schmuggel arbeiten. Die Zukunft vieler Nationalparks hängt am seidenen
Faden. Hilfe ist dringend erforderlich, beispielsweise in Kenia, das
kaum noch Möglichkeiten sieht, die Nationalparks und Wildtiere zu schützen.
Es fehlt an Personal, Ausrüstung, Treibstoff und Ersatzteilen.
"Wir wollen helfen", so Günther Peter, der für seine Einsätze
viele internationale Ehrungen bekam, "aber es fehlt überall das
Geld. Firmen und Banken ziehen sich immer mehr vom
Naturschutz-Sponsoring zurück".
G. Peter sieht es als eine Schande, daß
das deutsche Bundesamt für Naturschutz und das deutsche
Umweltministerium den Handel mit bedrohten Arten erleichtern wollen, wie
aus einer Pressemeldung des BfN und BMU vom 20.7.2004 hervorgeht. Die
Deutschen sind jetzt schon Weltmeister der Naturzerstörung und des
Schmuggels von bedrohter Arten. Jeder sollte mithelfen und an diese Ämter
einen Protestbrief schreiben.
Bilder und nähere Infos: Günther Peter,
Tel: (+49) 07150 2981/ Fax: 8957.
Email: aga-international@t-online.de
Animal Spirit - Zentrum für Tiere in Not
Am Hendlberg 112, A-3053 Laaben
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