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Erstmals hat vergangenes Wochen-ende auf EU-Ebene in
Brüssel - als derzeitiges Rats-Vorsitzland - die Tagung "First
International Conference On Animal Welfare Education"
stattgefunden. Neben vielen NGOs - u. a. ANIMAL SPIRIT, "Tierschutz
im Unterricht" oder Vier Pfoten - waren auch FAO, OIE oder die
Welt-Tierschutz-Gesellschaft ver-treten. Jedoch wurden die
Er-wartungen vieler NGOs nicht erfüllt, indem oft weniger die
Interessen der Tiere im Vordergrund standen, sondern vielmehr, wie
die Verluste durch schlechte Fleischqualität infolge von "bad
handling of meat animals" hintan gehalten werden könnten ... |

1. EU-Konferenz für
Tierschutz-Ausbildung in Brüssel |
ANIMAL SPIRIT kritisierte als einzige NGO diese
Ausbeutung der "Schlacht-Tiere":
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So wurde an einem der Stände auf
dieser "Tierschutz-Tagung" tat-sächlich dafür Werbung gemacht, per "e-learning"
- also am Computer - besseres Betäuben und Töten von Tieren zu
erlernen (siehe Foto rechts)!
Auch wurde vorrangig die
Ausbildung von TierärztInnen in Sachen Tierschutz
besprochen (sicherlich auch ein wichtiges Anliegen), hingegen kaum
der so essentielle Unterricht an Kindern und Jugendlichen, wie wir
ihn ja bereits seit Jahren in diversen Schulen betreiben.
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"License to kill" per Maus-Klick? |
Tierärzte sind jedoch - zusammen mit
Politikern und der EU-Kommission, welche die Gesetze und Richtlinien
zum betäubungslosen Schächten ermöglicht haben - hauptverantwortlich
dafür, daß unzählige Tiere in unseren
EU-Schlachtbetrieben langsam zu Tode gequält werden.
Denn nach den Richtlinien der EU dürfen die Tiere aus hygienischen
Gründen beim Entbluten nicht tot, sondern nur betäubt sein. Deshalb
kommt es immer wieder vor, daß Tiere während des minutenlangen
Entblutens aus der Betäubung aufwachen. So müssen sie ihr langsames
qualvolles Sterben bei vollem Bewußtsein "erleben".
Betäubungsloses Schächten - nach wie vor ein
absolutes Tabu-Thema
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Ein Spezialist der Schwedischen
Universität für Landwirtschaftliche Wissenschaften hat uns
während der Tagung angesprochen und mitgeteilt, daß nach den
dortigen Unter-suchungen bis zu 47% der Stiere nicht richtig betäubt
sind, weil bei größeren Tieren der Druck des Bolzenschusses auf die
Gehirnbasis für eine vollständige und andauernde Betäubung nicht
genügend stark ausgeführt werden kann, bzw. die
Akkord-Schlachtarbeiter oft un-genügend ausgebildet sind. Bei den
meisten Tieren für die Rindfleisch-„Erzeugung“ – beispielsweise die
AMA-Gütesiegel-Produktion – handelt es sich aber vor allem um die
Schlachtung von Mast-Stieren.
Ältere Tierärzte - so wurde in den
Referaten immer wieder betont - haben während ihrer Ausbildung oft
nicht gelernt, daß sie auch für den Schutz der Tiere zuständig sind.
Tierärzte, die in Schlachthäusern arbeiten, werden gewöhnlich von
den Schlachthausbetreibern bezahlt. Würde ein Mitarbeiter die dort
herrschenden Mißstände aufdecken, wäre er schnell entlassen und
ersetzt!
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Schächten und unzureichende Betäubungs-Methoden |
Unsere Politiker sowie die
EU-Kommission, die die Gesetze und Richtlinien zum Schlachten und
Schächten ausgearbeitet haben, sind deshalb für unsagbare Leiden
verantwortlich.
"Tierschutz im Unterrricht"-Videosammlung bei uns
erhältlich
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Dieses Leiden ist auf unserer
Videosammlung Tierschutz im Unterricht / Erwachsenenbildung
dokumentiert, die den Teilnehmern der Konferenz zur
Wissensvermittlung angeboten wurde. Jeder reife EU-Bürger sollte
darüber informiert sein, um welch grausame Tierquälerei es sich beim
betäubungslosen Schächten handelt. Die DVD, auf der auch viele (altersangepaßte)
Beiträge für den Schulunterricht an Kindern und Jugendlichen
gesammelt sind, kann gegen eine Spende bestellt werden unter:
info@tierschutz.cc
Über das Unterrichten von Kindern und
Jugendlichen an Schulen wurde also nur wenig bzw. sehr theoretisch
gesprochen. Es bedarf nicht unbedingt teurer wissenschaftlicher
Forschung und eines Philosophierens über ethische Werte und
moralische Normen, bei gesundem Hausverstand und wenn die
menschliche Fähigkeit zu Mitgefühl nicht durch Profitdenken und
Genußgier getrübt ist, genügen Informationen über die herrschenden
Mißstände und jedes Kind wird sofort von sich aus erkennen, was gut
und was schlecht ist. |

Tierschutz im Unterricht-Videosammlung zu
bestellen |
Ein 12-jähriges finnisches Mädchen, das beim
EU-Malwettbewerb den ersten Preis gewonnen hat, brachte das klar zum
Ausdruck, als sie bei der Preisverleihung durch Prinz Laurent von
Belgien über ihre Beziehung zu den Tieren gefragt wurde:
„Tiere sind meine
Freunde. Sie sind mir genauso wichtig, wie meine menschlichen
Freunde.“
Dem ist eigentlich nichts mehr
hinzuzufügen.
MfG, Dr. Friedrich Landa,
AS-Tierschutzlehrer, Dr. Franz-Joseph Plank, AS-Obman |