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Dr. Rajendra Pachauri,
Vorsitzender der internationalen Kommission für Klima-wandel
(IPCC) und Gewinner des Friedensnobelpreises 2007, ermahnt
alle Mitmenschen, ihren persönlichen CO2-Ausstoß zu reduzieren,
indem sie ihre Ernährung umstellen. Dies sagte er anläßlich
eines Vortrages heute in London, der von der weltweit größten
Nutztierschutz-Organisation "Compassion in World Farming"
(CIWF), mit der ANIMAL SPIRIT kooperiert, organisiert
wurde. |
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Die derzeitige weltweite "Tierproduktion"
ist verantwortlich für 18 Prozent aller menschen-verursachten
Treibhausgas-Emissionen, indem jährlich mehr als 60 Milliarden
"Nutz"-Tiere gezüchtet und geschlachtet werden! Diese Zahl
soll sich bis zum Jahr 2050 sogar noch verdoppeln. Daher sei die
Notwendigkeit, unsere Ernährung zu verändern, immer dringender
erforderlich.
So würde ein durchschnittlicher Haushalt durch die Halbierung
seines Fleischkonsums die Auswirkung seiner Treibhausgas-Emissionen
mehr verringern, als durch die Halbierung seines persönlichen
Autoverkehrs! Dr. Pachauri, einer der weltweit führenden
Experten für den Klimawandel, meint daß obwohl die Menschen bereits
damit beginnen, Autofahren und Flugreisen zu reduzieren, ihre Häuser
besser zu isolieren und Abfallprodukte besser wiederzuverwerten, sie
noch kaum die Auswirkung der Viehhaltung auf den Klimawandel erkannt
haben, geschweige denn seine zunehmend katastrophale Wirkung auf die
Zukunft.
Aber auch die Regierungen müßten jetzt endlich handeln. So sollten
nicht nur Schadensbegrenzungsmaßnahmen implementiert werden, sondern
es sollten auch konkrete Pläne ausgearbeitet werden, um die
Gesamtzahl des Viehbestandes drastisch zu verringern. Weniger Tiere
zu halten würde auch bedeuten, bessere Tierschutzstandards zu
ermöglichen, das Hauptanliegen von CIWF und ANIMAL SPIRIT. "Wenn
wir nicht damit aufhören, Fleisch und Milchprodukte im derzeitigen
Ausmaß zu konsumieren, werden sowohl die Tiere, als auch der gesamte
Planet darunter leiden. Die industrielle Massentierhaltung ist
untragbar und inhuman. Der effektivste Beitrag, den die Menschen
leisten können, ist weniger Fleisch, Eier und Milchprodukte zu essen
und dafür mehr pflanzliche, biologische bzw. Freiland-Produkte."
sagt Joyce D'Silva, CIWF-Botschafterin.
Die Tierschützer und Dr. Pachauri drängen zudem darauf, die
Auswirkungen der Viehhaltung auf den Klimawandel zu reduzieren,
indem z.B. auch die Fütterung der Rinder verändert und so weniger
Methan produziert wird - ein in hohem Maß für den Treibhauseffekt
verantwortliches Gas. Aber die Fütterung müsse auch auf seine
etwaigen Auswirkungen auf Tiergesundheit und deren Wohlbefinden
untersucht werden. "So verursacht z.B. eine Fütterung mit
höherem Getreide-Anteil zwecks Verringerung des Methanausstoßes mehr
Lahmheiten bei den Tieren, da der höhere Säureanteil die
Klauengesundheit negativ beeinflußt. Zudem würde die Verwendung von
noch mehr Getreideprodukten im Tierfutter die gegenwärtige
Lebensmittelknappheit weiter forcieren," ergänzt Tierarzt Dr.
Franz-Joseph Plank von ANIMAL SPIRIT.
Rückfragehinweise:
CIWF, Annabel Davis oder
Valentina Moressa,
valentina@ciwf.org;
annabel@ciwf.org
ANIMAL SPIRIT, Dr. Franz-Joseph Plank, (+43) 0676-7082434,
office@animal-spirit.at |