
Für viele Menschen hat das Fleischessen etwas
Selbstverständliches, worüber sie sich kaum Gedanken machen. Wer aber
einmal innehält und seine Ernährungsgewohnheiten hinterfragt, erkennt
sehr bald, dass es eigentlich keinen stichhaltigen Grund für das
Fleischessen gibt, sondern dass im Gegenteil viele Probleme und
Nachteile damit verbunden sind.
Quelle:
http://www.vegetarisch-leben.ch/
Gesundheit
Gewalt gegen Tiere
Verheerende Folgen
für die Menschheit
Ethische Gründe
Religion
Warum sollten Christen Vegetarier
sein?
Vegetarismus
und die Weltsituation
Vegetarismus und Klimaschutz
Aktuelles:
30. 01. 2012 -
Neues
Veggie-Kochbuch
30. 11. 2011 -
Tierrechte kompakt: Gleichheitsprinzip
28. 01. 2011 -
Vegetarismus in Medien
25. 11. 2010 -
YouTube-Video: "USA: sexiest vegetarian ist 70 Jahre "jung"!
15. 10. 2010 -
"Das
Verbrechen an dem Mitgeschöpf Tier" in "KIRCHE IN"
11. 10. 2010 -
Youtube-Video des deutschen Kabarettisten Hagen Rether
02. 09. 2010 -
Neues Buch über Mensch-Tier-Beziehung
14. 08. 2010 -
Neues empfehlenswertes Buch "Tiere essen" erschienen
01. 06. 2010 -
Heutiger "Weltmilchtag": Wer denkt an die Kühe und
Kälber?
30. 05. 2010 -
STERN: "Weniger
Fleisch"!
22. 01. 2010 -
Am 30.1.2010 ist Anti-Schlachthoftag
30. 11. 2009 -
Neue Studie "Eating the planet?"
21. 10. 2009 -
Nutztiere erzeugen mehr als
50 % der weltweiten Treibhausgase
17. 07. 2009 -
Fleischlos essen spart 20 000
Milliarden
02. 07. 2009 -
Neue Vegetarierstudie:
Weniger Krebs/Veg. Sommerfest
13.
05. 2009 - Heute erster "fleischfreier Tag" in Gent, Belgien
08. 05. 2009 -
Gibt es Grenzen der Toleranz?
12. 02. 2009
- Wintertagung 2009:
Fleisch-Lobby lernt nichts dazu!
25.
01. 2009 - PETA: "Fleisch ißt
Klima"
17.
12. 2008 - Zunehmender Hunger in
der Welt erfordert einen ethischeren Lebensstil
20. 11. 2008 -
Macht euch das Publikum "zu eigen" - auch
wenn's nicht "eures" ist ...
27. 10. 2008 - 2 interessante Links:
http://www.fleisch-macht-krank.de/Fachartikel/Fleisch_Fachartikel.htm
http://www.fleisch-macht-krank.de/Studien/Fleisch_Studien.htm
15. 10.
2008 - Vegetarismus gegen Welthunger - Welternährungstag am 16. Oktober
2008
22. 09. 2008
-
Klimawandel -
Unser tägliches Fleisch
gib uns heute …
09. 09. 2008
-
Weniger Fleisch
ist gut fürs Klima!
08. 09. 2008
-
Führender Klima-Experte
drängt auf massive Änderung unseres Ernährungsverhaltens
24. 08. 2008
- Wissen bedeutet
Verantwortung
13. 06. 2008
- 10 Gründe keine
Meerestiere zu essen
09. 06. 2008
- 10 Gründe kein
Leder zu kaufen
15. 05. 2008 - Die 10
Top-Gründe kein Fleisch zu essen
18. 04. 2008 - Welthungerkrise durch Fleischkonsum
11. 04. 2008 - Klimaschutz
durch verantwortungsbewusste Ernährung
23. 07. 2007 - Ein Kilo Fleisch so
klimaschädlich wie 250 Kilometer Autofahrt
24. 06. 2007 - Fleischesser sind
keine Tierschützer von Helmut F. Kaplan
12. 06. 2007
- Zehn Wege in eine vegetarier-freundliche Welt
31. 05. 2007 - Fleisch
ist ungesund - Milch auch!
30. 05. 2007 -
Bessere neue Welt von Helmut F. Kaplan (inkl. Leserbrief)
16. 05. 2007 - Studie der Welt-Tierschutzgesellschft zum Hunger
16. 05. 2007 - Gedanken
zum Vegetarismus von Brigitte Schwaiger
23. 02. 2007 -
Vegetarier-Bund Deutschlands e.V.: Tier im Judentum
22. 02. 2007 - Tierquälerei ist vergleichbar
mit dem Holocaust ...
Gedanken und Fakten zum
Thema Vegetarismus
Warum keine Kuhmilch?
Viele Infos zum Thema finden Sie auch unter
www.vegetarismus.ch
G e s u n d h e i t
Fördert
Fleischessen gewisse Krankheiten? Kann umgekehrt eine rein vegetarische
Ernährung die Gesundheit verbessern oder wiederherstellen? Kann sie
bestimmte Krankheiten verhüten?
Vegetarier
bejahen diese Fragen aus praktischer Erfahrung, obwohl die moderne
Wissenschaft keine klare Stellung bezieht – zumindest nicht bis vor
kurzem. Denn medizinische Forschungen erbringen immer mehr Beweise, dass
zwischen Fleischessen und verschiedenen Krankheiten (wie Herzkrankheiten
und Krebs) eine direkte Verbindung besteht.
Fleisch als Verursacher von Krankheiten
Herzkrankheiten: Schon seit längerer Zeit haben Wissenschaftler den
Verdacht geäußert, dass fleischzentrierte Ernährung die Entstehung von
Arterienverkalkung und Herzkrankheiten fördert. Bereits 1961 schrieb das
amerikanische Ärztejournal: „90 bis 97 % der Herzkrankheiten könnten
durch eine fleischlose Kost vermieden werden.“ (Journal of the
American Medical Association 176/1961).
Im Fleisch
enthaltene Eiweiße sind für den menschlichen Körper nicht gänzlich
abbaubar (höchstens bis zu 70 %; im Gegensatz zu den andersgearteten
Eiweißen in Pflanzen, die für menschliche Verdauung geeignet sind). Die
nicht abgebauten Fleischeiweiße, ebenso wie die Cholesterin-Fette werden
langsam, aber sicher zum Problem, denn sie lagern sich an den inneren
Arterienwänden ab und behindern die Blutzirkulation im Körper, weshalb
das Herz viel mehr arbeiten muss, um das Blut durch die engen und
verhärteten Blutbahnen zu pumpen. Dies führt zu erhöhtem Blutdruck und
wird so die Ursache von Herzbeschwerden und Herzinfarkten sowie vielen
Alterskrankheiten, u. a. der weit verbreiteten Alzheimer-Krankheit
(nach: Fastiggi, The Disease, 1988).
Krebs:
Darüber hinaus weist die Ernährungs-Forschung unverkennbar auf einen
direkten Zusammenhang zwischen Fleischessen und Darm-, Magen- und
Brustkrebs hin. So hat beispielsweise das Berliner Institut für
Sozialmedizin und Epidemiologie eine wissenschaftliche Vergleichsstudie
zwischen Vegetariern und Fleischessern durchgeführt, deren Ergebnisse
viel Aufsehen erregte. Ein in der Neuen Zürcher Zeitung vom 23.7.1986
erschienener Artikel über diese Studie stellt in Bezug auf Anfälligkeit
für Tumore und Krebskrankheiten fest: „Der zu 80 % durch
Fehlernährung bedingte Dickdarmkrebs kommt bei Vegetariern sehr selten
vor … Weitere positive Befunde bei Vegetariern sind niedrigere Befunde
beim Kreatinin und bei der Harnsäure; Gicht kommt bei Vegetariern
nachgewiesenermaßen seltener vor als bei Fleischessern. Dasselbe gilt
für Erkrankungen der Niere.“
Warum nun
sind Fleischesser anfälliger für derartige Krankheiten? Einer der
Gründe, den Biologen und Ernährungswissenschaftler immer wieder nennen,
besteht darin, daß der menschliche Körper für die Verdauung von Fleisch
nicht geeignet ist. Fleischfressende Tiere haben einen kurzen Darmtrakt
(zwei- bis viermal die Körperlänge), so dass das rasch faulende,
toxische Fleisch den Körper schnell verlassen kann. Da sich pflanzliche
Nahrung wesentlich langsamer zersetzt als Fleisch, haben (nicht
wiederkäuende) Pflanzenfresser einen Darmtrakt von sechsfacher
Körperlänge; und der Darm des erwachsenen Menschen ist rund neun Meter
lang. Wenn der Mensch also Fleisch isst, werden die in der Folge
entstehenden Toxine (Abfallprodukte der Fäulnisbakterien) die Nieren
überlasten und langfristig Krankheiten wie Gicht, Arthritis, Rheuma und
Krebs verursachen.
Hinzu
kommt heute noch, daß der Mensch all die chemischen Stoffe und
Pharmazeutika, die den Tieren verabreicht werden, mit dem Fleisch mitißt.
Ohne
Fleisch nicht genügend Proteine?
Muss der
Mensch aber nicht Fleisch und Eier essen, um sich mit genügend Protein
(Eiweiß) zu versorgen? Die Antwort lautet: NEIN. Die offizielle
Empfehlung für den täglichen Eiweiß- konsum ist in den letzten vierzig
Jahren von 150g auf 30g gesunken. Weshalb? Weil zuverlässige weltweite
Forschungen bewiesen haben, dass wir gar nicht so viel Protein brauchen!
Diese hohen Zahlen wurden vor ein paar Jahrzehnten aufgrund des
Einflusses der Fleischindustrie in Umlauf gesetzt – aber nicht der
Gesundheit des Menschen, sondern der Vergrößerung des eigenen Profits
zuliebe. Der eigentliche Tagesbedarf liegt bei 25g. Zusätzlich
konsumiertes Eiweiß ist nicht nur verschwendet, sondern kann sogar
gefährliche Schäden im Körper anrichten. Um die täglich notwendigen 30g
Protein zu sich zu nehmen, braucht man kein Fleisch zu essen; es ist
leicht möglich, sie aus rein vegetarischer Nahrung in Form von Früchten,
Getreide, Hülsenfrüchten und Nüssen zu beziehen. Dies bestätigt auch die
Direktion des Gesundheitswesens des Kantons Zürich in ihrem
Gesundheitsplaner: „Es geht auch ohne Fleisch: Es gibt viele
Kombinationen pflanzlicher Lebensmittel, deren Eiweißgemisch mindestens
so hochwertig ist wie tierisches Eiweiß.“
Dass der Mensch gar nicht so viel
Protein braucht, wird auch durch die folgende Tatsache belegt: Als
Säugling benötigt der Mensch die höchste Protein-Konzentration in der
Nahrung, innerhalb weniger Monate das Körpergewicht verdoppelt werden
muss. Die natürliche Nahrung des Säuglings ist die Muttermilch, die 2,8
% Protein enthält. Der Erwachsene benötigt also bestimmt nicht mehr als
2,8 % Proteinanteile in der Nahrung, was wiederum für die vegetarische
Ernährung spricht. (Gemüse und Früchte haben 1,5 – 2 %, Milch 4 % und
Getreide 5 – 10 %. Fleisch hat 15 % Proteinanteile, die dazu noch, wie
bereits erwähnt, nicht gänzlich abbaubar sind).
In ihrer
Ausgabe vom 12.2.1987 schreibt die Weltwoche, Zürich: „Eine fünf
Jahre dauernde Studie hat Erfreuliches zu Tage gefördert. Ausgerottet
ist der Aberglaube, dass, wer kein Fleisch isst, an Eisenmangel leidet.
Die Studie hat bewiesen, dass jene Körper, die weniger Eisen bekommen
(und Fleisch liefert 30 Prozent unseres Nahrungseisenbedarfs) einfach
mehr Eisen aus der verabreichten Nahrung lösen. Ähnlich ist es mit dem
Kalzium.“ Darum schlussfolgert die Neue Zürcher Zeitung im bereits
erwähnten Artikel über die Berliner Vegetarier-Studie: „Es wurde oft
gesagt, dass vegetarische Kost zwangsmäßig eine Mangelernährung
verursacht. Diese Behauptung erwies sich nun als unrichtig. Heute sieht
man ein, dass die Vegetarier von Naturwissenschaftlern und Medizinern
auf Grund bloßer Vorurteile während vergangener Zeit nicht ernst
genommen wurden.“
Was
ist die natürliche Nahrung des Menschen?
Eine
häufige Frage lautet: Aber ist der Mensch denn nicht von Natur aus ein
Fleischesser, oder zumindest ein Allesesser? Auch diese Frage gründet in
einem Missverständnis.
Obwohl der
Mensch zwar vieles essen kann (also biologisch gesehen imstande ist,
sich sowohl von Tierfleisch als auch von Pflanzen zu ernähren), heißt
das noch lange nicht, dass deshalb alles für ihn gesund ist. Im
Gegenteil: Körperbau und Veranlagung zeigen, dass die fleischlose
Ernährung für den Menschen viel natürlicher und ratsamer ist. Dies wird
anhand der folgenden Gegenüberstellung deutlich:
|
Fleischfressende Säugetiere |
Pflanzenfressende Säugetiere/Mensch |
|
haben Krallen |
haben keine Krallen |
|
keine Hautporen; kühlen den Körper durch
Verdunstung über die Zunge |
Hautatmung über Millionen von Poren |
|
Klappgebiss (nur auf und ab) |
Kaugebiss (auch seitlich verschiebbar) |
|
scharfe, spitze
Vorderzähne, um Tiere zu reißen |
keine scharfen, spitzen Vorderzähne zum Reißen
von Tieren |
|
keine abgeflachten Backenzähne zum Zermahlen der
Nahrung |
abgeflachte Backenzähne, um pflanzliche Nahrung
zu zermahlen |
|
nur kleine Speicheldrüsen im Maul (da wenig
Getreide und Früchte vorzuverdauen sind) |
gut ausgebildete Speicheldrüsen (notwendig, um
Getreide und Früchte vorzuverdauen) |
|
saurer Speichel; kein Ptyalin-Enzym zur
Vorverdauung von Getreide |
alkalischer Speichel; viel Ptyalin, um Getreide
vorzuverdauen |
|
viel starke Salzsäure im Magen, um zähe
Tiermuskeln, Knochen, etc. zu verdauen |
10 mal schwächere Magensäure als Fleischesser |
Der Mensch
ist also von Natur aus ein Pflanzenesser. Dies zeigt sich auch daran,
dass er das getötete Tier nicht roh essen kann, sondern es durch
Abhängen, Kochen, Würzen und Braten zubereiten muss, bevor er überhaupt
nur daran denken kann, es zu verzehren. Und er isst nur Faserfleisch
(Muskeln). Blut, Mark, Knochen und Innereien, die mineralstoff- und
proteinreichen Teile der Tierleiche, die von den natürlichen
Fleischessern mitverzehrt werden, verschmäht der Mensch. Kein von Natur
aus zum Fleischessen bestimmtes Wesen tut das. Auch die Tiere, die der
menschlichen Lebensform am nächsten stehen, nämlich die Menschenaffen,
sind bereits Vegetarier.
Fleischessen und körperliche Energie
Noch
offensichtlicher wird die Tatsache, dass die bereits besprochenen
Zivilisationskrankheiten durch das Fleischessen verursacht werden, wenn
wir Völker aus anderen Kulturkreisen betrachten, die kein oder nur sehr
selten Fleisch essen. In letzter Zeit haben Wissenschaftler begonnen,
Völker systematisch zu untersuchen, und die Ergebnisse sind eindeutig.
Berühmt gewordene Beispiele sind ein Hirtenvolk in den Bergen von
Ecuador und der Hunza-Stamm im Nordwesten des Himalajas sowie
verschiedene Völker Südindiens, bei denen Krebs und Herzerkrankungen
praktisch nicht vorkommen, obwohl es unter ihnen auffallend viele
Menschen gibt, die über 80 Jahre, einige sogar über 110 Jahre alt waren.
Dagegen
ist bei Volksstämmen, die praktisch nur von Fleisch und Fisch leben,
auffallend, dass sie sehr schnell altern. Bei den Eskimos und Kirgisen
z. B. beträgt das statistische Durchschnittsalter nicht einmal 30 Jahre,
und nur selten wird bei ihnen jemand älter als 40!
Nicht nur
in Bezug auf Lebenserwartung, sondern auch in Bezug auf körperliches
Leistungsvermögen schneiden in Vergleichsstudien die Vegetarier besser
ab. Bei körperlicher Anstrengung beweisen sie eine viel größere Ausdauer
als Fleischesser, und sie benötigen eine kürzere Erholungsphase, da
vegetarische Nahrung natürlich aufbauend wirkt, wohingegen Fleisch nur
einen kurzen Energieschub gibt (ähnlich wie Kaffee), aber dann den
Körper mit all den beschriebenen Nachteilen belastet. Auch das Tierreich
bestätigt diese Beobachtung. Man soll einmal versuchen, sich die Arbeit
eines Ochsen, Kamels, Pferdes, Löwen, Tiger oder Hundes aufzubürden.
Außerdem zählen zu den größten und stärksten Tieren der Welt reine
Pflanzenesser, wie etwa der Elefant, das Nashorn und der Gorilla.
Aus all
dem Gesagten geht deutlich hervor, dass die Menschen problemlos ohne
Fleisch, Fisch und Eier leben können; es gibt keinen Grund, warum sie
diese Dinge essen müssten, aber viele dafür, warum sie darauf verzichten
sollten.
G e w a l t g e g e n T i e r e
Dass man allein schon der Gesundheit
zuliebe kein Fleisch essen sollte, wird noch klarer, wenn wir
untersuchen, unter welchen Bedingungen das Fleisch heute „produziert“
wird, das heißt, was die Tiere und das Fleisch durchmachen, bevor sie
schön verpackt in der Einkaufstasche des nichtsahnenden Konsumenten
landen.
Gepanschtes Fleisch
Die
Zeitschrift „Natur“ veröffentlichte in ihrer Ausgabe 2/87 einen Artikel
mit dem Titel „Tierische Geschäfte“, in dem auf mutige Weise
Zusammenhänge zwischen profitgierigen Pharma-Firmen, skrupellosen
Tiermästern und Schlachthöfen aufgedeckt wurden. Die Problematik der
modernen Tierhaltung fasst dieser Artikel wie folgt zusammen:
„Der
Handelskrieg wird über den Preis geführt. Das scheint zunächst im Sinne
der Verbraucher zu sein. Doch das Bestehen in diesem Preiskrieg ist nur
bei massenhafter Serienproduktion möglich. Keine der Handelsketten kauft
50 Hähnchen beim Bauern ein – sie brauchen 50.000 pro Lieferung. Die
„Produktion von tierischem Protein“ in den Massentierhaltungen hat sich
darauf eingestellt. Was der Verbraucher nun zwischen die Zähne bekommt,
ist gewürzt mit Wachstumsförderern, Hormonen, Antibiotika und
Beruhigungsmitteln. Im besten Falle erhält er billiges, nährstoffarmes,
aufgeblasenes Fleisch – im schlimmsten Falle ist es vergiftet... Was in
den Massentierhaltungen und Schlachthöfen geschieht, wird mühelos
verdrängt.“ Und was verdrängt wird, ist haarsträubend. Wenn
peinlicherweise einmal ein Skandal bekannt wird, ist die Öffentlichkeit
zutiefst schockiert.
So schrieb
z. B. das Magazin der Spiegel (33/88) in seiner Titelgeschichte „die
Schweinerei mit dem Fleisch“: Die bundesdeutsche Landwirtschaft
erlebt den größten Hormon-Skandal ihrer Geschichte. Illegale
Händlerringe und gewissenlose Veterinäre verdienen an der Tiermast als
„Mafia im Geschäft“. Unters Fell gespritzt und in den Futtertrog gekippt
wird nahezu alles, was die Pharmaindustrie so produziert, um Rind,
Schwein oder Huhn bis hin zur Schlachtbank auf den Beinen zu halten.
Wenn Schweine, damit es sich lohnt, innerhalb von 180 Tagen zu
Zwei-Zentner-Fleischbergen hochgepäppelt werden, wächst das
Knochengerüst nicht schnell genug mit, und die Tiere brechen unter dem
eigenen Gewicht zusammen.
Immer mehr Veröffentlichungen weisen
darauf hin, wie Fleisch auf verschiedenste Weise chemisch manipuliert
wird. Erstens einmal muss es konserviert werden, damit keine üblen
Gerüche dem Käufer des Tage und Wochen alten Fleisches den Appetit
verderben, und zweitens muss das grau-grünliche Fleisch rot gefärbt
werden, da es sonst kaum verkaufbar wäre.
Tödliche Brutalität
Tiere
werden heute nicht mehr als Lebewesen behandelt, sondern als
Fleischmaschinen. Das Leben eines gefangengehaltenen Schlachttieres ist
von Anfang bis zum Ende schöpfungswidrig – angefangen mit der
konzentrationslagergleichen Aufzucht, der Kastration und den
Hormonbehandlungen, über die Verfütterung künstlicher Nahrung zu
Mästzwecken bis hin zu langen, schmerzvollen Transporten in extremer
Angst und schließlich dem grausamen Ende im Schlachthof.
Tierschlachtungen sind alles andere als „human“. In Wahrheit machen die
Schlachthäuser Höllenvisionen Konkurrenz.
Schreiende
Tiere werden durch Hammerschläge, Elektroschocks oder Bolzenschusswaffen
betäubt. Mit Haken werden sie – tlw. noch bei vollem Bewußtsein, wie
verschiedene Video-Dokumentationen zeigen - an den Hinterbeinen in die
Luft gezogen und auf vollautomatischen Fließbandanlagen durch Fabriken
des Todes befördert. Die Kehle wird ihnen bei lebendigem Leibe
aufgeschnitten und ihr Fleisch schon verarbeitet, während sie noch zu
Tode bluten. Diese Methode spart Zeit und erhöht die Gewinne.
Genauso
wie für den Menschen ist auch für das Tier das Ermordet-werden eine
Erfahrung von Schrecken und Panik, was im Körper schlagartig einen
drastischen biochemischen Wandel auslöst, wodurch der ganze Kadaver mit
Angst-Hormonen vergiftet wird. Der inter-national engagierte Schweizer
Tierschützer und Ökologe Franz Weber erklärte in einer Radiosendung: „Nehmen
wir das Beispiel von Hamburg, wo Menschen Vergiftungen erlitten, als sie
Thunfisch aus der Büchse aßen. Warum? Der Thunfisch wurde lebendig (!)
zersägt, und die gefangenen Fische hatten eine solch unglaubliche Angst,
dass sie ein Gift ausschieden, das in das Fleisch einging. Das war schon
den alten Römern bekannt. Um ein bestimmtes Gift zu bekommen, haben sie
Sklaven zu Tode gefoltert, und mit dem Speichel dieser Toten konnte man
andere vergiften“.
Die
Todesangst geht also ins Gewebe ein und wird vom Menschen mitgegessen.
Aber auch ein „glückliches“ Tier erfährt Todesangst. Die Produktion von
sogenanntem „Bio-Fleisch“ ist eigentlich schizophren: Einerseits will
man die Tiere als Lebewesen respektieren und gewährt ihnen deshalb
angenehmere Lebensbedingungen, und andererseits schlachtet man sie und
isst sie auf. Auf diese Weise werden jährlich weltweit über 40
Milliarden (!) sog. „Nutztiere“ - inklusive Geflügel - getötet. Die Zahl
der jährlich getöteten Fische geht in die Billionen. (In diesen Zahlen
sind die vielen Millionen Opfer der Tierversuche und der Pelzindustrie
nicht mitgerechnet).
Verheerende Folgen für die Menschheit
Im 4. Jh. v. Chr. verfasste der
Grieche Platon sein berühmtes Buch „Der Staat“, das verschiedene Reden
des großen Philosophen Sokrates enthält. Unter anderem spricht Sokrates
darüber, wie ein Staat seine wirtschaftliche Grundlage gesund erhalten
kann, und in diesem Zusammenhang weist er darauf hin, dass die
allgemeine vegetarische Ernährung notwendig ist. Er warnt, dass mehr
Weideland benötigt werde, sobald die Menschen begännen, den Tierbestand
zu erhöhen, um zusätzlich Schlachttiere zu halten:
„Und
das Land, das ursprünglich groß genug war, um all seine Bewohner zu
versorgen, wird auf einmal zu klein sein, und so werden wir in den Krieg
ziehen müssen.“
Es ist
erstaunlich, dass dem Philosophen Sokrates nicht nur die
gesundheitlichen Nachteile des Fleischessens bekannt waren, sondern
offensichtlich auch die ökonomischen. Er weist mit Recht darauf hin,
dass die Erde genug Nahrung für alle ihre Bewohner hervorbringt, dass
aber ein Fehlverhalten von nur weinigen Menschen schon weittragende
Folgen haben kann. Welch verhängnisvolles Ausmaß diese Folgen heute
angenommen haben, hat sich allerdings selbst Sokrates kaum vorstellen
können. Der Teufelskreis, der durch das Essen von Fleisch ausgelöst
wird, ist wahrscheinlich das typischste Beispiel für die Vernetzung von
menschlicher Vernunft und Zerstörung.
Nahrungsmittelverschwendung
Fleisch
ernährt wenige auf Kosten vieler. Für die Produktion von Fleisch wird
wertvolles Getreide, das den Menschen direkt ernähren könnte, an Tiere
verfüttert. Laut amtlicher Angaben des Landwirtschaftsministeriums der
Vereinigten Staaten werden über 90 % des in Amerika angebauten Getreides
an Tiere verfüttert (Rinder, Schweine, Lämmer, Geflügel, usw.). Oder
anders ausgedrückt: Den Schlachttieren Amerikas wird jährlich mehr
Getreide verfüttert, als die Bevölkerung von Indien und China
zusammengenommen zur Ernährung braucht. (Heller: das Brot des Siegers,
1985, S. 27).
Doch
dieses Verfahren, Getreide in Fleisch umzuwandeln, ist über alle Maße
verschwenderisch. Fleischproduktion ist, energetisch gesehen, die
schlechteste Form der Bodenausnutzung: Um ein Rind ein Jahr lang zu
mästen, benötigt man 0,5 ha Land. Nach einem Jahr erhält man von diesem
Tier ca. 300 kg essbares Fleisch. Hätte man während diesem Jahr auf
derselben Fläche Getreide oder Kartoffeln angepflanzt, hätte man 3000 kg
bzw. 20.000 kg Nahrungsmittel bekommen, also 10 mal mehr Getreide und 65
mal mehr Kartoffeln als Fleisch!
Diese verschwenderische
Nahrungsmittelproduktion geschieht willentlich. Seit dem Zweiten
Weltkrieg haben finanzstarke Konzerne begonnen, zahllose Kleinbetriebe
aufzukaufen und in riesige Kommerzfarmen umzuwandeln, um das Land mit
Monokulturen auszubeuten. Dadurch warfen die Großgrundbesitze (die
hauptsächlich europäischen, amerikanischen und japanischen Chemie-,
Versicherungs- und Bankriesen gehören) dreifache und noch höhere
Getreideerträge ab, was nur möglich war durch den Einsatz von
hochtechnologischen Maschinen, genetisch manipuliertem Saatgut,
chemischen Düngern und Agrargiften. Um zu verhindern, dass durch diese
Überproduktion die Preise sinken, mussten die Ernteerzeugnisse vom Markt
ferngehalten werden, das heißt anders verwendet bzw. verschwendet
werden. Man stand also vor der Frage, wie man den Überfluss
profitbringend loswerden konnte. Die Antwort lag auf der Hand: durch
Fleischproduktion! Die Rechnung war einfach: Man mästet die künstlich
gezüchteten Tiere mit der überproduzierten Nahrung, die an sich ein
totes Kapital darstellt, und verkauft das Fleisch alsdann mit hohem
Gewinn.
Tiere
fressen eine viel größere Menge Futter, als die Schlachtung Fleisch
ergibt, und von allen Tieren ist das Rind am ungeeignetsten,
pflanzliches Protein in tierisches Protein zu verwandeln. Rindfleisch
stellt also die „ideale“ Verschwendung dar: 1 Kilo Rindfleisch
entspricht 16 Kilo Getreide. Die restlichen 15 Kilo, also 84 % sind für
den Menschen verloren. Die Fleischwirtschaft kommt also einer
Vernichtung von Nahrungsmitteln gleich. Und dennoch (oder gerade
deshalb?) wird die Fleischproduktion durch neue Gesetze mit riesigen
Subventionen gefördert, und zwar auf Kosten des Konsumenten: mit seinen
Steuergeldern in Form von Subventionen an die Schlachttiermäster bzw.
Tiertransportlobby und durch Erhöhung der Preise für die gesunden,
natürlichen Nahrungsmittel, wie Brot, Gemüse, Obst, Nüsse und
Samen. Während Fleisch dadurch künstlich billiger angeboten wird,
steigen die Brot- und Gemüsepreise! Die oben beschriebene Taktik der
Großkonzerne führte explosionsartig zu einem gesteigerten Bedarf, und
dem Volk musste das Fleisch des wachsenden Fleischberges irgendwie
schmackhaft gemacht werden. Über eine großangelegte Werbung und
„wissenschaftliche“ Propaganda wurde verkündet: Fleisch sei gesund, der
Mensch brauche viel Protein, pflanzliches Protein sei minderwertig,
Vegetarier hätten Mangelerscheinungen, usw. Leider wird dieser
werbungstechnische Unsinn auch heute noch von vielen Medizinstudenten,
Ärzten und „Ernährungswissenschaftlern“ geglaubt und verkündet.
Ausbeutung der Dritten Welt
Wohlstandsländer verschwenden nicht
nur ihr eigenes Getreide, indem sie es an ihre Schlachttiere verfüttern,
sondern verschwenden für diesen Zweck auch Futtermittel, die in der
Dritten Welt angebaut werden. Dadurch wird den dortigen Bauern
lebensnotwendiges Acker- und Weideland geraubt, was das Gleichgewicht
der Wirtschaft in diesen Ländern zerstört und zu Viehsterben und
Nahrungsmittelknappheit und dadurch zu Importabhängigkeit und
Verschuldung führt.
47 % der
globalen Getreideproduktion wird an Schlachttiere verfüttert.
Demgegenüber sterben nach UNO-Statistik täglich 43.000 Kinder an Hunger!
Stellvertretend für all diejenigen, die diese Zusammenhänge erkannt
haben, sagt der Schweizer Nationalrat und Dritte-Welt-Experte Prof. Jean
Ziegler: „Diesen fürchterlichen Massenmord will ich nicht mehr
mitmachen. Kein Fleisch zu essen ist ein minimaler Anfang.“
Solche
Tatsachen haben Weltwirtschaftsexperten veranlasst, darauf hinzuweisen,
dass das Hungerproblem der Welt im Grunde von wenigen Menschen
verschuldet ist. Nicht die angebliche Überbevölkerung ist die Ursache
der Nahrungsmittelknappheit, unter der heute fast Dreiviertel der
Erdbevölkerung leidet, sondern der Missbrauch der Nahrungsmittel. Wir
produzieren mehr als genug Nahrungsmittel für alle Menschen auf unserem
Planeten, doch wir verteilen sie ungerecht, indem wir sie verschwenden,
das heißt, den Schlachttieren verfüttern oder tonnenweise ins Meer
schütten bzw. verbrennen, nur um den Preis stabil zu halten.
Die Fleischproduktion verursacht in
den Ländern der Dritten Welt aber nicht nur Hunger, sondern auch die
Zerstörung der Umwelt. Der tropische Regenwald, Hauptquelle der
Sauerstoffproduktion unseres Planeten, bedeckte noch im Jahre 1945 die
Erde mit einer Ausdehnung von 16 Millionen Quadratkilometern. In den
letzten fünf Jahrzehnten jedoch ist diese „grüne Lunge“ weltweit um mehr
als 50 % geschrumpft! Wo vorher die üppige tropische Vegetation vieler
Tier- und Pflanzenarten Lebensraum bot, setzt nach der Rodung sofort die
Erosion ein, und nach wenigen Jahren der profitgierigen Nutzung bleibt
nichts anderes als eine karge Wüstenlandschaft übrig. Und wer ist
schuldig? Hauptsächlich die internationalen Fleisch- und
Hamburgerkonzerne, die das gerodete Land als Weideflächen für ihre
Schlachttierherden oder als Ackerland für riesige Futtermittelplantagen
(z. B. für Soja) verwenden, und zu einem gewissen Teil auch die Papier-
und Holz-Multis. „Das reichste Ökosystem der Erde wird also zu
Hamburgern (Statistiken zeigen, dass der weltweit größte
Hamburger-Konzern im Jahr mehr als 500 neue Filialen eröffnet – alle 17
Stunden eine – und pro Sekunde 140 Hamburger verkauft – mit rapide
steigender Tendenz. Für einen einzigen Hamburger (!) müssen vier bis
fünf Quadratmeter Regenwald in Weide- oder Ackerland umgewandelt werden,
zu Sperrholz und Packpapier verarbeitet – für Europäer, Amerikaner und
Japaner.“ (Neue Zürcher Zeitung, 30.3.1983). Skrupellos werden
einheimische Kleinbauern in die Städte vertrieben, das Land wird mit
Monokulturen und Chemie ausgebeutet, der Boden mit schweren Maschinen
zerdrückt und der natürliche Kreislauf der Nahrungsversorgung zerstört.
Der
brasilianische Erzbischof Helder Camara fasste diese Missstände mit
folgenden Worten zusammen: „Überall in der Dritten Welt wird die
Landwirtschaft auf Kosten des Volkes modernisiert. Um die
Konsumgewohnheiten der Reichen zu befriedigen, die immer mehr Fleisch
essen wollen, lässt man das fremde Vieh die kärglichen Kulturen der
wehrlosen Kleinbauern zertrampeln.“ (zitiert in : „Die Schuld der
Fleischesser“, Tagesanzeiger, Zürich, 23.9.1978).
Zerstörung des ökologischen Gleichgewichtes
Der Teufelskreis zieht aber noch
weitere Kreise. Tiere sterben aus, mittlerweile mindestens eine Tierart
pro Tag! Nicht nur die Tiere des Urwaldes, sondern auch andere Tiere
erliegen der Umweltzerstörung und der Mordlust des Menschen. Dies
schlägt auf den Menschen zurück. Zum Beispiel stellen viele Bauern fest,
dass es vermehrt Ungezieferplagen gibt, da die Insekten- und
larvenfressenden Vogelarten verschwinden – aufgrund der Monokulturen,
Agrargifte, Hecken- und Waldabholzungen usw. Die riesige Abholzung ist
auch eine der direkten Ursachen für die weltweite Klimaverschiebung,
deren katastrophale Folgen (Treibhauseffekt, Dürren, Wüstenausbreitung,
Überschwemmungskatastrophen, Abschmelzen der Pol-kappen usw.) bereits
deutlich sichtbar sind. Auch in den modernen Industrienationen sind die
Schäden, die durch Monokulturen, Profitwirtschaft und Fleischessen
verursacht werden, fatal. Diese äußern sich vor allem in der extremen
Umweltverschmutzung. Die stark verunreinigten Abwässer von Mastbetrieben
und Schlachthöfen tragen in hohem Maße zur Überdüngung und Abtötung der
Seen, Flüsse und Meere bei.
Allein auf
einem mittleren Mastbetrieb mit 5000 Kälbern entstehen jährlich
zehn Millionen Liter Jauche! Die in Deutschland von den Masttieren
erzeugte Jauche hat ein solches Ausmaß erreicht, dass jährlich pro
Person mehr als drei Tonnen Jauche anfallen. (aus: Fleisch frisst
Mensch, ARD, 18.10.1987).
Ein
Beispiel: Zum Anbau von einem Kilogramm Weizen werden nur rund 60 Liter
Wasser benötigt, wohingegen die Produktion von einem Kilogramm Fleisch
zwischen 2500 und 6000 Liter Wasser erfordert, die dann im Gülleloch
landen. Wohin mit diesem Meer von Jauche? Man versucht, sich ihrer zu
entledigen, indem man sie auf die Felder kippt; aber da zwischen der
Menge der Tierexkremente und dem zur Verfügung stehenden Land kein
Verhältnis mehr besteht, werden die Felder oft maßlos überdüngt. So
gerät die Gülle, die auch die den Tieren verabreichten Chemikalien
enthält, in das Grundwasser (Flüsse, Seen, Meere).
Eine der
sichtbaren Folgen dieser Eingriffe in die Natur sind die sterbenden
Meere, wie die Nordsee und das Mittelmeer. Fische sterben,
Algenschwemmen treten auf, usw. Ursache dafür sind in erster Linie
Phosphate und Nitrate. Allein in die Nordsee werden jährlich etwa
100.000 Tonnen Nitrate geschwemmt. Diese Salze stammen aus der Industrie
und den kommunalen Kanalisationen entlang den Zuflüssen und auch – wie
hinlänglich erwiesen - zu einem großen Teil aus der kommerziellen
Landwirtschaft und den Tierschlächtereien. Die massenweise produzierten
tierischen Exkremente haben darüber hinaus noch eine weitere
Nebenwirkung: sauren Regen. Die holländische Regierung, die diese
Zusammenhänge erforschte, kam zu dem Ergebnis, dass die Ammoniak- und
Methangas-Emissionen der Güllebehälter von Massentierhaltungen zu saurem
Regen führen und zu einem Drittel für das Waldsterben verantwortlich
sind.
Der
Ökologe Dr. Georg Borgström errechnete, dass durch die Fleischproduktion
zehnmal mehr Verschmutzungen verursacht werden, als durch
Privathaushalte und dreimal mehr als durch die Industrie. (zitiert in:
Lappé, die Öko-Diät, 1982).
Mit
anderen Worten: Durch eine vegetarische Ernährung könnten viele
Probleme, die die heutige Welt belasten, mit einem Mal gelöst werden. In
Anbetracht all dieser Gründe ist es sehr schwer zu verstehen, wie es
sich jemand noch leisten kann, nicht Vegetarier zu sein.
E t h i s c h e G r ü n d e
“Auch
wenn wir gar nicht hoffen könnten, dass jemals alle Menschen zur
vegetarischen Lebensweise übergehen werden, hätte niemand deswegen das
Recht, Fleisch zu essen. Ein Unrecht bleibt auch dann ein Unrecht, wenn
alle es begehen.“ – Magnus Schwantje (1877-1959), einer der ersten
großen Vorkämpfer für Vegetarismus und Tierschutz; prägte im Jahre 1902
den Begriff „Ehrfurcht vor dem Leben“.
Bisher
haben wir nur die gesundheitlichen, wirtschaftlichen und ökologischen
Nachteile des Fleischessens behandelt. Die nächste Fragestellung geht
tiefer:
Haben wir – abgesehen von den Folgen
– überhaupt das Recht, Tiere zu töten?
Diese Frage bringt uns in den Bereich
der Ethik, einer Wissenschaft, die nicht nur wie die heute gängigen
Wissenschaften leblose Materie untersucht, sondern über die leblose
Materie hinaus, Leben und Sinn sucht. Ethik wird in der heutigen Zeit
des technischen Fortschritts als Stiefkind behandelt und an den Schulen
und Universitäten nur vereinzelt gelehrt. Ohne Ethik, nach dem Sinn und
Wert einer Handlung zu fragen, wird jede Wissenschaft jedoch sinn- und
wertlos. Ethik muss also die Grundlage eines jeden wissenschaftlichen
Strebens sein. Ethik leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet
„innere Gesinnung, Sitte und Lebensführung“, aus der Verantwortung
gegenüber der Schöpfung. Es ist also nicht verwunderlich, dass sich die
Vertreter der Ethik immer auch mit dem Thema des Vegetarismus
auseinandersetzen. Das Wort „Vegetarier“, das im Jahre 1842 von den
Gründern der Britischen Vegetarischen Gesellschaft geprägt wurde, hat
seine Wurzel im lateinischen Wort vegetus, das „unversehrt, gesund,
frisch oder kräftig“ bedeutet. (Mit dem Ausdruck homo vegetus
bezeichneten die Römer einen „geistig und körperlich gesunden
Menschen“.) Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes weist also auf eine
philosophisch und moralisch ausgeglichene Lebenseinstellung hin, die
weitaus mehr beinhaltet als nur die Ernährung von Gemüse und Früchten.
Die meisten Vegetarier sind Menschen,
die verstanden haben, dass wir als Beitrag zu einer gerechteren und
friedlicheren Gesellschaft zunächst das Problem der Gewalt in unserem
eigenen Handeln lösen müssen. Sie sind sich bewusst geworden, dass
Fleischessen eine Gewaltanwendung gegen andere Lebewesen mit sich
bringt, die unverantwortbar ist. Viele Menschen würden zweifellos
sogleich zu Vegetariern werden, wenn sie die schreienden zuckenden Tiere
im Schlachthaus sähen oder wenn sie die Tiere, die sie essen, selbst
töten müssten. Dies würde manchem Fleischesser die Augen und das Herz
öffnen.
„Mir schmeckt´s trotzdem“
Aus den bisherigen Betrachtungen ging
hervor, dass das Essen von Fleisch für den Menschen weder notwendig,
noch gesund, noch wirtschaftlich vertretbar ist. Fleisch macht den
Menschen krank, abgestumpft und verantwortungslos gegenüber Tier, Natur
und Mitmensch. Es bleibt also nur das egoistische Argument, das bewusst
alle tieferen Überlegungen über Bord wirft und somit jeglicher Vernunft
entbehrt: „Wie dem auch sei, mir schmeckt´s trotzdem“. Woher aber nehmen
wir uns das Recht, andere Lebewesen auszubeuten und ihnen ein
schreckerfülltes Ende zu bereiten, nur um Fleisch zu essen – mit der
Begründung, dass es uns „schmeckt“ und dass wir Lust haben darauf.
Könnte man, wenn es so einfach wäre, mit dieser billigen Begründung
nicht auch andere Gewaltverbrechen rechtfertigen? Würde aber irgend ein
Gericht der Welt eine solche Erklärung für einen Mord oder eine
Vergewaltigung gutheißen?
Ist das „Leid“, das ich mir durch
den Verzehr der Fleischnahrung bereite, größer als das Leid der Tiere,
die ich verspeise?
Diese Frage der Ethik griff auch die
Schweizer Illustrierte in ihrer Ausgabe vom 8.6.1987 auf, wobei sie den
deutschen Erfolgsautor Volker Elis Pilgrim zitierte: „Das
zurechtgemachte Kotelett liegt im Regal wie eine Schachtel, ein Teller
oder ein Hosenknopf. Ist es aber nicht. Gestern noch gehörte es zu einem
atmenden, fühlenden, pulsierenden Ganzen: Will ich es töten, um so an
mein Kotelett zu kommen? Nein, will ich nicht.“ Nun – würden wir alle
ernsthaft vor diese Frage gestellt, gäbe es vermutlich nur noch
Vegetarier. Und wir stünden damit in guter Gesellschaft mit den Dichtern
und Denkern aller Zeiten, die das Töten von Tieren seit jeher für des
menschlichen Geist unwürdig hielten.“ Und solche Persönlichkeiten gibt
es viele! Zu den bekanntesten ethischen Vegetariern gehören Buddha,
Dalai Lama, Zarathustra, Pythagoras, Empedokles, Sokrates, Aristoteles,
Horaz, Ovid Seneca, Plutarch, Franz von Assisi, Leonardo da Vinci, Isaak
Newton, Voltaire, Jean-Jacques Rousseau, Alexander von Humboldt, Leo
Tolstoi, Wilhelm Busch, Rudolf Steiner, Thomas Alva Edison, Ralph Waldo
Emerson, George Bernard Shaw, Rainer Maria Rilke, Richard Wagner, Albert
Einstein, Mahatma Gandhi, Mutter Teresa, usw. – und von den vielen
Vegetariern der Gegenwart ganz zu schweigen.
Schon immer hat es große Kulturen und
Persönlichkeiten gegeben, die Tieren den Respekt, der ihnen gebührt,
zukommen ließen. Während in unseren Breitengraden primitivste
Lebensumstände herrschten, gab es in Indien bereits blühende
Hochkulturen, wie die altüberlieferten Sanskrit-Schriften jener Zeiten
informieren. Vor allem die Bhagavad-Gita als wichtigste dieser Schriften
sagt, dass Ackerbau, Naturalhandel und der Schutz der Kühe die
wirtschaftlichen Säulen einer überlebensfähigen Gesellschaft sind.
Außerdem offenbart die Bhagavad-Gita, dass es Gottes Wunsch ist, dass
die Menschen sich vegetarisch ernähren.
Auch in der ältesten europäischen
Kultur, im antiken Griechenland, war der Vegetarismus ein hochgehaltenes
Ideal. Das Zitat aus Platons Buch „Der Staat“ und die zuvor angeführten
Namen haben das bereits illustriert. Pythagoras (ca. 500 v. Chr.), der
auch das Gesetz der Reinkarnation kannte, sagte :“Wer mit einem
Messer die Kehle eines Rindes durchtrennt und beim Brüllen des Tieres
vor Angst, taub bleibt, wer kaltblütig das schreiende Böcklein
abzuschlachten vermag und wer das Tier verspeist, dem er selber das
Futter gereicht hat – wie weit ist ein solcher Mensch noch vom
Verbrechen entfernt?“ Und Aristoteles führte den Gedanken weiter: „Wie
der Mensch in seiner Vollendung das edelste aller Geschöpfe ist, so ist
er, losgerissen von Gesetz und Recht, das schlimmste von allen.“
Genau wie bei den alten Griechen gab es auch bei den Römern große
Philosophen, die Vegetarier waren (Horaz, Ovid, Plutarch). Plutarch
(45-120 n. Chr.) schreibt in seiner Abhandlung “Über Fleischessen“:
„Könnt ihr wirklich die Frage
stellen, aus welchem Grunde sich Pythagoras des Fleischessens enthielt?
Ich für meinen Teil frage mich, unter welchen Umständen und in welchem
Gesetz es ein Mensch das erste Mal über sich brachte, mit seinem Mund
Blut zu berühren, seine Lippen zum Fleisch eines Kadavers zu führen und
seinen Tisch mit toten, verwesenden Körpern zu zieren – und es sich dann
erlaubt hat, die Teile, die kurz zuvor noch gebrüllt und geschrien, sich
bewegt und gelebt haben, Nahrung zu nennen.... Um des Fleisches willen
rauben wir ihnen die Sonne, das Glück und die Lebensdauer, die ihnen von
Geburt an zustehen.“ Dann fordert Plutarch die Fleischesser offen
heraus: „Wenn ihr nun behaupten wollt, dass die Natur solche Nahrung
für euch vorgesehen hätte, dann tötet selbst, was ihr zu essen gedenkt –
jedoch mit euren naturgegebenen Mitteln, nicht mit Hilfe eines
Schlachtmessers, einer Keule oder eines Steines.“
Zitate berühmter Vegetarier
Durch alle Zeiten hindurch hat es
schon immer Stimmen gegeben, die eindringlich auf die Notwendigkeit
fleischloser Ernährung hinweisen. Die folgenden Zitate sprechen für
sich:
Horaz (65 – 8 v. Chr., klassischer
Dichter Roms): „Wage es, weise zu sein! Höre auf, Tiere zu töten! Wer
die Stunde des rechten Lebens hinausschiebt, gleicht nur dem Bauern, der
darauf wartet, bis der Fluss versiegt, ehe er ihn überquert.“
Pythagoras (griechischer Mathematiker
um 550): „Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den
Mensch wieder zurück.“
Leonardo da Vinci (1452-1519,
italienisches Universalgenie): „Wahrlich ist der Mensch der König der
Tiere, denn seine Grausamkeit übertrifft die ihrige. Wir leben vom Tode
anderer. Wir sind wandelnde Grabstätten!“
„Ich habe schon in den jüngsten
Jahren dem Essen von Fleisch abgeschworen, und die Zeit wird kommen, da
die Menschen wie ich die Tiermörder mit gleichen Augen betrachten werden
wie die Menschenmörder.“
Jean Paul (1763-1825, deutscher
Dichter): „Gerechter Gott! Aus wie vielen Marterstunden durch das
Töten von Tieren lötet der Mensch eine einzige Festminute für seine
Zunge zusammen!“
Alexander von Humboldt (1769-1859,
Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde): „Grausamkeiten gegen die
Tiere kann weder bei wahrer Bildung noch wahrer Gelehrsamkeit bestehen.
Sie ist eines der kennzeichnendsten Laster eines niederen und unedlen
Volkes.“
Ralph Waldo Emerson (1803-1882,
amerikanischer Schriftsteller und Politiker): „Sie haben sie zu
Mittag gegessen; und wie sorgfältig auch immer das Schlachthaus in einer
taktvollen Entfernung von einigen oder vielen Kilometern verborgen sein
mag – Sie sind mitschuldig.“
Thomas Alva Edison 1847-1931,
amerikanischer Erfinder, unter anderem der Glühbirne, des Grammophons
und des Mikrophons): „Ich bin ein Vegetarier und Antialkoholiker,
weil ich so besser Gebrauch von meinem Gehirn machen kann.“
Friedrich Nietzsche 1844-1900,
deutscher Philosoph): „Alle antike Philosophie war auf Sinn des
Lebens gerichtet und lehrte eine gewisse Bedürfnislosigkeit. In diesem
Betracht haben die wenigen philosophischen Vegetarier mehr für die
Menschheit geleistet als alle neuen Philo-sophen – und solange die
Philosophen nicht den Mut gewinnen, eine ganz veränderte Lebensweise
anzustreben und durch ihr Beispiel aufzuzeigen, ist es nichts mit ihnen.“
Leo Tolstoi (1828-1920, russischer
Schriftsteller): „Wenn der Mensch ernstlich und aufrichtig den
moralischen Weg sucht, so ist das erste, wovon er sich abwenden muss,
die Fleischnahrung. Vegetarismus gilt als Kriterium, an welchem wir
erkennen können, ob das Streben des Menschen nach moralischer
Vollkommenheit echt und ernstgemeint ist.“
„Solange es Schlachthöfe gibt,
wird es Schlachtfelder geben.“
Wilhelm Busch (1832-1908, deutscher
Dichter und Zeichner): „Wahre menschliche Kultur gibt es erst, wenn
nicht nur die Menschenfresserei, sondern jeder Fleischgenuss als
Kannibalismus gilt.“
Émile Zola 1840-1902, französischer
Schriftsteller): „Die Sache der Tiere steht höher für mich als die
Sorge, mich lächerlich zu machen.“
Georg Bernard Shaw (1856-1950,
englisch-irischer Dramatiker): „Tiere sind meine Freunde – meine
Freunde esse ich nicht!“
Sven Hedin (1856-1952, schwedischer
Asienforscher): „Ich habe es nie über mich gewinnen können, ein
Lebenslicht auszulöschen, das aufs neue anzuzünden mir die Macht fehlt.“
Albert Schweitzer (1875-1965,
elsässischer Theologe und Missionsarzt; Friedensnobelpreis-träger 1952):
„Meine Ansicht ist, dass wir, die für die Schonung der Tiere
eintreten, ganz dem Fleischgenuss entsagen, und auch gegen ihn reden.“
Romain Rolland (1866-1944,
französischer Dichter): „Die Grausamkeit gegen die Tiere und auch
schon die Teilnahmslosigkeit gegenüber ihrem Leiden ist meiner Ansicht
nach eine der schwersten Sünden des Menschengeschlechts. Sie ist die
Grundlage der menschlichen Verderbtheit. Wenn der Mensch so viel Leiden
schafft, welches Recht hat er dann, sich zu beklagen, wenn auch er
selbst leidet?“
Franz Kafka (1883-1924,
österreichisch-tschechischer Schriftsteller): „Nun kann ich euch in
Ruhe betrachten; ich esse auch nicht mehr.“ (beim Betrachten von
Fischen in einem Aquarium)
J. H. Kellog (1852-1934,
amerikanischer Arzt): „Eine tote Kuh oder ein totes Schaf auf der
Weide gilt als Kadaver. Das selbe Aas, präpariert und beim Fleischer
hängend, wird als Nahrung bezeichnet!“
Mahatma Gandhi (1869-1948, indischer
Politiker und Vertreter des gewaltlosen Widerstandes) „Ich glaube,
dass spiritueller Fortschritt an einem gewissen Punkt von uns verlangt,
dass wir aufhören, unsere Mitlebewesen zur Befriedigung unserer
körperlichen Verlangen zu töten.“
„Die Größe und den moralischen
Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere
behandelt.“
Albert Einstein (1879-1955,
deutsch-amerikanischer Physiker, Nobelpreisträger 1928): „Rein durch
ihre physische Wirkung auf das menschliche Temperament würde die
vegetarische Lebensweise das Schicksal der Menschheit äußerst positiv
beeinflussen können.“
Konrad Lorenz (1903-1989), österr.
Verhaltensforscher, Nobelpreisträger): „Wer einen Hund oder Affen, ja
jedes höhere Säugetier wirklich genau kennt und trotzdem nicht davon
überzeugt wird, dass diese Wesen Ähnliches erleben wie er selbst, ist
seelisch abnorm. Er gehört in eine geschlossene psychiatrische Klinik,
da seine Schwäche ihn zu einem gemeingefährlichen Wesen macht.“
Isaac B. Singer (1904-1992,
Literaturpreisträger 1978): „Wir sind alle Gottes Geschöpfe – daß wir
um Gottes Gnade und Gerechtigkeit beten, während wir weiterhin
fortfahren, das Fleisch der Tiere zu essen, die um unseretwillen
geschlachtet wurden, ist unvereinbar.“
R e l i g i o n
Barmherzigkeit und Mitgefühl
gegenüber Schwächeren sind zwei grundlegende Werte, die von sämtlichen
Religionen der Welt hoch geachtet werden. Aber warum werden sie heute
nicht auch auf die Tiere bezogen? Warum fordert heute keine der großen
Religionen von ihren Gläubigen, mit dem Schlachten von Tieren
aufzuhören?
Wäre es nicht logisch anzunehmen,
dass Gott, der nur das Beste für Seine Schöpfung will, den Menschen die
gewaltlose, gesunde vegetarische Ernährung empfiehlt? Doch dieses
grundlegende und selbstverständliche religiöse Prinzip der vegetarischen
Lebensweise wird von vielen Religionen heutzutage völlig verkannt, ja
sogar oft bewusst heruntergespielt oder geleugnet.
„Die Grausamkeit gegen die Tiere
und auch schon die Teilnahmslosigkeit gegenüber ihren Leiden sind meiner
Ansicht nach eine der schwersten Sünden des Menschengeschlechts. Sie ist
die Grundursache der menschlichen Verderbtheit. Wenn der Mensch so viele
Leiden schafft, welches Recht hat er dann, sich zu beklagen, wenn auch
er selber leidet?“ – Romain Rolland (1855-1944, französischer
Dichter; Literaturnobelpreisträger 1915):
Von den heutigen Religionen jedoch
wird diese Sünde weder als solche angesehen noch als solche bekämpft.
Wenn wir aber die ursprünglichen Lehren der einzelnen Religionen
betrachten, sehen wir, dass das Schlachten von Tieren nirgendwo
gutgeheißen wird, ja dass es sogar in vielen Religionen verboten ist.
Christentum
Aus der frühchristlichen
Geschichtsschreibung geht hervor, dass die ersten Heiligen und Lehrer
der direkten Nachfolge Jesu nur fleischlose Nahrung zu sich nahmen, ja
sogar einige Apostel wurden namentlich erwähnt. Im Buch Paedagogus (II,
1) des Clemens von Alexandrien (150-215) heißt es, dass der Apostel
Matthäus „von Pflanzenspeisen lebte und kein Fleisch berührte“.
Der griechische Geschichtsschreiber Eusebius (264-339), Bischof von
Caesarea, weist in seiner Kirchengeschichte (II 2,3) darauf hin, dass
der Apostel und Evangelist Johannes ein strikter Asket und Vegetarier
war. Und der Apostel Petrus bezeugt in den Clementinischen Homilien
(XII,6): „Ich lebe von Brot und Oliven, denen ich nur selten
ein Gemüse hinzufüge.“. Weitere Beispiele frühchristlicher
Vegetarier sind Tertulla (160-220), Origines (184-254), der hl. Antonius
(250-356), der hl. Hieronimus (-420) und Johannes Chrysostomos
(344-407), um nur die wichtigsten zu nennen.
Wie das Fleischessen in die Bibel kam!
Bis in das 4. Jahrhundert weisen die
Spuren der frühchristlichen Gemeinden aus Palästina, Byzanz,
Griechenland und Alexandrien (Ägypten) darauf hin, dass bei ihnen das
Trinken von alkoholischen Getränken und das Essen von Fleisch abgelehnt
wurde. Sie erhielten ihr Wissen über die Lehren Jesu, von den vielen
damals zugänglichen heiligen Schriften. Viele dieser ur-christlichen
Schriften wurden später jedoch vom „westlichen“ Christentum, dem neuen
Zweig mit Rom als Zentrum, ignoriert oder abgelehnt – aus Unfähigkeit,
den darin enthaltenen Lehren zu folgen, und auch aus rein
machtpolitischen Interessen. Die nach Rom abgewanderten Christen waren
bereit, mit der unchristlichen römischen Lebensweise Kompromisse
einzugehen, um durch diese Haltung den im ganzen Römerreich
durchgeführten Christenverfolgungen zu entgehen und sich bei der
Obrigkeit beliebt zu machen. Sie erlangten dadurch sogar die Gunst des
damaligen Kaisers Konstantin (337), der sich in der Folge tatsächlich
(am Totenbett) „bekehren“ ließ. Konstantin, der notabene ein überzeugter
Fleischesser und Trinker war und es auch blieb, entschied, dass die
römische Form des Christentums die Religion für alle Bürger seines
Reiches sein solle, und diesen Beschluß setzte er in der Folge unter
brutalster Gewaltanwendung durch. Im Jahre 325 berief Konstantin das
Konzil von Nicäa ein, bei dem gewisse Gelehrte (sogenannte „correctores“)
beauftragt wurden, die zahlreichen frühchristlichen Dokumente über das
Leben und die Lehren Jesu zu „sortieren“ und zu „korrigieren“. Nur vier
der vielen ursprünglichen Zeugnisse wurden als Evangelien anerkannt und
zu einem Kanon zusammengefasst, der jedoch nicht unumstritten war. Erst
ein halbes Jahrhundert später (382) wurde eine mehrmals überarbeitete
kanonische Textauswahl von Papst Damasus als „Neues Testament“
anerkannt.
Der Theologe und Urchristenforscher
G. Ousley kommentiert diese vorsätzliche Änderung als Verwässerung der
Lehren Jesu wie folgt: „Alles, was diese correctores taten, war, dass
die nach peinlicher Sorgfalt die Evangelien um ganz bestimmte Lehren
unseres Herrn beschnitten, denen sie (bzw. Konstantin) nicht zu folgen
gedachten. Und zwar handelt es sich hierbei um jene Verbote, welche sich
gegen das Fleischessen, berauschende Getränke usw. richteten“.
(Evangelium der Heiligen Zwölf; Vorwort). Humata Verlag 1988). Die
ursprünglichen Christen, die weiterhin strikt nach den Geboten der
Einfachheit und Enthaltsamkeit lebten – somit auch auf Fleisch und
Alkohol verzichteten - die sich also nicht dem neuen Kirchentum
unterordnen wollten, mussten sich vor ihren römischen „Glaubensbrüdern“
verstecken, denn Konstantin duldete weder Ungehorsam noch Kritik. Es
wird berichtet, dass er gefangene „abtrünnige“ Christen hinrichtete,
indem er ihnen gemäß römischem Brauch flüssig heißes Blei in die Kehle
gießen ließ! Auf diese Weise begann sich die neue Form des Christentums
unter dem Patronat des Kaisers Konstantin und seiner Nachfolger
auszubreiten. Er wurde in der Folge von der römischen Kirche wie ein
„Heiliger“ verehrt. Das Christfest wurde auf seinen Geburtstag (25.12.)
verlegt, und man verschönte seine Tyrannenherrschaft durch zahlreiche
Legenden.
Im Namen Jesu?
Aber nicht nur die Menschen hatten
unter dieser willkürlichen Abänderung der Gesetze Gottes zu leiden,
sondern auch die Tiere, die fortan überall ungehindert geschlachtet und
gegessen werden durften. Im Mittelalter verkündete Thomas von Aquin
(1225-1274), dass das Töten der Tiere durch die Vorsehung erlaubt sei,
denn die Tiere hätten keine Seele. (Interessant in diesem Zusammenhang
ist, dass er auch sagte, Frauen hätten keine Seele). Eine Einzelmeinung
aus dem dunklen Mittelalter? Nein, leider nicht. Später hieß es auch,
die Indianer und die Neger hätten auch keine Seele, weshalb es den
Christen erlaubt war, Indianer zu töten und Neger zu versklaven und mit
ihnen genauso wie mit den Tieren Handel zu treiben, sie zu schinden und
sie nötigenfalls auch zu töten. Mit der gleichen Selbstverständlichkeit
werden in „christlichen“ Ländern bis zum heutigen Tag Tiere gequält,
getötet und gegessen.
Bischof Machens von Hildesheim
erklärte in seinem „Fastenbrief“ vom 8.3.1949: „Tiere haben keine
geistige Seele und kennen kein Fortleben nach dem Tode. Darum haben sie
aber auch keine Würde, auf die sie Rechte bauen könnten. Und in der Tat,
Tiere haben keine Rechte. Sie haben keinen Anspruch auf Dasein und
Gesundheit, auf Eigentum und guten Ruf.“ In einem Gespräch mit dem
namhaften Theologen Dr. Heinrich Streithofen stellte die Zeitschrift
Deutsche Geflügelwirtschaft und Schweineproduktion vom 26.10.1985 die
Frage: „Einige Tierschützer behaupten, die Tiere hätten analog
unseren menschlichen Grundrechten auch ein Grundrecht auf Leben. Was
halten Sie davon?“ Der Theologe antwortete: „Das ist Unsinn! Das
ist weder rechtlich, noch theologisch, noch philosophisch haltbar….Nur
der Mensch ist Person. Dem Tier fehlt der Personencharakter…..In der
Hinordnung des Tieres auf den Nutzen des Menschen lässt sich nicht nur
seine Verwendung, sondern auch seine Tötung rechtfertigen, oder seine
Zucht.“ Und selbst Johannes Paul II. erklärte noch im Jahre 1985 in
einer Rede vor Biologen: „Es ist gewiss, dass Tiere zum Nutzen des
Menschen geschafften wurden; das heißt, dass sie auch für Experimente
benutzt werden können.“
Es ist also nicht verwunderlich, dass
es schon immer Stimmen gegeben hat, die von einem „Verrat der Christen
an den Tieren“ sprechen. „Was erwarten wir von einer Religion, wenn
wir das Mitleid mit den Tieren ausschließen?“, fragte sich mit Recht
Richard Wagner, der Komponist und Vegetarier, bereits im 19.
Jahrhundert.
Fleischessen und die heutige Bibel
Die verschiedenen Ausgaben der
Kirchenbibel stützen sich auf den Codex Sinaiticus, den ältesten
Bibeltext, der heute noch verwendet wird. Dieser Text ist in
griechischer Sprache abgefasst und stammt aus dem 4. Jahrhundert nach
Christus, das heißt also – aus einer Zeit nach dem Konzil von Nicäa!
Frühere Bibeloriginale sind heute nicht mehr verfügbar. Andere
Bibeltexte, wie der Codex Vaticanus und der Codex Alexandrinus, wurden
noch später verfasst und sind, wie auch schon der Codex Sinaiticus, nur
kirchliche Übersetzungen und Abschriften von Abschriften. Es ist also
nicht verwunderlich, dass uns nur noch Bruchstücke der Lehren Jesu
erhalten sind, gerade auch in Bezug auf die menschliche Ernährung. Da
uns in dieser Frage die schlüssigen Aussagen Jesu nicht bekannt sind,
erübrigen sich Diskussionen über die Ernährungsweise Jesu, wenn man sich
ausschließlich auf das heutige Neue Testament stützt. (Es würde den
Rahmen dieser Informationsschrift aber sprengen, hier im einzelnen auf
die zahlreichen Apokryphen urchristlicher Schriften einzugehen, wie das
Essener-Evangelium, die Petrus-Akten oder das Thomasbuch, die
beschreiben, dass Jesus unter anderem strikte Fleischenthaltung
predigte). Auch das Alte Testament macht oberflächlich betrachtet, keine
klaren Aussagen, sondern enthält sich widersprechende Anweisungen.
Gewisse Textstellen gebieten dem Menschen eine vegetarische Ernährung,
wohingegen andere das Fleischessen und Tieropfer erlauben. Bei einer
genaueren Untersuchung jedoch muß man erkennen, dass der fleischlosen
Ernährung der Vorzug gegeben wird.
Im 1. Buch Mose (Gen. 9.3) findet man
z. B. eine deutliche Erlaubnis zum Fleischessen, aber das bezog sich auf
die Zeit nach der Sintflut, als sämtliches Ackerland fortgespült war.
Anstatt sich willkürlich auf diesen Notbehelf zu berufen (man müsste
dann konsequenter-weise auch die im Gesetz geforderte Todesstrafe
annehmen!), täte man besser daran, sich an die ursprüngliche Anweisung
Gottes zu halten, die man auf der ersten Seite der Bibel finden kann: „Und
Gott sprach: Siehe da, Ich gebe euch alles Kraut, das Samen trägt, auf
der ganzen Erde, und alle Bäume, an denen samenhaltige Früchte sind; das
soll eure Speise sein.“ (Gen.1.29).
Im übernächsten Vers bestätigt Gott,
dass diese Art der Ernährung „gut“ ist, wohingegen die andere, die Er
später erwähnt (diejenige mit Fleisch), nur erlaubt war zur Befriedigung
der verdorbenen Lust des Menschen – eine Ernährungsweise, die „Furcht
und Schrecken….über die Tiere der Erde, über alle Vögel des Himmels,
über alles, was auf Erden kriecht, und über alles im Meer“ legen
werde. (Gen. 9.2).
Das viel zitierte Beispiel mit den
Wachteln im 4. Buch Mose macht diesen Punkt noch klarer. Nachdem das
Volk Israel auf seiner Wüstenwanderung des Manna, des Himmelsbrotes
überdrüssig geworden war, geschah es, dass Gott Wachteln vom Himmel
regnen ließ, worauf das Volk diese gierig einsammelte und in einem
großen Festmahl verzehrte (beschrieben in Num. 11.31-3). Um jedoch der
ganzen Geschichte gerecht zu werden, muss man den darauf folgenden Vers
ebenfalls berücksichtigen: „Sie hatten aber das Fleisch noch zwischen
den Zähnen, es war noch nicht gegessen, da entbrannte der Zorn des Herrn
über das Volk, und der Herr schlug das Volk mit einer bösen Plage.“
(Num. 11.33). Mit anderen Worten: Gott gefiel es nicht, dass die
Menschen das Fleisch der Wachteln aßen.
Johannes der Täufer
Echte Gottgeweihte lehnen es ab, das
Fleisch getöteter Tiere zu essen. Man erweist sich selbst und diesen
großen Persönlichkeiten einen schlechten Dienst, wenn man versucht,
ihnen zu unterstellen, sie hätten Fleisch gegessen. Aber leider wurde
derlei seit dem 4. Jahrhundert nicht nur mit Jesus versucht, sondern
auch mit seinen wichtigsten Vorboten, Johannes dem Täufer: „Johannes
trug ein Gewand aus Kamelhaar und einen ledernen Gürtel um seine Hüften;
Heuschrecken und wilder Honig waren seine Nahrung“, kann man in Mt.
3.4 nachlesen. Hier sehen wir ein klassisches Beispiel einer
Fehlübersetzung. Wer kann glauben, dass der erhabene Johannes der
Täufer, von dem sich sogar Jesus taufen ließ, Heuschrecken aß? Mit den
Heuschrecken (lat. Iocusta) sind die Früchte des Lokusbaumes (sogenannter
„Heuschreckenbaum“, oder Courbaril) gemeint. In Palästina gehören die
Früchte des Lokusbaumes und der Robinie (engl. carob) zu den wichtigsten
Nahrungsmitteln, und gerade weil sich auch Johannes der Täufer davon
ernährte, nennt man die süßen bohnenartigen Früchte bis zum heutigen Tag
„Johannisbrot“. Und überall, wo diese blütentragenden Bäume wachsen,
gibt es auch wilden Honig. Darin besteht die Nahrung großer heiliger
Persönlichkeiten, wie dies bereits im Alten Testament vorausgesagt wird
(„Butter und Honig wird er essen…“Jes. 7.15).
Du sollst nicht töten!
So lautet das fünfte der Zehn Gebote
des Moses (Ex 20.13 und Deut. 5.17). Es ließe sich wirklich nicht
einfacher und deutlicher ausdrücken, und es bezieht sich, entgegen
anders-lautenden Interpretationen, nicht nur auf das Ermorden von
Menschen.
In der hebräischen Originalsprache
heißt dieses Gebot: lo tirtzach. Lo bedeutet „du sollst nicht“
und tirtzach bezieht sich auf „jede nur erdenkliche Art des Tötens“,
wie wir dem Standardwörterbuch „The Complete Hebrew/English Dictionary“
von Dr. Reuben Alcalay entnehmen können. Tirtzach heißt also nicht nur
„morden“, obwohl dieses 5. Gebot neuerdings in gewissen modernen
„Einheitsübersetzungen“ der Bibel mit „Du sollst nicht morden“ übersetzt
wird. Diese eindeutige Anweisung Gottes sollte einem ernsthaften
Christen eigentlich schon genügen, um mit dem Tieretöten und dem
Fleischessen aufzuhören.
Judentum
Nicht nur die urchristlichen
Kirchenväter der ersten Jahrhunderte nach Jesus nahmen strikt keinerlei
Fleisch zu sich, sondern auch viele jüdische Mönchsorden vor und während
Jesu Lebzeit, wie z. B. die Essener und die Nazaräer. Für sie alle war
Vegetarismus, gemäß 1 Mose 1.29, Grundlage jedes gottesbewussten Lebens.
In den jüdischen Schriften und im Alten Testament ist es strikt
verboten, „Fleisch mit Blut“ zu essen. Statt das Fleisch gänzlich
wegzulassen, wie es an anderen Stellen dieser Schriften empfohlen wird,
führten sie – gestützt auf die Erlaubnis, Fleisch ohne Blut essen zu
dürfen – komplizierte Rituale ein, um „koscheres“ Fleisch zu bekommen.
Sie schächten die Kühe, d. h. sie schneiden bei lebendigem Leib und
vollem Bewußtsein die Kehle auf und lassen sie langsam und qualvoll
verbluten (eine Tötungsmethode, die abgesehen von der Brutalität, das
Fleisch keinesfalls zu 100 % blutlos machen kann).
In Wirklichkeit sind solche
Einschränkungen des Fleischessens da, um dem Menschen letztlich deutlich
zu machen, dass es besser ist, das Fleisch ganz wegzulassen. Jesaja
1.11,15: „Was soll ich mit euren vielen Schlachtopfern? Spricht der
Herr. Die Widder und das Fett eurer Rinder habe ich satt, das Blut der
Stiere, der Lämmer und Böcke ist mir zuwider. Wenn ihr eure Hände
ausbreitet, verhülle ich meine Augen vor euch. Wenn ihr auch noch so
viel betet, ich höre es nicht. Eure Hände sind voller Blut.“
Islam
Der Prophet Mohammed predigte in der
Wüste, wo es sehr schwierig ist, vegetarisch zu leben. Obwohl der Islam
nicht eine Religion ist, die den Vegetarismus propagiert, hielt Mohammed
den Vegetarismus als Ideal hoch, wie aus den überlieferten Biographien
hervorgeht. Er ernährte sich hauptsächlich von Milch, Joghurt, Honig,
Nüssen, Feigen, Datteln und anderen Früchten. Auch im Koran kann man
Textstellen finden, die von universaler Barmherzigkeit sprechen und
Gerechtigkeit für alle Lebewesen fordern. So heißt es zum Beispiel: „Es
ist kein Tier auf Erden, noch ein Vogel, der auf seinen Schwingen
fliegt, das nicht gleich wäre wie ihr, die ihr ein Volk seid. Alle
Geschöpfe sind seine Familie.“ (6.38). Im Sufismus, einem bekannten
asketisch-mystischen Zweig des Islam, gilt die Abstinenz von Fleisch und
Alkohol als Voraussetzung zur Verinnerlichung des Geistes zur
Ekstatischen Gottesschau.
Hinduismus
Hinduismus ist der moderne
Sammelbegriff für die zahlreichen aus Indien stammenden Philosophien und
Glaubensströmungen. Die verschiedenen altindischen Gesetzessammlungen,
wie die Manu-samhita enthalten klare Anweisungen bezüglich des
Fleischessens: „Fleisch kann man sich nicht verschaffen, ohne anderen
Lebewesen Gewalt anzutun. Deshalb sollte man den Verzehr von Fleisch
vermeiden.“ An einer anderen Stelle in der Manu-samhita heißt es:
„Bedenkt man die abscheuliche Herkunft von Fleisch und die Grausamkeit,
die die Gefangenschaft und das Schlachten verkörperter Wesen mit sich
bringt, dann sollte man sich des Fleischessens völlig enthalten.“
Ebenso klar äußern sich die altindischen („vedischen“) Schriften, von
denen die Bhagavad-Gita und das Bhagavata Purana die wichtigsten sind: „Nahrung,
die ohne Geschmack, faul und gegoren ist und Nahrung die aus
Speiseresten und unberührbaren Dingen (wie Fleisch, Fisch und Eiern)
besteht, wird von denjenigen geschätzt, die sich in der
Erscheinungsweise der Unwissenheit und Dunkelheit befinden.“ (Bhagavad-Gita
17.10) „Iss nichts, was durch Fleisch oder Fisch verunreinigt worden
ist!“ (das Bhagavata Purana 6.18.49).
Im Folgenden wollen wir diese
vedischen Urtexte zu Rate ziehen, denn ihre Aussagen sind von höchster
Wichtigkeit, wie im Zusammenhang mit der Problematik des Fleischessens
deutlich ersichtlich wird.
Wenn man sich die grundsätzliche
Frage stellt, ob der Mensch Tiere töten darf, und erkennt, dass die
Antwort Nein lautet, stellt sich eine logische nächste Frage: Warum ist
es dem Menschen nicht erlaubt, und was geschieht, wenn er es – so wie
heute – trotzdem tut?
Während sich die westlichen
Philosophien und Religionen nicht einmal im klaren darüber sind, ob
Tiere auch ein Recht auf Leben haben oder folgenlos getötet werden
können, finden wir in den altindischen Schriften klarste Aussagen und
Erklärungen über sämtliche Bereiche des Lebens, über sowohl die
materiellen als auch über die spirituellen. Das Entscheidende, was in
diesem Zusammenhang verstanden werden muss, ist das Thema des Karma.
Das Sanskritwort Karma bedeutet
wörtlich „Handlung“ (Aktion) und weist darauf hin, dass jede Handlung in
der materiellen Welt verschiedene kurzfristige und langfristige Folgen
(Reaktionen) verursacht. Jeder Mensch führt „Karma“ (Handlungen) aus und
untersteht somit dem Gesetz von Karma, dem Gesetz von Aktion und
Reaktion, das für jede (gute oder schlechte) Handlung eine entsprechende
zukünftige (gute oder schlechte) Konsequenz festsetzt. Wenn man vom
Karma einer Person spricht, meint man damit also die „vorausbestimmten
Reaktionen auf eine nach dem Willen ausgeführte Handlung (Aktion)“.
Das Gesetz des Karma ist nicht bloß
eine östliche Theorie, sondern ein Naturgesetz, das generell
unvermeidlich wirkt wie die Zeit oder das Gesetz der Schwerkraft. Auf
jede Aktion folgt eine Reaktion. Gemäß diesem Gesetz fallen Schmerzen
und Leiden, die wir anderen Lebewesen zufügen, auf uns zurück. „Wie
der Mensch sät, so wird er ernten“, denn die Natur hat ihre eigene
universale Gerechtigkeit. Niemand kann das Gesetz des Karma umgehen –
außer denjenigen, die verstanden haben, wie es funktioniert. Grundlegend
für das Verständnis des Karma-Gesetzes ist die Erkenntnis, dass alle
Lebewesen beseelt sind; das heißt, dass sie alle unsterbliche
spirituelle Seelen sind, die in vergänglichen Körpern weilen. In der
Bhagavad-Gita, der zentralen vedischen Schrift, beschreibt Krishna, dass
die spirituelle Seele die Quelle des Bewusstseins ist, das den gesamten
Körper durchdringt und ihn überhaupt erst lebensfähig macht. Wenn die
Seele den Körper verlässt, spricht man von „Tod“. Einer Seele den Körper
zu zerstören, wie das beim Tieretöten der Fall ist, ist für den Menschen
deshalb eine große Sünde. Nur in der menschlichen Lebensform hat die
Seele die Freiheit des bewussten Entscheidens. Mit dieser Freiheit trägt
der Mensch jedoch auch die Verantwortung für all das, was er tut.
Deshalb wird von einem Menschen erwartet, dass er die höheren Prinzipien
des Lebens, wie z. B. das Gesetz des Karma, versteht und danach handelt.
„Unwissenheit schützt vor Strafe
nicht“
Das Verständnis des Karma-Gesetzes
deckt also die eigentlichen zerstörerischen Folgen des Tieretötens auf.
Auch wenn man das Tier nicht selbst tötet, schneidet man sich in eigene
Fleisch. Gemäß dem Karma-Gesetz bekommen alle Beteiligten – derjenige,
der das Tier züchtet, der es tötet, der das Fleisch verkauft, der es
kocht, der es serviert und der es isst – ent-sprechende Reaktionen.
Aber das Gesetz des Karma gilt nicht
nur individuell, sondern auch kollektiv. Das heißt, es gilt für
Handlungen, die eine Gruppe von Menschen (Familie, Gemeinde, Nation, ja
die Bevölkerung des gesamten Planeten) gemeinsam ausführt oder
toleriert. Wenn die Menschen sicherstellen, dass die Schöpfungsgesetze
eingehalten werden, profitiert die gesamte Gesellschaft. Wenn jedoch die
Gesellschaft sündhafte, ungerechte und gewalttätige Handlungen zulässt,
wird sie unter dem entsprechenden kollektiven Karma zu leiden haben, das
sich durch Kriege, Naturkatastrophen, Umweltsterben, Epidemien usw.
äußern kann.
Bhaktivedanta Swami Prabhupada
(1896-1977), einer der bedeutendsten Sanskrit-Über-setzer des 20.
Jahrhunderts schrieb im Jahre 1974:
„Wer Tiere tötet und ihnen
unnötigen Schmerz zufügt – wie es die Menschen in den Schlachthäusern
tun -, wird im nächsten und in vielen weiteren Leben auf ähnliche Weise
getötet werden. So ein Vergehen lässt sich niemals entschuldigen. Wenn
man viele Tausende von Tieren berufsmäßig tötet, damit andere Menschen
das Fleisch zum Essen kaufen können, muß man gewahr sein, im nächsten
Leben sowie Leben für Leben auf ähnliche Weise getötet zu werden“.
(Caitanya-Caritamrita, Madhya-lila 24.251, Erläuterung).
Viele Menschen fürchten sich heute
vor einem Krieg, aber gleichzeitig lassen sie es kaltblütig zu, dass
jeden Tag in Schlachthöfen, Mastfabriken und Tierversuchslaboratorien
auf der ganzen Welt mindestens ebenso grauenvolle Massaker durchgeführt
werden – und erkennen nicht, wie ernste Gewaltaktionen miteinander
verbunden sind.
Warum sollten Christen Vegetarier sein?
von Marlies Borth
Die Botschaft Jesu ist eine Botschaft
der Liebe und des Mitgefühls. Tierfabriken und Schlachthöfe, in denen
Abermillionen Tiere ein grausames Leben führen müssen und einen
gewaltsamen Tod finden, sind jedoch
alles andere als ein Symbol der Liebe
und des Mitgefühls. Jesus forderte Güte, Barmherzigkeit, Mitgefühl und
Liebe allen Kreaturen Gottes gegenüber. Er wäre über das Leid, das wir
Tieren nur unserer anerzogenen Essgewohnheiten wegen zufügen, entsetzt.
Was wir heute sehen, fressen oder gefressen werden, ist das Ergebnis
dessen, dass der Mensch aus der Harmonie mit dem Schöpfer und der
Schöpfung gefallen ist. Übrigens hat Jesus die Tiere freigelassen und
die Metzger und Händler mit der Peitsche aus dem Tempel gejagt.
Der Garten Eden war vegetarisch (Gen.
1:29-30). Gott nennt dieses ideale und gerechte Verhältnis „gut“
(Gen 1:31). Nach dem Fall der Menschheit (einiger)
folgte der menschliche Niedergang. Sie hielten sich Sklaven, führten
Kriege, züchteten und töteten Tiere. Diese Gewalt finden wir bis zum
heutigen Tag. Die weisen Männer, die Propheten, reden von einem
friedlichen Königreich, das gewaltfrei sein wird, also vegetarisch! Nur
so kann der Löwe neben dem Schaf liegen (z.B. Isaiah 11). Solange der
Mensch tötet, und es zulässt, dass den Tieren Leid angetan wird, solange
wird er weder gesund werden noch werden die Kriege beendet sein! Wenn
die Christen beten „Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden“, so
verpflichten sie sich gleichzeitig ihr Leben zu ändern. Das heißt
friedfertiger und lieblicher zu leben aber auch Entscheidungen zu
treffen, die human sind und da haben weder Massentierhaltung,
Schlachthöfe noch Tierversuche einen Platz! Im Himmel, in den unendlich
vielen Wohnungen Gottes, gibt es weder Massentierhaltung noch
Schlachthöfe, geschweige denn Tierversuche. Es sind dies alles Zeichen
der finsteren Macht, die die Menschen seit dem Sündenfall am Gängelband
führt und verführt.
In den Tierfabriken werden Tiere zu Hunderttausenden
kastriert, die Hörner ausgebrannt, die Schwänze abgeschnitten, die
Schnäbel abgehackt und dies alles meistens ohne jegliche Betäubung.
Tierkinder werden auf engstem Raum gehalten um möglichst viel Profit zu
machen. Sie werden genetisch so verändert, dass viele lahm oder
verkrüppelt sind. Am Ende werden diese unschuldigen Geschöpfe über große
und größte Distanzen transportiert, teilweise in mehrstöckigen
Containerschiffen, nur damit sie ohne Betäubung geschächtet werden
können. Dies alles kann nur deshalb geschehen, weil sich Millionen von
Menschen, Politiker und Regierungen keine Sekunde Gedanken darüber
machen, was für Folgen dieses Ungeheuerliche einst für die Menschheit
haben wird.
Vegetarische Ernährung ist nicht nur gesund, sie erspart
Tieren auch unvorstellbare Leiden. Wie sprach Jesus? „Was ihr dem
Geringsten antut, tut ihr mir an!“ Oh Mann oh Mann, wie will unsere
Gesellschaft dies verantworten? Die Menschheit steht so tief in der
Schuld und ist sich dessen nicht einmal bewusst.
Vegetarische Ernährung ist zudem die einzige Möglichkeit
den Hunger in der Welt sofort zu beenden. Jesus, wie auch seine Jünger,
waren Vegetarier/Veganer. Jesus hat auch kein Passahfest mit einem
Opferlamm gefeiert. Dies geht deutlich aus allen alten Schriften hervor.
In den Evangelien erleben wir Jesus zweimal beim Passahmahl. Im
Evangelium des Johannes, Kapitel 6 steht: „Und die Jünger fragen Jesus:
Wo sollen wir Brot kaufen, damit diese Leute zu essen haben?“ Im
Matthäus Evangelium feierten Matthäus, Markus und Lukas mit Jesus das
letzte Abendmahl.
Christ sein, heißt, Liebe gegenüber allem Leben zu leben
und nicht nur davon zu reden! Nur der kann sich Christ nennen, der die
Liebe lebt und so zu einem Nachfolger Jesu wird. Wer so leben möchte,
darf keine Schlachthöfe, keine Massentierhaltung und auch keine
Vivisektion dulden. Auch in der Welt von heute kann man wahrhaft
menschlich handeln, und jeder hat die Möglichkeit gegen diese qualvollen
Zustände in der Tierhaltung vorzugehen. Es wird stillschweigend die
Liebe Jesu zu den Tieren übergangen, weil man eigene Gesetze und Gelüste
leben will.
Der Vorhof des Tempels war den Händlern gewidmet, der
Tempel selbst war ein Schlachthof, wo Tiere geopfert wurden. Was hat
Jesus gemacht? Er hat die Peitsche genommen und Händler und Metzger
davongejagt und die Tiere freigelassen. Seine Worte kennen wir alle.
Jesus war ein Mann der Liebe. Nur wer diesen Weg geht, kann sich Christ
nennen, sonst missbraucht er diesen Namen für seine Zwecke. Jesus
verkündete Gewaltlosigkeit. Er gründete keinen Orden, stellte keine
Ordensregeln auf, verlangte keine Gelübde und verordnete auch keine
besonderen Kleider. Er war kein Frömmler. Seine Gesetze waren nicht
einengend und Freiheit raubend, sondern es war die Verkündigung einer
Liebe zu allen Geschöpfen ohne Grenzen.
Kirchen üben Zwang aus, raffen Geld und das Recht der
Tiere wird mit Füssen getreten, da man selbst dem Kannibalismus
verfallen ist. So lässt man die Wahrheit nicht zu, dass Töten die grosse
Ursünde ist, in der die Menschheit gefangen gehalten wird. Immer und
immer weiter dreht sich das Karussell. Und die negativen Mächte ergötzen
sich köstlich an der Unwissenheit und Bequemlichkeit der Masse.
Um weitere Texte aus den alten Schriften und Büchern zu
erhalten, welche nicht in das Buch der Bücher aufgenommen wurden und den
Irrsinn unserer Ernährung und das Leben Jesus aufzeigen, bitte ich Sie
um einen frankierten Briefumschlag. Über eine kleine Spende würde ich
mich freuen.
NETZWERK
Bildung, Mensch, Tier und Umwelt
Marlies Borth, CH-8834 Schindellegi
Vegetarismus und die Weltsituation
„Alles, was der Mensch den Tieren
antut, kommt auf den Menschen wieder zurück.“ (Pythagoras).
„Solange es Schlachthäuser gibt,
wird es auch Schlachtfelder geben.“ (Leo Tolstoi).
Wer die obigen Punkte versteht, muss
angesichts der heutigen Weltsituation sehr nachdenklich werden. Trotz
aller Warnrufe nimmt der weltweite Fleischkonsum immer mehr zu. Die
Statistiken besagen, dass sich in den Industrienationen der jährliche
Pro-Kopf-Fleisch-Verzehr in den letzten vierzig Jahren verdoppelt hat
(von 40 kg auf 90 kg und mehr).
Deutschland ist mittlerweile bei 100
kg und die Schweiz bei 91 kg angelangt! Und der Fleischkonsum nimmt
weiter zu: Die westlichen Fleischkonzerne sind in den geöffneten Ostteil
eingedrungen; um vom neuen, hungrigen Markt zu profitieren. Mit
irreführenden Werbesprüchen wie „Fleisch – ein Stück Lebenskraft“ oder
„Fleisch ist gesund“ werden die Konsumenten zum Fleischessen animiert,
neue Mastbetriebe und Schlachthöfe werden mit staatlicher Hilfe aus dem
Boden gestampft, und immer neue Länder werden von den Fleisch- und
Hamburger-Multis heimgesucht. (Die 1 Milliarde Chinesen sind das neueste
Zielpublikum). Auf diese Weise vergrößern sie die globale Last des
kollektiven Karma.
Was kann der einzelne angesichts
dieser Übermacht tun?
Das Gesetz des Karma lässt uns nicht
nur die drohenden Reaktionen erahnen, sondern zeigt uns gleichzeitig
auch – durch Hinweis auf die wahren Ursachen – den praktischen Ausweg.
Selbst wenn unser Umsteigen zur vegetarischen Lebensweise weltweltliche
Person also, die nicht mehr die selbstmörderische Entwicklung der
heutigen Zeit unterstützt, reduziert dadurch auch das kollektive
schlechte Karma, das über der heutigen Menschheit schwebt.
Das ist der große Beitrag, den jede/r
einzelne für sich und die krisengeplagte Welt leisten kann, wenn wir
diesen Schritt – vegetarisch leben – tun!
„Systematisch die Schwierigkeiten
der Krise aufzuzeigen..... heißt allerdings nicht, ... uns steht eine
Welt aus lauter Alpträumen bevor. Man könnte Szenarien schreiben, die
weit positivere Möglichkeiten berücksichtigen, beispielsweise die
Entdeckung eines völlig neuen, umweltfreundlichen Energieträgers oder
einen unerwarteten Durchbruch der Sonnenenergie oder der
Kernfusionsforschung; oder eine alles mitreißende religiöse Bewegung in
der westlichen Welt, die zur Einschränkung des Fleischkonsums führt (und
dadurch Milliarden Tonnen Getreide sichern hilft und der Menschheit als
Ganzes eine bessere Ernährung garantiert)...“. Alvin Toffler, „Der
Zukunftsschock“, Kursbuch ins Dritte Jahrtausend, „Die Zukunftschit
nicht viel zu ändern scheint, ändert dieser Schritt doch unser
individuelles Karma. Jede einzelne zusätzance“ u. a., in seinem Buch
„Die Grenzen der Krise“ (S.99).
Warum keine Kuhmilch?
Quelle:
http://www.zentrum-der-gesundheit.de/kuhmilch.html
Kuhmilch ist kein notwendiges
Nahrungsmittel - im Gegenteil. Warum dies so ist, erklären wir Ihnen:
Ca. 30 % der gesamten Nahrung
besteht aus Milch und Milchprodukten. Der Fleischkonsum hingegen beträgt
etwa 25 %.
Mit Milch wird heutzutage sehr viel
Geld verdient. Milchprodukte bilden einen stark umkämpften Markt, der
den Marketinggesetzen unterworfen ist, wie alles andere auch.
Hier einige Fakten, die zum
Nachdenken anregen sollen:
Milch enthält eine Vielzahl an
gesättigten Fettsäuren, die wiederum ursächlich und häufig für
Arterienerkrankungen und einen damit verbundenen Herzinfarkt
verantwortlich sind.
Kuhmilch enthält nur unwesentliche
Anteile an verwertbaren Vitaminen im Gegensatz zur Muttermilch. Das ist
der Hauptgrund, warum künstlich ernährte Babys Vitalstoff-Zugaben
erhalten.
Ein gestilltes Neugeborenes hat
einen stark erhöhten Anteil an Vitamin E im Körper gegenüber einem Kind,
das mit der Flasche ernährt wurde. In der Muttermilch ist ein hoher
Anteil an Vitamin C enthalten. Der Kuhmilch hingegen fehlt Vitamin C
vollständig.
Ein Kalb wiegt bei der Geburt etwa
60 kg, nach einem Monat wiegt es etwa 120 kg. Der Grund liegt in dem
hohen Kalziumanteil in der Kuhmilch. Dieser Kalziumanteil ist jedoch für
den Organismus nicht verwertbar.
Muttermilch dagegen hat einen hohen
Anteil an Posphor. Phosphor wiederum ist für die Entwicklung und
Wachstum des Gehirns verantwortlich.
Die Kühe erhalten Antibiotika und
Hormone in hohen Dosen, die kaum jemand wirklich überwacht.
Milch wird überwiegend in der
industrialisierten Welt verzehrt. Menschen aus dem Orient, aus Afrika
oder Asien trinken kaum oder - wie fast alle Inder - keine
Milchprodukte.
Osteoporose wird, wie die
Erfahrungen von Experten zeigen, durch Milcheiweiß-Produkte verstärkt
und nicht gemildert.
Rinder trinken keine Milch.
Sie ernähren sich ausschließlich
von Pflanzen, die ihnen das für ihre Gesundheit notwendige Kalzium
liefern.
Text aus
Vegetarisch leben – Vorteile einer fleischlosen Ernährung
von A. RISI & R. ZÜRRER
GOVINDA-VERLAG
Zitiert mit freundlicher Genehmigung des Verlages.
Animal Spirit - Zentrum für Tiere in Not
Am Hendlberg 112, A-3053 Laaben
Tel: +43 (0) 2774/29 330
Email:
office@animal-spirit.at
Web: www.animal-spirit.at
Spendenkonto: PSK 75.694.953
Online spenden:
www.e-spende.at/animal